Wie sehen eure Datenschutz-/Privacy-Konzepte aus?

Ist Dir deine persönliche digitale Privacy / Datenschutz im digitalen Raum wichtig?

  • Ja, sogar sehr & ich habe alles für mich optimal angepasst

    Stimmen: 15 22,1%
  • Ja, es ist aber noch ausbaufähig

    Stimmen: 35 51,5%
  • Nein / Das Thema interessiert mich nicht

    Stimmen: 10 14,7%
  • Ich würde gerne, habe aber nicht die Zeit/Skill um mich darum wirklich zu kümmern

    Stimmen: 3 4,4%
  • Pssst, kann nicht schreiben, das CIA überwacht mich gerade

    Stimmen: 9 13,2%

  • Umfrageteilnehmer
    68

bart1983

Captain
Registriert
Apr. 2008
Beiträge
3.096
Mit Sorge verfolge ich die Tendenz vieler Regierungen und auch der globale Unternehmen immer weiter ihre Überwachungs- und Datensammlungsmethoden auszubauen. Die Chatkontrolle war nur das Bekannteste was in den letzten Tagen in aller Munde war.
Nach meiner Auffassung war früher das Thema Privacy/Datenschutz deutlich prominenter, obwohl es Heute deutlich wichtiger ist.

Und ich frage mich mittlerweile warum das so ist.
Zum Beispiel sind LLMs eine wahrer Datenerfassungs-Schatz.
Denn mit den personalisierten Daten aus - sagen wir mal 2 Jahren Interaktion - kann man ein perfektes Persönlichkeitprofil eines Menschen erstellen.
Mit all seinen Ängsten/Schwächen/Krankheiten/Zielen/politischen Anschauungen/Hobbys/Problemen im Leben/Familienbeziehungen die ein unbedarfter Mensch in eine LLM eingibt. Auswert- und Filterbar innerhalb von Millisekunden.

Das sind Möglichkeiten die zB. in einem autokratischen Systemen unbezahlbar sind. Die Geschichte zeigt immer wieder,
dass Unternehmen nur Opportunisten sind, die bereit sind sich im Dienste der Behörden/Regierungen zu stellen, wenn es angeordnet wird. Auch verbrecherischen.
Diese sensiblen Daten wären also mit Sicherheit schneller in der Hand der Herrschenden als man "Datenschutz" sagen könnte. Damit könnte man zB. auch sher leicht "zu kritische Frager" herauszufiltern.

Mein Konzept ist ehrlich gesagt noch recht dürftig, weil ich zu lange selbst nach dem Gedanken "Ich habe ja Nichts zu verbergen" nachgehangen bin. Möchte nun aber mehr machen.
Das Konzept das ich anwende besteht eigentlich aus pihole (seit 5 jahren mit ca. 1,6mio Domänen), DoT DNS Anfragen & Fedora/Debian. Mehr aber auch nicht.

Es geht mir hier nicht darum eine "Staatsfeind Nr1" Szenario aufzubauen, sondern nur eure Konzepte zu hören (sollte ihr natürlich welche haben) um selbst etwas zu lernen und ggf. selbst noch Anpassungungen vorzunehmen um im Zeitalter der Datensammlung zumindest etwas persönliche Freiheit zu bewahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: K3ks und madmax2010
Seit meinem ersten Android Handy, Android mit custom Rom ohne Google Dienste.
Für mich selbst, Google freies browser, scripte aus externen Quellen werden geblockt.
Nur selbst betriebene Dienst und lebenslanges meiden von Daten kraken

Andererseits reicht es heutzutage die IMU von handies 5 Minuten mitzuschneiden um Personen eindeutig zu identifizieren. Auch wenn sie ein fremdes Handy in der Hand haben.

Um veranlagte Krankheiten zu identifizieren reicht ein sehr niedrig aufgelöstes Foto und die kids machen tiktoks auf jeder Zugfahrt.

Ich stimme dir zu und mansollte dstensparsam Leben, aber wir haben eh verloren
Es bringt nichts mehr
Data science und teils sehr kleine MLPs haben gewonnen (:



Trotzdem.
Auch heute noch betreibe ich mehr Kram den je selbst und halte das Handy Google frei.
Home assistant ist auch eine Wohltat
Inzwischen ist es eher best effort, als die tiefe Beschäftigung mit dem Thema, die ich als teenager hatte. Oft schützt hier der Gesetzgeber besser, als in anderen Regionen der Welt
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Wakasa und K3ks
Ich habe und hatte noch nie Facebook, Instagram, Pinterest, Whatsapp, Telegram und was es alles sonst noch gibt. Mein Mobiltelefon liegt normal daheim, weil ich das eh nur mitnehme, wenn ich weiter fahre, falls ich eine Panne habe.

