1Hz schrieb:
Bei meinem Server brauch ich mir da also mal gar keine Sorgen machen ... durch das produktive Ersatzteillager ist Image-Stabilität sichergestellt.
DAs ist keine Image-Stabilität. Sowas betrifft das komplette Produkt, damit kann man von einem Server aus mit entsprechender Software eine Installation problemlos automatisch durchführen.
1Hz schrieb:
Bei einer Komplettausstattung mach ich immer schon genau das Gegenteil - ich bau aus relativ wenig unterschiedlichen Produkten alle Rechner - und behalte diese Linie auch zukünftig weitestmöglich bei. In dem Falle hier würde ich bei einer Komplettausstattung 1155, ASUS-Boards (möglichst viele gleiche), WD-Festplatten (wenn nicht Intel-SSDs), etc nehmen und damit eine homogene und quasi-redundante Umgebung schaffen, was auch Image-Stabilität bedeutet - sogar mehr. Steht keine Komplettausstattung an, wird genau das eben Stück für Stück so weit wie möglich umgesetzt. Wann immer etwas ersetzt werden muss, wird das auf Linie gebracht. Das hat sich oft schon als sehr hilfreich und nützlich erwiesen. Ist ja auch eine quasi-Redundanz quer durch den Betrieb, alles untereinander kompatibel und somit auch gegeneinander austauschbar, leichter handhabbar, auch für den Betrieb, zum Beispiel Firmwareupdates immer gleicher Vorgang, zugehörige Tools und Software funktionieren überall gleich, man muss nicht zich verschiedene Sachen kennen, etc. Fällt ein Rechner an kritischer Stelle aus, kann man den ganz schnell wieder ans laufen bringen, indem man Recourcen an unkritischer Stelle abzieht (das Modell des produktiven Ersatzteillagers also quer durch den gesamten Betrieb), braucht man im Server eine schnellere CPU - die alte Server-CPU einfach in den Rechner eingebaut, der mehr Leistung vertragen kann, Top-Down also ... all das kann Situationsabhängig auf ganze Rechner oder einzelne Komponenten angewendet werden.
Ich weiß ja nicht, wie du bei nem Server mal eben eine CPU tauschst. Normalerweise hat ein Admin schon ein wenig die Hosen voll, wenn er nen Server neustarten muss.
Den fährt er bestimmt nicht dauernd zum Spaß herunter, gerade, wenn er älter ist und aufgerüstet werden muss.
Ich kenne keinen Admin, der Änderungen vornimmt, ohne das diese sein müssen.
Viel Leistung kannst du eh nicht nachrüsten, außer du kaufst gleich ein dual-Sockel-Board oder nimmst alles gleich ne Nummer größer.
Wie gesagt, wen interessiert hier der Preis für die Hardware?
1Hz schrieb:
Was CE angeht - ich baue immer wieder Rechner, die Maschinen unterschiedlichster Art antreiben und auch von den jeweiligen Herstellern abgenommen werden, auch staatlich. Teils schicke ich denen die Rechner zu, die vollenden dann das Werk softwareseitig. Sei es Parkhausanlagen, Abgasuntersuchungsanlagen, RIPs, etc. Die Rechner, die diese Anbieter als Bundle mitliefern, sind ein Grauen. Ernsthaft. Deswegen setzen meine Kunden auch durch, dass die Dinger von mir kommen. Da werden fürchterlichste Blechdosen mit Wert von 200 € bis 300 € für 2000 € und mehr berechnet - und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Dinger irgendeine Norm erfüllen. Mag sein, dass ich kein CE draufstehen habe - aber wenn man Rechner nach den üblichen Regeln mit vernünftigen soliden Komponenten baut, hast Du CE drin. Als Argumente von den Anbietern kommen dann auch tatsächlich so Sachen wie Image-Stabilität und langfristige Kompatibilität, die so teuer sei. Nur komisch, geht die Festplatte kaputt, gibt es auf einmal kein Image, die Hardware soll nicht mehr kompatibel sein, muss neuer Rechner - kostet 3.500 €. Trotz "Servicevertrag". Für eine kaputte Festplatte - in einem kritischen Umfeld, wo sowieso zwei im RAID1 reingehören (und die zurückgeschickten neuen Rechner werden sowieso virtualisiert - arschlecken von wegen Abhängigkeit). Da wird Image-Stabilität als Verarschung eingesetzt. Im großen Stil. Und wenn Du dann den Chef hörst ... ja, hatten wir schon öfter ... kannst Du gar nicht mehr so viel essen wie du kotzen möchtest. Richtig lustig wird das dann, wenn da veraltete Anlagen mit gleich alten Computern dranhängen. Geht da die Festplatte kaputt, kannst Du mal eben eine Anlage für 200.000 € neu kaufen, weil es nichts mehr kompatibles gibt. Selbst wenn es den Systemanbieter noch gibt - der verkauft Dir lieber eine Anlage für 200.000 € als eine Festplatte oder ein Image. Und nach 10 oder 20 Jahren kannst Du da gar nichts mehr geltend machen. So was runterzuziehen um zu virtualisieren treibt einem richtige Schweißperlen auf die Stirn.
