Wie sehen eure Datenschutz-/Privacy-Konzepte aus?

Ist Dir deine persönliche digitale Privacy / Datenschutz im digitalen Raum wichtig?

  • Ja, sogar sehr & ich habe alles für mich optimal angepasst

    Stimmen: 24 19,0%
  • Ja, es ist aber noch ausbaufähig

    Stimmen: 71 56,3%
  • Nein / Das Thema interessiert mich nicht

    Stimmen: 13 10,3%
  • Ich würde gerne, habe aber nicht die Zeit/Skill um mich darum wirklich zu kümmern

    Stimmen: 10 7,9%
  • Pssst, kann nicht schreiben, das CIA überwacht mich gerade

    Stimmen: 16 12,7%

  • Umfrageteilnehmer
    126
Ja ist mir sehr wichtig aber bei mir definitiv noch ausbaufähig v.A an Handy/Tablet. Ich muss noch viel lernen, macht mir aber auch Spaß.

Am PC bin ich schon von Windows zu (90%) Linux gewechselt.

Ich habe vieles hier im Forum gelesen und vor kurzem einen sehr ansprechenden Kanal gefunden der es sowohl für Laie als auch für (weit) Fortgeschritte verständlich rüber bringt.

Wen es auch interessiert hier mal etwas von ihm um auf seinen Kanal aufmerksam zu werden:


Hier nochmal ein sehr gut zusammengefasstes Video zur aktuellen Entwicklung und was neben der bekannten Chatkontrolle noch alles auf uns zukommt:


Aufgrund der ganzen Geschehnisse und auch weil Big Tech uns so viele Daten absaugen will, habe ich vor einigen Monaten angefangen mich immer mehr damit zu befassen. Da es so extrem vielseitig ist und ich mich mit vielem nicht so gut auskenne, stehe ich leider noch ziemlich am Anfang. Zeit kommt auch oft noch dazu, sodass ich das alles nach und nach lerne/umsetze.

Bei Computern fällt mir das alles viel leichter, da ich schon mit 12 Jahren anfing (angefangen Windows 95).
Die Welt der Smartphones/Tablets kam bei mir erst 2025, davor bin ich noch mit einem Nokia Handy rumgelaufen mit Ausnahme eines damaligen Fire Tablet was ich aber nur für Videos im Urlaub genutzt habe (99% nur mit SD Karte und offline).

Meinen ersten Smart TV der auch auf Android basiert, habe ich auch erst in diesem Winter gekauft. Dort ist es mit dem Einstellen etwas schwierig, da ich dort aber 99% nur Netflix usw streame oder er mit meinem PC verbunden ist, wird das denke ich nicht so ein Problem sein. Youtube habe ich dort zwar auch drauf aber benutze es so selten weil es mit der Werbung dort zu sehr stört und ich schlecht uBlock installieren & deswegen extra einen Fire Stick o.Ä kaufen wäre für die alle 3-4 Monate mal paar Dokus schauen etwas Verschwendung von Geld.

Viele werden sicher schmunzeln das ich erst letztes Jahr mit all dem anfing. Ich hab mich sehr lange gegen all diese Sachen gewehrt und kam eigentlich auch so gut klar, da ich alles nur über PC gemacht habe und auch dort einen Nicht-Smart TV hatte der einfach über HDMI angeschlossen war um auch dort Filme usw zu gucken.

Für mich ist das alles also noch ziemliches Neuland aber wenn ich Zeit/Ruhe habe, dann macht mir das ganze Einrichten meistens sogar echt viel Spaß.

Ich weiß zwar das Android bzgl Datenschutz nicht so der Hammer ist aber TV/Handy usw auf GrapheneOS einzurichten ist mir (erstmal) noch zu hoch und ein kleines bisschen Komfort möchte ich dann doch haben vs wenn viele Apps dann nicht laufen.

Ziel ist es einfach eine gute Balance zwischen Komfort und Datenschutz zu finden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Doch einiges an interessanten Einwürfen bisher dabei. Super.

Es zeigt mir aber auch wieder, dass man - wenn man wirklich ernst machen wollte - einiges an Komfort verzichten müsste. Etwas was immer schwerer wird zu machen, da die Automatisierungen doch auch vorteile bringen.
Sind wir also im Grunde nicht schon in Huxleys "Schöne neue Welt"? In einer Welt in der die Menschen via Komfort konditioniert wurden/werden? Wo man freiwillig seine Privatsphäre aufgibt nur um die KI / Alexa nach Tipps für das Mittagessen zu fragen?

Und natürlich ein Kernpunkt ist auch die Familie. Wenn die nicht mitmachen will, dann ist man unweigerlich auch mit im Boot
Wie hier ein User schrieb:
Ltcrusher schrieb:
Bei mir im Haushalt wird es schwerer da eine Linie hinzubekommen. Meine Freundin nutzt inzwischen auch TikTok, weil ihre Nichten und Neffen da auch unterwegs sind.
Ein echter Knackpunkt. Man kann selbst so "Daten-Diszipliniert" sein wie man will, wenn Mitbweohner das nicht so sehen, dann ist es eben schwer BigTech wenig anzuvertrauen.


Dudde schrieb:
Meinen ersten Smart TV der auch auf Android basiert, habe ich auch erst in diesem Winter gekauft. Dort ist es mit dem Einstellen etwas schwierig, da ich dort aber 99% nur Netflix usw streame oder er mit meinem PC verbunden ist, wird das denke ich nicht so ein Problem sein.
Wenn ich mir das anschaue was der Smart-TV einer Mitbwohnerin alles an Daten versenden will und das obwohl bis auf Youtube auf diesem TV (mit vielen Apps) eigentlich sonst Nichts groß genutzt wird. zB. selbst wenn die NetflixApp nicht geöffnet ist, ist das schon irre. Okay, es ist ein properitäres OS & kein Android. Vielleicht ist es mit Android-TVs besser?

Hier mal ein Auszug was vom pihole alleine nur von dieses SmartTV weggeblockt wird.
1784690791558.png


Und selbst im Vergleich mit allen anderen Geräten her im HeimNetzwerk ist dieses Gerät das mit Abstand aktiviste.
Hier die Top4 Geräte in meinem Netzwerk deren Anfragen vom pihole geblockt wurden:
1784691402569.png

1) der besagte SmartTV
2) ist ein Linuxlaptop der 12 Stunden / Tag angeschaltet ist & als Arbeits-/Surf-/YT-Gerät verwendet wird.
3) ist ein Win11 Laptop der maximal 1 Stunde/Tag angeschaltet ist
4) ein Andoid13-Smartphone

Also zumindest für micht mit meinem Laienblick ist der Smart-TV das mit Abstand datenschutztechnisch gesehen bedenklichste Gerät.
Das Gerät ist übrigens in einem eigenen abgeschotteten Netzwerk, genau deswegen.
 
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Wen es interessiert, beim Kuketz Blog gibts dafür eine ganze Reihe https://www.kuketz-blog.de/tag/unplugbigtech/
Ich selber mache jetzt nicht ganz so viel. Außer Cookies immer rejecten, Scriptblocker, Adblocker und ähnlichem mach ich aktuell nichts.
Versuche aber auch möglichst viel für mich selber zu hosten. Auch wenn ich das dann nur zu Hause nutzen kann
 
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@foofoobar Leider ja, wenn Du die Masse der Artikel, die Qualität und die Rückgabemodalitäten betrachtest. Natürlich kann man immer wieder einiges direkt in anderen Shops kaufen. Bei Ebay ärgerst Du Dich eventuell mit Rückgaben rum, Ali und Co. sind nicht wirklich gute Alternativen.

@bart1983
Sorry, ich halte die Diskussion für nicht zielführend, weil hier nur US-Unternehmen und Co. betrachtet werden. Die interessieren doch zum großen Teil gar nicht, weil sie für rechtliche Handhaben in der EU nicht relevant sind.