Nachtrag: Alexa, SmartHome etc habe ich auch alles nicht. Auch kein PayBack, Kontaktloses Zahlen usw.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: aluis, K3ks und madmax2010
Als erstes solltest du die einfachsten Dinge in deinem Haushalt beäugen. Hast du z.B. Alexa, Google home, Apple Home Pod, etc. zuhause, würde ich die als erstes rauswerfen.

Wer wirklich glaubt, das die Teile nur bei ihrem jeweiligen Startwort zuhören, ist verloren. Hatte es bei einer Bekannten, wo wir öfter schon dann aus der Ecke eine Antwort von Alexa hörten, obwohl sie nicht angesprochen wurde und auch kein vergleichbares Wort fiel.

Dann die Berechtigungen deiner Handyapps angucken. Wozu bräuchte z.B. eine Wetter oder Wecker App Zugriff auf die Fotos oder die Kontakte?

So gut wie kaum was per Online bestellen, sondern in lokalen Geschäften kaufen. Payback solltest du auch nicht nutzen. So vermeidest du zumindest etwas, daß ein Verbraucherprofil von dir erstellt wird. Auch keine Medikamente per Onlineapotheken.

Was man auch nicht unterschätzen darf: wie konsumiert man welche Medien. Die ganzen Plattformen sind Meister mit ihren Algorithmen. Und erstellen dann ein schönes Nutzerprofil auf dem Wege.

Bei mir im Haushalt wird es schwerer da eine Linie hinzubekommen. Meine Freundin nutzt inzwischen auch TikTok, weil ihre Nichten und Neffen da auch unterwegs sind. Ich halte von der Plattform nichts. Ist Dreck in meinen Augen. Auf Amazon bestellen wir nur Dinge, die wir im Ladenlokal hier in Bonn nicht bekommen oder es per Importfirma zu teuer würde (z.B. Kimbo Espresso Napoletano Pads ). Medikamente holen wir nur in lokalen Apotheken.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: K3ks und madmax2010
madmax2010 schrieb:
Um veranlagte Krankheiten zu identifizieren reicht ein sehr niedrig aufgelöstes Foto und die kids machen tiktoks auf jeder Zugfahrt.
Es ist erschreckend wieviel Videos Daten abgreifen. "Dein Geburtsmonat ist dieses Haus/Auto/Gefühl" oder "jetzt mal ehrlich, was macht ihr in folgender Situation".
Lad hier ein Foto hoch und verändere es, KI passt an, KI schneidet, KI macht alles besser. Das ist nur die Spitze, weiß der Geier was passiv und nebenbei passiert.

Die Essenz aus alle dem. Einer meiner Besten nennt mich manchmal "Datenschutz Ingo" wenn ich ihm erkläre was er potenziell an Daten preisgegeben hat. ich heisse nicht mal Ingo....
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: madmax2010
Ne, ist mir nicht soo wichtig. Schmeiße aber auch nicht mit meinen Daten um mich.
Generell habe ich einfach keine Lust mich groß damit zu beschäftigen, da ich weiß, wenn ich einmal mit sowas anfange, nicht weiß wo ich aufhören soll und mich das nur verrückt machen würde.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Gsonz
Ich veröffentliche schon immer nur möglichst wenige Daten von mir im Internetz, das hab ich schon zu Mailbox- und Usenet-Zeiten so gehalten und halte es auch heute noch so. Cloudspeicher hab ich so einige, aber die sind schon immer einfach nur leer. Datensparsamkeit im Zusammenhang mit meinen Onlineaktivitäten war bei mir ohnehin schon immer oberstes Gebot.

Ausserdem hab ich in den letzten Jahren meine Onlineaktivitäten generell deutlich zurückgefahren. KI Tools benutze ich so gut wie gar nicht und mein PC ist seit Februar komplett MSfrei.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: madmax2010
Das Problem ist, dass es keine eine Lösung gibt, die digitale Angriffsfläche ist grundsätzlich größer als selbst viele versierte User denken. Im Browser ist ein Adblocker und Cookieblocker ein Anfang. Ein (auf Privay bedachter) VPN+pihole sind gut, schützen dich aber z.b. immer noch nicht vor Fingerprinting über den Browser (in Firefox: about:config und dort resistFingerprinting auf true setzen; geht mobile aber nur mit Firefox Nightly). Und es kommen ständig neue Sachen dazu, wie zuletzt bspw. diese GDID-Geschichte von Microsoft.
 
TorenAltair schrieb:
Nachtrag: Alexa, SmartHome etc habe ich auch alles nicht.
Wir kriegen euch alle......;) primitive bis "existente" Gründe:

1. AVM Heizköperthermostate bewegen die Ventile in Abständen automatisch (Nach Ventilaustausch für 500€)
2. Bankgeschäfte nur nach biometrischer Abgleich übers Smartphone. (keine Filiale in Nähe)

Übrigens: Deine Skepsis gegenüber dem System ist HIER gespeichert... :D
 
Die Auswirkungen meiner inzwischen schon Jahrzehnte andauernden Datensparsamkeit sehe ich auch praktisch. Ich bekomme kaum E-Mail Spam oder Scam, ausser dem, der ohnehin automatisiert mit dem Füllhorn auf bestimmte Domains ausgeschüttet wird. Auch beim Telefon Spam oder Scam hab ich nur wenig zu verzeichnen, hier schlägt auch nur das auf, was automatisiert Nummernbereiche abtelefoniert und ohnehin unvermeidbar ist.