Als Parkhausanlagen haben ja wohl auch bei euch hoffentlich Industrie-Gehäuse usw.
Evtl sogar Embedded-Systeme, bei denen du mal rein gar nicths verändern darst.
Wenn das furchtbar sein soll, weiß ich auch nicht mehr.
CE ist nur drin, wenn es draufsteht. Wie gesagt, wenn dein Ding irgendeinen Schaden in der Firma anrichten sollte, brauchst du in Zukunft sicher bald keine PCs mehr selbst zusammenzuschrauben, dann bist du nämlich pleite.
Ansonsten hast du den falschen Dienstleister, wenn plötzlich kein Image mehr da ist usw, oder derjenige war zu faul, das selbst zu erledigen oder zu geizig.
Lol, du weißt nicht, was Image-Stabilität ist, weißt aber, dass es eine Verarschung ist, ich brech hier gleich zusammen.
Du glaubst doch wohl selbst nicht, dass du bei solchen Firmen mit nem Selbstbau-PC was mahcen könntest, du kannst auf deine erfundenen Geschichten gerne verzichten.
Da kann man in der Regel überhaupt nicths austauschen, da alles zertifiziert sein muss, weil du es als Betreiber ansonsten gar nicht erst abgenommen bekommst.
1Hz schrieb:
Beide Beispiele zeigen eines: solide Arbeit erfüllt alle Kriterien - gekaufte Blechdosen oftmals nicht. Und weder Dell noch HP würden bei einem Betrieb dieser Größe dergestalt beraten ... das muss man selber machen oder einen kleinen Anbieter heranziehen, für den man noch interessant genug ist, dass dieser sich Mühe gibt. Der kann ja dann ruhig bei Dell und HP beschaffen anstatt selber zu bauen - aber es braucht eben eine Linie, und die gibt Dir Dell und HP nicht mit auf den Weg. Gilt übrigens in allen Bereichen. Es bringt nichts, sich als kleiner Betrieb den teuersten und angesehensten Steuerberater oder Anwalt zu nehmen - lieber einen, der passt, der sich Mühe gibt, weil man für den interessant ist. Was Dir blühen kann, wenn Du großen Systemanbietern vertraust (mit allen möglichen Zertifikaten) kannst Du oben lesen. Eines deren wichtigsten Zertifikate ist nämlich die Rechtsabteilung - und da ist es besser, nach anderen Wegen zu suchen, als sich damit zu beschäftigen. Und der beste Schutz ist auch eigenes Know-How - betriebsintern. Und ein TE, der Spass daran hat und sich so etwas erarbeiten kann, macht Sinn. Die Verantwortung vollständig auszulagern, nicht. Damit bist Du abhängig und blind - und das kostet.
Das Beraten übernimmt natürlich dein Netzwrekspezialist. Ob der dann HP, Lenovo, Exone, Wortmann oder sonst was einsetzt, kann dir Latte sein. Er muss damit zurechtkommen,
dann kommst du sicher auch damit zurecht. Und da alles standardisiert ist, könnte selbst ein anderer Dienstleister problemlos Ersatzteile finden.
Rechtsabteilung ist wichtig und dann fehlt das CE-Zeichen, ok.