Wenn Du in Deutschland bzw. EU bist, hast Du üblicherweise ein Konto, Du bist bei diversen Behörden gemeldet (Kindergeld, Sozialleistungen etc.), Du führst ein Fahrzeug, hast irgendwo eine Ausbildung gemacht, hast Qualitfikationspapiere wie Zeugnisse usw. Du hast Eigentum (Grundstück, Haus, etc.). Merkst Du was? 😉 Der Kampf ist verloren. Nur mal ein Beispiel: das Finanzamt und andere überwachen Kontobewegungen, gewisse Daten werden sofort an die Behörden weitergeleitet.
Sobald Du irgendwo in der EU gemeldet bist, bist Du nachvollziehbar für jede Behörde in der EU.

Die einzige Option wäre, auf der Straße zu leben. Daher halte ich die Diskussion hier für hinfällig, weil der Drops schon lange gelutscht ist.
 
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nutrix schrieb:
@foofoobar Leider ja, wenn Du die Masse der Artikel, die Qualität und die Rückgabemodalitäten betrachtest. Natürlich kann man immer wieder einiges direkt in anderen Shops kaufen. Bei Ebay ärgerst Du Dich eventuell mit Rückgaben rum, Ali und Co. sind nicht wirklich gute Alternativen.
Wenn einem die Rückgabemodalitäten wichtig sind sollte man besser sein Konsumverhalten überdenken, das erzeugt auch gleich weniger Daten die gesammelt werden können.
 
Das was mit den free / günstigen / "einfach" mit Alternativen Abdeckbar ist mach ich. Die meisten Clouddienste liegen lokal auf dem alten Mini PC, Mail seit 5 Jahren bei einem LifeTime Payment Anbieter. Graphene OS auf den Smartphones, eigene Mail/SMS Pushapp, Brave als Standardbrowser, E-Mail Aliase wo es geht, lokale Passwortmanager, eigene Scraper/KI Tools die für ein paar Minuten die 5090 aufwecken und Finanzen, News etc im Blick behalten.

Aber ich nutze halt auch Perplexity, Tidal, Exchange/Office/Google Accounts wo zB für Programmierung nicht verzichtbar und Windows, alte Android Tablets, Xbox, Gaming Handheld wo sinnvoll. Projekte wie Nextcloud sind meistens zu "clunky", was eigenes ist heutzutage relativ schnell aus diversen Gits nachprogrammiert bzw. aus den besten alternativen Zusammen gepanscht.

Die Privacy Welle wird aktuell halt auch von vielen Unternehmen geritten die für quelloffene Dienste gegen überproportionale Entlohnung verkaufen, viel Geld in Marketing stecken, ....

Eigentlich wärs hier mal die Aufgabe der EU "EuroHPC" und Infrastruktur günstig anzubieten damit wir das Grundrecht auf Privatsphäre auch wirklich allen Kunden zur Verfügung stellen können und unsere eigene Infrastruktur dafür aufbauen könnten. Aber gut der Zug ist im aktuellen Preisgefüge eh wieder abgefahren.
Leider ist es Vielerorts eben auch nur ein Marketingtool.
 
Bevor du überhaupt etwas anfängst:

Wovor willst du dich/deine Daten genau schützen? Das macht einen ganz gewaltigen Unterschied, welchen Aufwand du treiben willst/musst. Welche Kompromisse bist du bereit einzugehen?

Grundsätzlich ein guter Ansatz ist immer:

Kannst/Willst du auf Software verzichten, die zwingend einen Windows-PC oder einen MAC vorraussetzen? Wer ernsthaft mit AutoCAD arbeiten will, der braucht Windows. Wer mit Finalcut arbeiten Muss, der braucht einen Mac, da führt kein Weg dran vorbei.
Wenn du mit den Systemen arbeiten willst/musst, dann fang an, Telemetrie und Datenschutzeinstellungen aggressiv einzustellen. Vermeide aber irgendwelche ISOs oder dir unbekannte Scripte zum "optimieren" laufen zu lassen. Mach das, was du selber verstehst und wo du, wenn es schief läuft, selber zu in der Lage bist, es zurückzudrehen. Auch wenn viele über MS lachen mit den Updates, ok, verzögere sie, aber schalte sie nicht ab.
Tools wie RDP schalte sie ab, wenn du sie nicht brauchst. Du hast zu Hause kein NAS? Schalt SMB-Zugriffe ab. Oder schalte zumindest alte Versionen ab.

Nutze keine Apps und Dienste von Apple/Facebook/Google/Microsoft/Yahoo etc. Nutze stattdessen FOSS-Äquivalente. Diese sind in der Regel deutlich Dattenschutzfreundlicher, können in der Regel die Dinge die man braucht, man muss sich aber meistens um die Synchronisation selber kümmern.

Grundsätzlich wäre z.B. das generelle nicht Benutzen von Emails besser, lässt sich aber heutzutage kaum umsetzen, da eine Email für die meisten Dienste benötigt wird. Daher Nutze für unterschiedliche Dinge unterschiedliche EMail-Adressen. Isoliere deine Lebensbereiche vneinander. Ob du eine echte Email oder einfach nur ein Alias für eine bestehende Adresse nutzt ist dabei eigentlich egal.
Meiner Meinung nach macht es allerdings kaum Sinn, in das Rabbithole Verschlüsselung und Verschleiern von eigenen Infos zu machen. Du musst in der Natur der Sache mit anderen kommunizieren und da kannst du in der Regel davon ausgehen, bei dir auf deiner Seite mag zwar alles E2E-Verschlüsselt sein und du hast einen Anbieter mit Zero-Knowledge, schön. Geh aber davon aus, wenn du an eine Gmail-Adresse oder eine Firmen-/Behördenemailadresse eine Mail schickst, liest trotzdem wieder wer mit. Dann nicht an deinem Ende, sehr wohl aber am anderen Ende. Du kannst auch davon ausgehen, dass selbst wenn du nie einen Socialmedia Acount hattest, Meta kennt trotzdem deine Person und deine Telefonnummer über Schattenprofile, indirekt über Leute gesammelt, bei denen du in DEREN Telefonbuch (eventuell mit Geburtsdatum und Adresse) stehst.

Daher gehe einfach davon aus, Firmen wie Google und Meta kennen dich und dein soziales Netzwerk, selbst wenn du niemals Kontakt mit diesen Firmen hattest. Da wirst du schlicht nichts machen können, sofern du nicht auf eine einsame Insel ziehen willst. Was du machen kannst, wurde hier schon gesagt. Mach das Datensammeln so schwierig wie möglich indem du Tracker blockst. Nutze Helium oder Brave oder Librewolf als Browser, Nutze Passwortmanager. Gehe deine ganzen Acconts durch und aktiviere, soweit möglich, 2FA oder lösche das Konto am besten ganz (Oder wozu brauchst du noch das Kundenkonto, wo du dein Auto vor 10 Jahren versichert hattest, heute ganz wo anders versichert bist und auch sonst keine Police bei dieser Versicherung hast?) Oder Das Kundenkonto bei dem Onlinehändler, bei dem zu vor 5 Jahren einmal einen Mixer gekauft hast?).

Du kannst natürlich in das ganze Thema ala "TheHatedOne" extrem abdriften, aber bleibt die Frage: Bist du mitunter bereit dein soziales Umfeld aufzugeben? Weil das ist die letztendliche Konsequenz, wenn du auf der Geburtstagsfeier deines Kollegen bist und seine Frau will Fotos bei FB/Instagramm hochladen. Willst du konsequent sein, musst du tatsächlich mitunter auch Freunde und/oder sogar Familie aufgeben.

Von daher, Frage 1: Wovor willst du dich schützen, wo soll die Reise überhaupt hingehen? Es ist wie beim Sport. Du kannst einfach nur 1 mal die Woche ne halbe Stunde durch den Stadtpark laufen, um wenigstens ein Bißchen Bewegung zu habenwillst oder du kannst es mit Telemetrie optimieren um ein Marathonläufer zu werden. Wie gesagt.. wo soll die Reise hingehen? Vor WEM willst du dich schützen?
 
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Hans133 schrieb:
...überbewertet ! Was zählt so was im echten Leben !!!
Überbewertet? Man kann buchstäblich auf keiner Seite von Printmedien mehr in die Kommentarspalten reinsehen, ohne dass man dort mit Hass, Hetze und Desinformation gerade aus einem bestimmten weit ostwärts gelegenen Einflussbereich überschüttet wird. Dort ist es unübersehbar, wie systematisch versucht wird die öffentliche Meinung mit Lügen und Hetze zu beeinflussen. Auf social media ist es noch weitaus schlimmer. Das fing schon vor Corona an, hatte sich dort unübersehbar sehr stark gesteigert und seit dem 24.2.2022 dominiert die politische Desinformation sämtliche Kommentarspalten.

Und wenn man das regelmässig konsumiert, bleibt irgendwann auch was hängen - das sich dann auch auf das echte Leben auswirken kann.

Ich hab noch ein paar Accounts in diversen sozialen Netzwerken, weil die mir die Möglichkeit bieten z.B. auf einfachste Art und Weise mit den alten Kameraden aus meiner Bundeswehrzeit Kontakt zu halten und hab es mir dort von Anfang immer zur Regel gemacht, dass ich so gut wie keine Informationen über mich und meinen Werdegang bei der Bundeswehr veröffentliche. Ausser dem Verband in dem ich gedient habe, den Ort und Zeitraum meines Dienstes hab ich da nie mehr angegeben. Auch sonst gibts Informationen über mich nur in sehr homöopathischen Dosen. Genauso wie ich die Feeds höchstens mal mit Timelapseaufnahmen meiner 3D Drucker füttere.

Denn genau dort fängt es an mit der Datensparsamkeit und setzt sich eben über alles fort, was online läuft. Man muss nämlich beileibe nicht auf alles verzichten, sondern sollte einfach nur bewusst konsumieren und veröffentlichen. Denn die Datensammler setzen alles zu einem Bild zusammen, was sie über einen sammeln können.
 
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Bei mir wurde jedes Gerät auf Linux umgestellt. GrapheneOS auf dem Smartphone. Getrennte Profile, eins davon Googlefrei. Wo es geht, nutzte ich die Web Variante einer Seite. Amazon, Insta, etc. Der Rest an Apps ist auf die verschiedenen Profile verteilt. Denen werden alle unnötigen Rechte entzogen. Wo es geht und mir Sinvoll erscheint, wird FOSS genutzt.

Brave und Librewolf als Browser + VPN. Habe alle amerikanischen Dienste umgestellt auf EU. Heißt: alle Fotos, Kontakte und E-Mails liegen auf EU Servern.
 
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foofoobar schrieb:
Amazon ist alternativlos?
Für manche Sachen ja! Alternativ bliebe mir dann Alibaba oder einer der anderen vierzig Räuber. Und bestellt werden in der Regel Dinge, die ich eben im stationären Handel erst gar nicht bekommen kann. Und eines tue ich mit Sicherheit nicht, mir für alles immer neue Webshops zu suchen. Zu viel Betrugspotential.
 
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foofoobar schrieb:
Wenn einem die Rückgabemodalitäten wichtig sind sollte man besser sein Konsumverhalten überdenken
Man sollte eher das unreflektierte Antwortverhalten überdenken, wenn man keine Details kennt und gleich Unterstellungen macht.
Nachdem ich schon unliebsame und sehr negative Erfahrungen mit Händlern vor Ort machte, wenn die (hochpreisigen) Geräte im Bananenstadium waren und die versprochenen Features nicht funktionierten, habe ich mein Kaufverhalten eben angepasst. Bei Amazon muss ich mich dafür nicht groß rechtfertigen.

Nein, es nicht nicht darum, blinde Spontankäufe zu rechtfertigen, die man auf den Anbieter abwältzt. Meine Käufe sind stets überlegt und wohl ausführlich informiert. Es geht allein darum, das viele Hersteller leider weder über ein gescheites QS verfügen noch deren Hardware bzw. dazu gehörige Software ausgereift sind, wenn sie auf den Markt geworfen werden. Dazu kommt noch leider die traurige Tatsache, das viele Reviews ungenügend sind, weil sie viele Probleme oft verschweige oder nur oberflächlich getestet wird.
Die letzte Arie diesbezüglich hatte ich erst mit KVMs mit angeblicher 144Hz@4K UHD Unterstützung, wo viele im normalen Betrieb schlichtweg scheiterten. Daher sehe ich das als letzte legitime Selbstverteidigung gegen schludrige Hersteller.
[\SPOILER]
foofoobar schrieb:
das erzeugt auch gleich weniger Daten die gesammelt werden können.
Wie ich oben ausführte, sehe ich die kommerzielle Datensammlung unproblematischer als die staatliche. Ganz im Gegenteil, an der Stelle begrüße ich es sogar, wenn der Hersteller wie der Anbieter durch Rücksendungen mitbekommt, das sein Produkt mangelhaft ist. Manche zweckgebundene Datensammlung ist ja sehr wohl hilfreich.

Was zu meiner weiteren Kritik hier führt, das von einigen hier die Datensammelei immer negativ bewertet wird. Woher sollten den bitte wichtige Informationen kommen, um Prognosen und Abschätzungen machen zu können? Meiner Meinung nach müssen und sollten wir das sehr wohl bis zu einer Grenze akzeptieren, wenn die Daten dazu dienen, das sich für alle eine Verbesserung einstellt. Daher sehe ich die Datensammelei erst mal neutraler, solange damit kein Unfug passiert. Und kommerziell habe ich dazu bisher nichts negatives gehört, wenn man das gezielte Süchtig und Abhängig machen wie von FB und Co. mal außer acht lässt. Komisch, das man das bei dem wichtigsteren Thema Ernährung eher außer acht läßt.
Ergänzung ()

foofoobar schrieb:
Diese Erfahrung teile ich nicht.
Ich schon.
 
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foofoobar schrieb:
Diese Erfahrung teile ich nicht.
Fakt ist numal, dass die Zahl betrügerischer Webshops seit Jahren schon immer weiter ansteigt. Das lässt sich eben nicht mehr wegdiskutieren.
 
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GokuSS4 schrieb:
In welchem der Links finde ich bitte die Grafik?
Ergänzung ()

foofoobar schrieb:
@areiland Also wenn ich mir die Zusteller von Amazon so ansehe ist bei Amazon Betrug Teil des Geschäftsmodells.
Das ist jetzt aber eine böse wie unsachliche Unterstellung von Dir. Mit den direkten Amazon Zusteller hatte ich bisher die wenigsten Probleme. Aber das mag je nach Gegend wohl unterschiedlich sein.
Und genau bei Zustellungsproblemen hat sich Amazon bei mir immer sehr kulant wie unproblematisch gezeigt, im Gegensatz zu anderen Anbietern.

Aber wir gleiten zu sehr ins OT, Thema ist ja Datensammlung wie -schutz. Und meiner Meinung nach müssen wir das wohl ertragen, genauso wie die teilweise übergriffige Werbung online wie sonst überall (Printmedien, TV usw.).
 
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Ich hatte die letzten Jahre eigentlich die "übliche" Nutzung. Windows PC, Android Smartphone, Alexa in der Küche als Radio, Netflix und Amazon Prime Abo etc...

Ich möchte teilweise die Entwicklung von Microsoft und war mit zwei Windows Phones in der Zeit auch sehr glücklich, ich mag bis heute das Metro Startmenü und ähnliches. Allerdings gab es in den letzten zwei-drei Jahren für mich ein paar Themen dich sich so entwickelt haben, dass ich da Bauchschmerzen habe (Eigentlich seit Nadella das Ruder in der Hand hält).
Datenkrake sind die BigTech allesamt, es war einem aber bisher oft einfach egal, allerdings sehe ich die KI Entwicklung durchaus auch so, dass jetzt das Werkzeug da ist, mit den gesammelten Daten einen gläsernen User zu machen. Das möchte ich nicht mehr mitmachen. Mir fehlt hier die eigene Kontrolle meinerseits, oder die des deutschen Rechts. Großteil dieser Themen sind leider immer noch Graubereiche und man bedient sich wo es nur geht und beruft sich auf das Recht, was einem gerade am besten passt.

Unabhängig davon fing das Thema bei mir damit an, dass mein 2Bay "AIO" NAS von WD zu klein wurde und ich zwingend hier was machen musste. Da hat mir ein Arbeitskollege den Floh ins Ohr gesetzt, doch ein DIY NAS mit Unraid zu bauen und das ist heute auch meine Basis möglichst viel selbstständig lösen zu können.
Da lag aber eher der Fokus darauf, Dienste zu hosten, die ich gar nicht nutze, weil sie mir zu teuer waren oder ich davor noch gar nicht kannte.
Heute läuft darauf ein Home Assistant, PiHole und Bitwarden.

Neben dem Thema NAS/Homeserver habe ich auf einem ungenutzten "Reste"-PC mit Ubuntu die ersten Schritte unter Linux ausprobiert, was dann auch mit dem SteamDeck den Umsprung auf Linux bei mir begründete.

Vor zwei Wochen habe ich dann den letzten, den Haupt PC, auch formatiert und CachyOS installiert und bin jetzt von Windows weg und die letzten drei Berührungspunkte mit Microsoft werden jetzt auch allmählich verschwinden, auch wenn das Firmennotebook zwangsweise mit Windows läuft.

Amazon Prime habe ich seit einer Preiserhöhung vor 2? Jahren gekündigt, weil mir die Versandersparnis kaum was bringt. Wenn es um den Preis geht, ist Amazon auch ohne Versand mittlerweile zu teuer und ist selbst mittlerweile nur noch zur Plattform für Händler geworden. Das kann ich auch bei Ebay in der Regel günstiger haben.

Die Alexa in der Küche wird nur alle Jubeljahre genutzt und dementsprechend ist der Stecker gezogen.

Was jetzt nach dem Linux Umstieg ansteht, ist mal ein gebrauchtes Google Pixel zu kaufen und dort mit Alternativen ROMs zu probieren. Wenn das gut funktioniert, wird das Google verseuchte Handy dann auch geflashed.

Was dann noch übrig bleibt ist Whatsapp, was leider aufgrund der Verbreitung im Freundeskreis alternativlos bleibt und vielleicht noch ein zwei Google Dienste, die dann halt als Sandbox auf dem entgoogleten Smartphone laufen müssen.

Ich muß mich ja auch nicht zwingend zu 100% abschotten, aber danach sind die Berührungspunkte auf ein Minimum reduziert und ich fühle mich dann schon weniger durchleuchtet.

Was sich allerdings nicht vermeiden lässt, ist dass trotzdem Daten erhoben werden, allein schon, weil ich Vorsitzender vom Sportverein im Ort bin und daher allein schon im Impressum der Homepage stehen muß und damit öffentlich erfasst werde.
 
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@areiland Das Arschloch ist Jeff Bazos, nicht das arme Schwein was für ihn schuftet.
Ergänzung ()

SavageSkull schrieb:
Was dann noch übrig bleibt ist Whatsapp, was leider aufgrund der Verbreitung im Freundeskreis alternativlos bleibt und vielleicht noch ein zwei Google Dienste, die dann halt als Sandbox auf dem entgoogleten Smartphone laufen müssen.
Einigen Leuten ist nicht klar das Whatsapp zu Facebook/Meta gehört, diese Information erzeugt durchaus etwas nachdenken. Und wen man das jemanden sagt kann man auch noch erwähnen das der Zuckerberg mit zu den widerlichsten Donald-Schleimern gehört.

Wie ich bereits sagte Privacy entsteht primär durch Verhalten.
Und das entsagen von diesen Glücks- und Konsum-Maschinen hilft da schon.
 
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