Wie sehen eure Datenschutz-/Privacy-Konzepte aus?

Ist Dir deine persönliche digitale Privacy / Datenschutz im digitalen Raum wichtig?

  • Ja, sogar sehr & ich habe alles für mich optimal angepasst

    Stimmen: 24 19,7%
  • Ja, es ist aber noch ausbaufähig

    Stimmen: 69 56,6%
  • Nein / Das Thema interessiert mich nicht

    Stimmen: 13 10,7%
  • Ich würde gerne, habe aber nicht die Zeit/Skill um mich darum wirklich zu kümmern

    Stimmen: 9 7,4%
  • Pssst, kann nicht schreiben, das CIA überwacht mich gerade

    Stimmen: 15 12,3%

  • Umfrageteilnehmer
    122
foofoobar schrieb:
Einigen Leuten ist nicht klar das Whatsapp zu Facebook/Meta gehört, diese Information erzeugt durchaus etwas nachdenken.
Das reicht nicht um 100 Leute zu einem alternativen Messenger zu bewegen. Whatsapp hat für die Mehrheit der Bevölkerung die Nische ausgefüllt und bedient den Bedarf komplett.
Ich kann alles tun, was mich betrifft, aber nicht alle anderen Menschen ändern. Verzichte ich auf Whatsapp isoliere ich mich sozial. Da liegt meine Priorität auf den sozialen Kontakt, obwohl mir das Thema durchaus bewusst ist.
 
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@foofoobar Tun sie nicht. Keiner zwingt mich Whatsapp zu nutzen, genauso kann ich sie nicht zwingen Threema, Signal oder Co nutzen.
Ich kann für mich entscheiden, kein Whatsapp zu nutzen, was bedeutet, dass ich mich sozial isoliere. Das ist meine Entscheidung mit eben diesem Pro und Contra. Ich für mich entscheide mich da für Whatsapp.
Wenn du das nicht tust, ist das dein gutes Recht.

Ich nutze auch weiterhin Google Pay und Paypal, einfach weil das heute verbreitet und bequem ist, obwohl auch diese beiden Methoden der Bezahlung Datenkraken füttern.
Ich brauche für mich nicht 100% Schutz vor Datenkraken. Ich kann durchaus für mich eine Lösung finden, die vielleicht nur 80 oder 90% der Datenkrake trennt.
Wenn du 100% haben willst, tu das. Das heißt nicht, dass es für mich auch gelten muß.
 
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@SavageSkull
Da bin ich bei Dir! Ich habs auch versucht, von meinen ganzen Whatsapp Kontakten waren gerade mal drei bereit auf Threema umzusteigen. Alle anderen waren dazu nicht bereit. Also fiel das Thema flach, weil wir uns ebenfalls sozial isoliert hätten.
 
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@nurmalsoamrande
Vor was ich meine Privatsphäre schützen will? Eigentlich vor Jedem der dies zu seinem Vorteil ausnutzen kann.
Unternehmen & Staaten/Regierungen haben dabei aber unterschiedliche Interessen.

  • Unternehmen wollen meine Daten zu Geld machen bzw. ihre Kunden kategorisieren um am Ende mehr Geld zu machen oder ihren Marktstatus zu verbessern.
  • Viele Regierungen/Herrscher wollen Daten um Bürger/Untertanen zu überwachen & Gefahren für die eigene Macht (egal ob legitim oder nicht) zu unterbinden. Zumindest zeigt das die bisherige Geschichte und ich würde sagen auch das aktuelle Handeln in der Politik recht gut.

Auch wenn ich Beides nicht gut finde und auch nicht will, habe ich - als Gegner von Etatismus & Bevormundung - mit einem der Beiden deutlich mehr Probleme.
 
Hut ab was einige für einen Aufwand betreiben.
Das größte Problem dabei ist aber die Masse. Die Menscheit ist in den letzten 20-30 Jahren dazu verführt worden immer bequemer zu sein. Bestes beispiel AGB´s. Du kannst da jeden Müll reinschreiben. Niemand wird sich die Mühe machen sowas zu lesen. Und jetzt selbst im Zeitalter von KI, die wenigsten kommen auf die Idee zu sagen "Hey Gemini, fass mal die AGB´s zusammen und prüfe ob es da abweichungen gibt".

In meiner Ausbildung hat mein Vorgesetzter mir immer eine Sache gesagt wenn die Situation brenzlig wurde. "Junge, was ist die Erste Bürgerpflicht? Genau, Ruhe bewahren"
Wenn ich das jetzt mal hochspinne zu heute, im Grunde brauchen wir wieder ein gemeinschaftliches Wissen, training. Man muss sich verlassen können, auf Mann und Material. Bitte interpretiert da keine politische scheisse rein. Es geht um den Schutz der Bürger. Das ist nicht Links, nicht rechts und auch nicht konservativ oder neoliberal.
 
Da bin ich bei Dir! Ich habs auch versucht, von meinen ganzen Whatsapp Kontakten waren gerade mal drei bereit auf Threema umzusteigen. Alle anderen waren dazu nicht bereit. Also fiel das Thema flach, weil wir uns ebenfalls sozial isoliert hätten.
Da kann man schön sehen wie dich der Zuckerberg an den Eiern hat.

Komisch nur das dies keinen Widerstand erzeugt, so nach dem Motto: "Jetzt erst recht, du dumme Sau"
Warum funktioniert das bei Wärmepumpen und E-Autos aber nicht beim Zuckerberg?
 
foofoobar schrieb:
Warum funktioniert das bei Wärmepumpen und E-Autos aber nicht beim Zuckerberg?
Weil nur diese Menschen dagegen etwas haben, die diese nicht haben - und die Presse, Politiker tragen dazu bei.Wenn von Zwang, Quoten gesprochen wird..

Dann, das eine kostet Geld- das andere nicht.Daten sind den meisten egal, Geld nicht. Warum sollten alle wegen einem
ZB zu threema gehen, wen. Sie für die restlichen 98% auch noch WA brauchen..

Dadurch würden zb keine Gruppen gehen - falls gewollt, usw.


Btt

Ein IT-Security Kollege nutzt für jede online Bestellung etc. eine eigene geklonte VM - bezahlt wird mit Gutscheinen die mit Bargeld gekauft werden. Gesendet wird das mit Einverständnis an die Eltern xD

Ich habe ihm darauf in QuobesOS oder Kasm empfohlen, wenn er sich einen eigenen Homeserver anschafft.
 
Wakasa schrieb:
In meiner Ausbildung hat mein Vorgesetzter mir immer eine Sache gesagt wenn die Situation brenzlig wurde. "Junge, was ist die Erste Bürgerpflicht? Genau, Ruhe bewahren"

Das ist ein guter Ratschlag für so ziemlich alles. Erstmal Ruhe bewahren und sich die Sache genau anschauen, was man denn machen kann.

Für mich und mein Umfeld sieht es so aus:

Meine Familie werde ich im Lebtag nicht mehr dazu bekommen, auf Googledienste, Facebook und Co. zu verzichten. Da meine Familie meine Email, meine Geburtsdatum, meine Adresse, meine Telefonnummer und Fotos von mir auf ihrem Gerät gespeichert haben in den Kontakten, da müssen die meisten Leute im Grunde damit Leben, dass ziemlich akkurate Schattenprofile von ihnen existieren. Dagegen machen kannst du eigentlich nur etwas, wenn du von der Bildfläche verschwindest und alle Brücken hinter dir abbrichst. Die Frage ist ob du das willst, dass du nie wieder mit deinen Eltern/Großeltern redest und ihnen auch nicht verrätst, wo du wohnst.

Von daher ist das, was man sinnvoll machen kann, das Schattenprofil möglichst nicht mit Interessen und Verhaltensdaten zu füttern oder ausbauen.

Wenn du kannst, verwende ein Linux deiner Wahl. Aber auchte auch bei Linux darauf, nur weil eine App vielelicht FOSS ist, bedeutet das nicht, dass diese nicht trotzdem genauso eine Datenschleuder sein kann wie jede kommerzielle App. Auch eine FOSS-App kann per Api in proprietären Systemen Anfragen stellen, die Rückschlüsse auf dich ziehen lassen.

Grundsätzlich sind trotz allem FOSS-Apps anderen Dingen vorzuziehen, wenn sie deinen Bedürfnisse genügen. Wie gesagt, wenn du mit Photoshop dein Geld verdienst, dann kommst du an Windows oder Mac nicht vorbei. Ebenso gibt es eine Menge berufsspezifischer Software, da macht man einfach keine Experimente, ob es nicht vielelicht laufen könnte. Das ist ja auch der Grund, warum man im beruflichen Umfeld ein Systemhaus beschäftigt, dass sich mit deinen PC-Problemen auseinandersetzt und nicht du selber.

Edge, Safari, Chrome, Opera und Firefox stehen bei mir auf der schwarzen Schnüffelliste, ich nutze nur Derivate davon (Helium, Brave und Librewolf).

Ich nutze einen Passwortmanager, der auch meine Passwörter per Generator maximal komplex generiert hat. Ich kenne mittlerweile kein einziges meiner Passwörter mehr mit Ausnahme meines Masterpassworts.

Ansonsten habe ich ganz massiv meine Konten ausgemistet. Alles, was nicht wirklich brauche, habe ich auch tatsächlich gelöscht, Konten, die ich nutze, habe ich, soweit es geht, abgeschlossen insbesondere mein Google und mein MS-Konto, da man mit diesen Konten die Anmeldung an anderen Konten triggern könnte (Login mit XXX).

Ansonsten, Dinge bei Amazon suchen und Dinge bei Amazon kaufen sind zwei paar Schuhe bei mir. Die laufen in getrennten Sessions auf getrennten Profilen in unterschiedlichen Browsern. Wenn ich mich bei Amazon einlogge, dann immer in einem frischen Fenster, in dem kein Links und rechts, kein villeicht interessiert sie auch oder sonst was geklickt wird, es werden nur die angebotsnummern direkt aus dem anderen Browser eingegeben, zum Warenkorb hinzugefügt und direkt gekauft und wieder ausgeloggt. Im wesentlichen dürften sich von meinen Käufen auch keine großartigen Suchmuster ableiten lassen.

Graphen OS ist für mich persönlich keine Lösung, wegen diverser Apps bin ich leider auf die Google Dienste angewiesen, aber ansonsten versuche ich alles so zu verwenden, dass es unter meiner Kontrolle ist. Social Media ist bei mir eher wengen meiner generelen Haltung "Warum sollte ich Fotos für wildfremde Menschen von meinem Mittagessen machen?".
 
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warum Datenschutz auch in der EU wichtig ist:
1784721790564.png
 
DefinitivEinBot schrieb:
Wo es geht, nutzte ich die Web Variante einer Seite. Amazon, Insta, etc
Du merkst es selbst? ;)
 
Ich folge dem Prinzip der Datensparsamkeit.
Wenn ich mehr Daten angeben muss, als ich möchte, verzichte ich oder gebe falsche Daten an.

Ich wohne übrigens in Liechtenstein und bin 73.
 
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SavageSkull schrieb:
Verzichte ich auf Whatsapp isoliere ich mich sozial. Da liegt meine Priorität auf den sozialen Kontakt, obwohl mir das Thema durchaus bewusst ist.
Jeder, der Kinder mit Kita, Schule hat, jeder der einem Verein ist, im Beruf in seinem Team usw., hat gar keine andere Wahl, wenn diese nur WA nutzen. Daher ist so eine Forderung, dann darauf zu berichten, einfach nur illusorisch. Per E-Mails kommuniziert heute kaum einer noch, und es gibt nun mal keine Extrawurst für Ablehner. Ausgeschlossen zu sein, besonders wenn dort auch wichtige Infos mitgeteilt werden, sehe ich nicht als Alternative.
Ergänzung ()

h00bi schrieb:
Ich folge dem Prinzip der Datensparsamkeit.
Wenn ich mehr Daten angeben muss, als ich möchte, verzichte ich oder gebe falsche Daten an.

Ich wohne übrigens in Liechtenstein und bin 73.
Du bist in diesem Alter als Datenquelle eh kaum noch interessant, außer vielleicht für die Pharmaindustrie.😜
 
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TorenAltair schrieb:
Du merkst es selbst? ;)
Nö? Die Zeiten, wo ich etwas gemerkt habe, sind lange vorbei.

Was soll denn an der Webvariante von Insta oder Amazon schlecht sein? Wenn ich am Smartphone eines dieser Seiten nutzen muss, werden die wohl kaum aus dem Browser ausbrechen können, wenn dem alle Sensoren abgedreht wurden sind. In GrapheneOS ist alles viel mehr angeschottet von einander.
Eine native Android App hat immer Zugriff auf diverse APIs (Zwischenablage, Bewegung- & Orientierung, Biometrie, etc).
 
DefinitivEinBot schrieb:
Was soll denn an der Webvariante von Insta
Du gibst denen freiwillig Deine Daten für einen Dienst bei dem ich keinerlei (Mehr-)Wert erkennen kann. Amazon, ok, da kannst Du Produkte kaufen, die Du vielleicht brauchst, wie Kleidung. Instagram und Co haben doch keinerlei Nutzen.
 
Zuletzt bearbeitet: (Typo)
TorenAltair schrieb:
Du gibst deinen freiwillig Deine Daten für einen Dienst bei dem ich keinerlei (Mehr-)Wert erkennen kann.
Genau da liegt der Fehler. Nur weil du keinen Mehrwert davon hast, heißt es nicht, das es jede andere Person auch so sieht.

Ich bestelle bei Amazon vielleicht 3x was pro Jahr. Prime habe ich schon vor Jahren gekündigt. Alexa und so Kram hatte ich nie. Sonst Einzelhandel oder europäische Shops.

Insta nutze ich nur super selten. Deswegen auch die Webvariante. Da kommt man nicht erst in die Versuchung schnell mal die App zu öffnen. Aber irgendwie muss ich mit Bands die ich mag, in Kontakt bleiben, um Termine von Touren und so Kram zu erfahren. Für etwas anderes nutze ich Insta praktisch nicht mehr.

Es muss jeder seinen eigenen Weg finden und schauen, wie er Datenschutz und Privacy
handhabt.
 
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Da mir Datenschutz schon wichtig ist, ist mein Konzept doch etwas aufwendiger. Natürlich nicht perfekt, aber doch auf relativ hohe Datensparsamkeit ausgelegt. Größter Schwachpunkt bzgl. Datenschutz ist bei mir wohl immer noch die Nutzung von Windows. Aber damit kenn ich mich recht gut aus und kann hier manuell o. mit entsprechenden Tools die Telemetriesammlung/-übertragung einschränken.

Zu meinen technischen Konzepten gehört:
  • Hardware-Firewall mit aktivierter DNS-Firewall, Webproxy/URL-Filter (Filterregeln für diverse MS-Endpoints), IPS, Nutzung von mehreren, Nicht-Big-Tech DNS-Resolvern über DNS-over-TLS, Internet-Blockregel für meinen LG-TV (hängt nur im Netzwerk für DLNA-Medienzugriff)
  • Windows betrieben mit lokalem Konto, sehr hohen Datenschutzsettings (manuell eingestellt oder nachgeholfen mit W10Privacy), weitestgehend deaktivierten o. gar deinstallierten Apps, aufgeräumten Autostart, deaktivierten automatischen Windows-Updates (werden manuell installiert)
  • Firefox als datenschutzfreundlicherer Standard-Browser mit entsprechend deaktivierter Telemetrie bzw. passenden Datenschutzeinstellungen und Trackingschutz, Nutzung v. uBlock Origin, Löschen der Browserdaten nach dem Schließen, Nutzung des privaten Modus bzw. von Account-Containern für den Login in größere Big-Tech-Webseiten/-Plattformen (z.B. Amazon, Google, Microsoft etc.), Online-Banking o. Administrationsoberflächen. Ich bin pro Browsersitzung nie dauerhaft bei großen Big-Tech Plattformen angemeldet. Ich bin über Browsersitzungen hinweg nie dauerhaft irgendwo angemeldet.
  • Nutzung v. Thunderbird und LibreOffice
  • Pixel 7 betrieben mit CalyxOS und stark reduzierter, entpersonalisierter Googlenutzung (Aurora-Store mit anonymen Konto), wo immer möglich Nutzung v. FDroid als Appstore, keine gespeicherte Kontoanmeldung von irgendeinem Big-Tech Unternehmen
  • Nutzung einer selfhosted Nextcloud für diverse Syncs (Keepass DB, Kalender, Kontakte, Aufgaben, Lesezeichen)

Zu meinen grundätzlichen Konzepten gehört:
  • wo immer möglich und sinnvoll, Gastkonto-Nutzung
  • bei der Registrierung neuer Konten nur die notwendigsten Angaben, Nutzung v. Email-Aliasen wo es angebracht ist
  • Vermeidung von Konten-Registrierungen mit zu vielen personenbezogenen Daten (z.B. Ausweiskopie, Lichtbild, Biometrie etc.) - Dienste solcher Plattformen können dann nicht genutzt werden
  • Meidung bestimmter Webseiten und "Bubbles" wie z.B. Crypto-Coins, Glücksspiel, Wetten etc.
  • außer ein YT- und Twitchkonto keinerlei sonstige Social-Mediakonten (oder zählen Foren dazu?)
  • die immer wieder mal aufkommende Frage nach der Nutzung von Whatsapp wird dankend abgelehnt.
  • Vermeidung von Cloud-only gesteuerten o. gar verdongelten Produkten (z.B. auch sprachgesteuerten Geräten wie Alexa)
  • wo immer möglich Bevorzugung von lokalen Diensten/Zugriffsmöglichkeiten gegenüber Cloudvarianten

Wahrscheinlich hab ich noch einiges vergessen, aber das solls erstmal von mir hier gewesen sein.
 
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Schön, dass das Thema besprochen wird. Ich finde die bisherigen Einblicke richtig cool.

Hier meine 2 Cents:

Grundsätzlich unterscheide ich zwei Fälle. Einmal das wirtschaftliche und einmal das staatliche. Bei beiden wird sehr intensiv finanziell daran gearbeitet so viele Daten wie möglich zu bekommen. Wie @nutrix dabei schon richtig anmerkte, kann so was durchaus nützlich sein, sei es eine vollständige Patientakte oder auch Produktverbesserungen. Soweit ich das aber beobachte, sind das die seltensten Fälle (Mir fällt da vordergründig Spieleentwicklung ein, bei dem es mir positiv aufgefallen ist). Der Großteil ist zum Nachteil/Ausnutzen der Leute ausgelegt. Gegen das staatliche Datensammeln wird man sich nur sehr schwer schützen können. Das sieht man beim Staatstrojaner oder die Erlebnisse des Chefanklägers des internationalen Gerichtshof. Und weil ich Werbung wie die Pest hasse, war für mich klar, ich möchte mich soweit es geht vor dem wirtschaftlichen Datensammeln schützen, sowie die agressive Werbung einhegen. Deswegen nutze ich seit Jahren Firefox mit uBlock origin, uMatrix und NoScript. Das ganze dann noch mit nem PiHole erweitert und man ist zumindest gut vor Werbung gefeit. Zum Beginn meiner Studienzeit (#damals) kamen gerade Facebook, Whatsapp und Googlemail auf und ich war auch voll dabei. Zum Glück hab ich dem Tech-Bro Suck-it-berg relativ früh die Leine geschnitten, Fcebook- und Whatsapp-Account gelöscht und zu Signal gewechselt. Google bin ich aber bis heute noch nicht richtig los. Klar läuft der meiste E-Mail Verkehr über Posteo. Dennoch ist mir das ein Dorn im Auge, was ich hoffentlich bald in den Griff bekomme. Mit Windows muss ich mich noch hart auf der Arbeit rumärgern und mein Laptop ist auch noch davon betroffen. Desktop und auch der Spiele-Rechner meiner Freundin sind seit mehreren Jahren entweder auf Endeavour- oder CachyOS (Grüsse gehen raus an @ptr1337 ).

Deswegen hab ich mir für dieses Jahr vorgenommen, auch dank des Aufruf von Marc-Uwe Kling zum DID, so viele weitere Leinen wie möglich zu kappen. Laptop bekommt eh neue WLP und Pads, dann wird gleichzeitig dort Win ersetzt. Da ich nen Pixel hab, ist es ein leichtes GrapheneOS drauf zu bekommen. Erfahrung hab ich glücklicherweise schon damals mit meinem S4 mini und LineageOS gemacht. Was eine geile Kombo das gewesen ist. Dann hatte ich schon mal angefangen so viele Online-Accounts wie möglich die Posteo Adresse einzustellen. Das kann auch vervollständigt werden. Und ich denke das ist für mich schon mal genug zu tun für mich^^

Jetzt meine Frage an euch: Wenn ihr eure Online-Accounts löscht, macht ihr das ganz förmlich nach DSGVO mit der Aufforderung neben dem vollständigen Löschen auch alle Informationen und Weitergaben an andere einzufordern? Ich hatte das mal versucht, aber nie was zurückbekommen. Ich hatte auch schon von Anbieter mitbekommen, die das gegen eine Entgeltzahlung übernehmen. War mir da aber unsicher. Hat einer von euch das schon mal verwendet und Erfahrung gesammelt?

Grüsse
 
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nutrix schrieb:
Jeder, der Kinder mit Kita, Schule hat, jeder der einem Verein ist, im Beruf in seinem Team usw., hat gar keine andere Wahl, wenn diese nur WA nutzen. Daher ist so eine Forderung, dann darauf zu berichten, einfach nur illusorisch.
Wobei man ja mehrere Messenger nutzen kann.
Dann braucht man WhatsApp nur da nutzen, wo wirklich nötig.
Und den Rest macht man woanders.

So kann man ein Kompromiss finden zwischen Praktikabilität und Datenschutz.
Zudem kann man Überzeugungsarbeit leisten. Ja. Ist mühsam und auch nicht immer zielführend. Aber erstaunlich oft hat man sogar positive Resonanz.

Und selbst wenn man nicht überzeugen kann, schafft man durch Aufklärung zumindest ein gewisses Bewusstsein für Datenschutz zu wecken.

nutrix schrieb:
Per E-Mails kommuniziert heute kaum einer noch
Zumal ja eMails i.d.R. nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt sind und daher bezüglich Privacy im Zweifel noch schlechter sind.

[Bur4n] schrieb:
Der Großteil ist zum Nachteil/Ausnutzen der Leute ausgelegt.
Genau das ist das Ding, weshalb die sogenannte Digitalisierung oft negativ gesehen wird.
Und dann wird einem auch immer gleich Fortschrittsfeindlichkeit unterstellt.
 
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