1Hz schrieb:
Rechtliche Probleme habe ich auch keine - ich mache reine Dienstleistung. Genau das gleiche wie wenn der TE es für den Betrieb macht. Da gibt es keinen CE-Haftungsanspruch. Ich verkaufe ja keinen Computer - ich baue aus (CE-genormten) Einzelteilen einen zusammen und berechne die Dienstleistung des Beratens und Umsetzens. Andererseits - kein CE-Zeichen kann mich rechtlich schützen, wenn ich meiner Sorgfaltspflicht nicht nachkomme oder gar fahrlässig handele. Und das fängt meiner Meinung nach an, wenn man hergeht, wie von Dir empfohlen, und sich denkt, da braucht man sich nicht mit befassen, das macht alles der Systemanbieter. Wenn ich einen einsetze, hat der mir klipp und klar Konzept, Linie und alles andere darzulegen. Und obige Beispiele zeigen auf, dass das auch ganz schön in die Hose gehen kann, wenn man denkt, es sei Wurst, was da verbaut wird. Nur weil da 2000,- € oder 3.500 € auf der Rechnung stehen (nur der Rechner - Installation etc. noch mal das Gleiche - und ich hab auch schon schlimmeres gesehen), heißt das nicht, dass da auch entsprechendes drin ist. Und woher willst Du die Gewissheit haben, dass das funktioniert, wenn Du das nicht hinterfragst? Und was passiert, wenn Du Dich mit dem Systemanbieter überwirfst? Und genau solche Geschichten hab ich auch schon bei Servern und dazugehöriger Software gesehen - zum Beispiel Steuerberatungsgesellschaft in Belgien. Kleiner Familienbetrieb. Der Server alleine kostete 7000 € - da war aber bis auf das gehäuse nix Server - und das Windows Server 2003 war als Peer to Peer eingerichtet. Nach dem Bruch mit diesem Anbieter (einer der größten in Belgien) stellten die dann fest, dass die noch nicht mal einen Installationsdatenträger für die Software hatten - und die teure Bandsicherung gar nicht funktionierte. Halleluja.
Für Ergonomie am Arbeitsplatz braucht es auch keinen Betriebsrat - meiner Erfahrung nach gibt es da eine große Bereitschaft, Hinweise und Ratschläge anzunehmen und umzusetzen - bzw. umsetzen zu lassen.
Jetzt plötzlich verkaufst du gar keine Rechner mehr, bauen die Firmen also nach deinen Vorstellungen ihre PCs plötzlich selbst? Hör auf, so einen Stuß zu verzapfen...
Das Endprodukt muss die CE-Norm erfüllen... die Teile sollten das sowieso, sonst dürften sie nicht verkauft werden.
Ich hoffe, mal dein Arbeitsablauf ist nach DIN EN ISO zertifiziert. Ich bezweifle aber sogar, dass du weißt, wofür man ne Dokumentation braucht...
Weil ich es nicht hinterfragen muss. Wenn ich eine Auto oder nen Receiver kaufe, interessiert mich die Technik dahinter nen Scheiß. Es entspricht dem Standard und ist zertifiziert, wenn da was trotzdem nicht geht, kannst due dem Hersteller auf die Füße treten. Und dann bekommst du ganz schnell Hilfe.
Da kommt dann auch mal der Hersteller und wechselt von sich aus was aus, wenn ein Problem auftritt. Wie du das mit Selbstbau-Komponenten machen wölltest, ist mir unklar. Dan dürftest du alle PCs selbst wieder "reparieren" und die Arbeitszeit kannst du dir in die Haare schmieren.
"Hatten wir schon". Fehler auf nem FSC-Board in Verbindung mit PS/2. Kamen Techniker vom Hersteller und haben alle Boards getauscht. Wenn du das selbst machen darfst, dann viel Spaß. Und erzähl mir jetzt nicht, dass das bei deinen tollen Consumer-Boards, die du gar nicht selbst verkaufst, nicht auftreten könnte.
Wie kann man sich den groß mit nem Systemanbieter verwerfen? Notfalls könntest du das Zeug auch im Internet bestellen....
Große Bereitschaft würde ich jetzt nicht sagen. Es gibt genug Firmen, die Notebooks mit Spiegeldisplay oder Klavierlack-Plastik-Monitore haben. Oftmals einfach, weil sie billig kaufen wollen.