Alexa und Co kommen mir nicht ins Haus, ich kann meine Geräte auch manuell bedienen.

Das Smartphone ist zwar immer dabei, wird sich aber nicht ständig vors Gesicht gehalten. Meine Frau und ich können über Stunden durch unbekannte Gefilde stiefeln, ohne auch nur einmal das Smartphone in die Hand nehmen zu müssen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: madmax2010
Hans133 schrieb:
Deine Skepsis gegenüber dem System
Naja ich brauch das alles nicht. Auch kein Netflix, Prime, Spotify und was es noch alles da gibt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: madmax2010 und areiland
@TorenAltair
Prime haben wir, vor allem wegen der Versandkosten, aber den Rest haben wir uns geschenkt - wir können ja ohnehin nicht 24/7 in die Glotze schauen. Wegen der 2 Stunden abends lege ich mir keinen ganzen Katalog an Streaminganbietern zu, die alle Kohle wollen.
 
Ich schau Abends Vorlesungen englischsprachiger Unis zum Abschalten. Ist kostenfrei.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: madmax2010 und areiland
@TorenAltair
OK, das ist ein Wort! Ich hab mir früher, also wirklich sehr viel früher, oft Vorlesungstexte als pdf heruntergeladen und bin die durchgegangen.
 
Ich schmeisse auch nicht so einfach mit meinen Daten um mich. Ich mache bspw. absolut keine Gewinnspiele, egal ob Lokal an einem Event noch Online.

Aber ich muss schon sagen, dass ich in der Digitalen Welt dann doch schon "Vernetzt" bin.

Angefangen bei einem Google Handy, ein Pixel. Aber da nutze ich nur die nötigsten Apps und schaue immer in die Berechtigungen.
Einen Mailserver habe ich seit Jahren. Kontakte und Kalender noch bei Google, hier will ich aber mit Baikal eine ablösung schafen.

Google Fotos will ich auch ablösen mit Immich.

Ein eigenes NAS ist seit Jahren im Einsatz (Synology DS418+). Dort läuft Adguard Home, Firefox regelt den Rest.
Sozial Media habe ich nahe zu auf 0 gefahren. Habe zwar noch einen Instagram Account, aber das mehr Passiv. Und wenn ich Instagram mal nutze wird das ganze in Firefox geöffnet.

Google Home Lautsprecher habe ich auch noch sowie eine Smarte Lampe...

Auf dem PC nutze ich aber mittlerweile Fedora und bin komplett weg von Microsoft Diensten, ausser Minecraft.

Ich könnte sicher einiges besser machen im Vergleich zu meinen Beiträgen der Kollegen hier.

Aber ein Stückweit ist es halt auch der Komfort. Den Kalender teile ich bspw. noch mit jemand anderem, deshalb Google. Die Google Home Geräte habe ich seit vielen Jahren und noch keine Alternative gefunden.

Ich versuche mich auch mit Lokalen LLMs, nutze aber Zeitweise gerne mal ChatGPT/Gemini um was zu Recherchieren oder für einfache Programmiersachen. Prüfe aber auch immer alle Quellen.

Ich denke die Mischung macht es, aber ich bin auch auf der Seite das wir uns von den ganzen Big-Tech Unternehmen immer mehr Lösen sollten, aber das ist ein Prozess.
Aktuell mache ich sowiso nicht mehr so viel mit meinem PC/Handy und bin viel Draussen und Schraube an meinem Auto. Der rest der Zeit soll die Technik einfach Funktionieren. Aber Ziel ist es, dass ich so gut es geht alles Lokal laufen lassen kann.
Daten sind bei mir schon lange auf meinem NAS, einzig ein Verschlüsseltes Backup zu Google Drive ist eingerichtet, bezüglich dem Backup Konzept.
 
Hans133 schrieb:
Sorry, das meinte ich...
Eher nicht, denn ich fahre meine online Aktivitäten ja ohnehin zurück. Mich hat das Internetz mit seinen Verlockungen definitiv verloren. Es gibt inzwischen zuviel Hass, Hetze und Mobbing in diesem Internetz.
 
areiland schrieb:
Es gibt inzwischen zuviel Hass, Hetze und Mobbing
...überbewertet ! Was zählt so was im echten Leben !!!
 
Bei CCC gab es mal einen Beitrag von David Kriesel in dem er zeigt, was man aus Massen von Daten anstellen kann.
Die großen Datensammler machen das im großen Stil im Hintergrund.


Man sollte nach Alternativen schauen. In verschiedenen Belangen.
Digital Independence Day
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben