andy_m4
Admiral
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Naja. Es wurden ja schon eine Menge Punkte genannt. Also insbesondere wo es darum geht, das unnötigerweise Daten gesammelt werden. Oder das nicht transparent dargelegt wird was weshalb gesammelt wird usw. usw.nutrix schrieb:Die da wären?
Ich will jetzt auch nicht alles wiederholen, was ich bereits gesagt hab und verweise dazu auf vorherige Postings.
Ja. Nichtsdestotrotz ist es ja sinnvoll, die Datenerhebung zu begrenzen. Siehe das auch bereits genannte Volkszählungsurteil. Es geht hier also nicht um abwegige Befürchtungen die aus einer Laune heraus geäußert wurden, sondern sind vom Bundesverfassungsgericht so festgestellt worden.nutrix schrieb:Nach der politischen Argumentation
Ja. Sollte man. Aber selbst das passiert ja nicht.nutrix schrieb:Sollte man lieber nicht mal ins hier und jetzt schauen, was man verbesser kann?
Auch hier hatte ich ja bereits die ePA als abschreckendes Beispiel genannt.
Ja eben. Die sind nicht umsonst. Daher wäre ja ja schlau zu überlegen, wie man das anders finanzieren kann. Bisher wird der vermeintlich kostenlose Dienst über Umwege finanziert, die uns vermutlich sehr viel mehr kostet als wenn man es anders machen würde.nutrix schrieb:Alle wollen, schau Dir mal die Anfragen an, alles umsonst und kostenlos haben. Du und ich wissen, das gibt es nicht umsonst.
Spannenderweise widmet sich ja gerade die Hacker-Szene darum datensparsamen Lösungen zu entwickeln. Es wäre ja eine Idee, das die Finanzierung auch teilweise von der öffentlichen Hand übernommen wird. Und das könnte dann auch in die innereuopäische IT-Industrie investiert werden, was dann auch hilft die eigene IT-Industrie zu stärken und unabhängiger von US-Lösungen zu werden.
Ansätze sind viele denkbar.
Da bin ich durchaus bei Dir. Ich finde es dann nur Schade, das Du dieser Einseitigkeit dann auch Einseitigkeit entgegen setzt. Die Antwort kann ja nicht sein, ins andere Extrem zu verfallen, sondern eine differenzierte Betrachtung zu machen.nutrix schrieb:Mir geht es um die Einseitigkeit, die hier betrieben wird.
Ja. Allerdings hab ich auch oft kaum eine echte Wahl.nutrix schrieb:Auf der Habenseite im Allgemeinwohl habe wir heute eine Menge Dienste und Programme, die wir kostenfrei nutzen.
Beispielsweise WhatsApp wird ja jetzt nicht automatisch so datensparsam wie Signal, bloß weil ich dafür Geld hinblättere. Ich kann natürlich als Alternative auf Signal wechseln aber dem entgegen steht, das die Elterngruppe der Schule trotzdem bei WhatsApp ist und ich es zumindest für solche Fälle es brauche.
Da ist durchaus was dran.nutrix schrieb:Aber einseitig nutzen wie fordern und dann ablehnen halte ich für eine Doppelmoral.
Ich wäre sofort dabei. Dann müssen die Suchergebnisse aber auch wirklich brauchbar sein.nutrix schrieb:Fang mal als einfaches Beispiel an, JEDE Suchanfrage von jeder Suchmaschine kostenpflichtig zu machen. 🙃
Das hab ich ja auch nicht getan. Ich hab eben nur diese Einseitigkeit beklagt. Und das man low-hanging fruits auslässt und die ganzen Dinge auch noch politisch ausschlachtet.nutrix schrieb:Nur alles mit den "Großen" verargumentieren, die angeblich tun und lassen können was sie wollen, ist keine Rechtfertigung für eigenes Fehlverhalten oder Gesetzesverstöße, oder?
Ja. Aber das gibts häufig ja leider nicht.nutrix schrieb:Damit wir uns nicht falsch verstehen, es geht nicht um unbegrenzten und allumfassenden Datenzugriff, sondern um ein gesundes Mittelmaß.
So ein typisches Projekt war ja DE-Mail. Im Prinzip eine gute Idee. Aber dann mieserabel umgesetzt, weil es vergleichsweise teuer ist, dann nicht mal Ende-zu-Ende-Verschlüsselung hat und das Strafverfolgungsbehörden wollen natürlich auch Zugriff haben. Außerdem wird man schlechter gestellt gegenüber normaler Briefpost. Und so wird dann eine eigentlich gute Idee dann versaubeutelt und dann wundert man sich, warum die Leute dann nicht annehmen.
Dann gibts auch Fälle, wo Digitalisierung wie eine Ersatzhandlung wirkt.
Beispiel Deutsche Bahn. Da könnte man ja mal wirklich ordentlich investieren und die Infrastruktur auf akzeptables Niveau heben, alte Stellwerke mit neuer Technik ausstattet usw. Damit Züge wieder zuverlässig waren. Stattdessen gibt man den Leuten eine App mit der sie um Zugverspätungen und -ausfälle drum herum navigieren können. Obendrein packt man die App noch voll mit Trackern.
Jaja. Völlig unverständlich, woher die Vorbehalte gegen Digitalisierung kommen.
Wobei man sagen muss, das liegt auch vielfach daran, das schon die behördlichen Grundprozesse sch***e sind. Und da hilft auch Digitalisierung nur begrenzt weiter. Das müsste man bei der Gelegenheit eben mit modernisieren.nutrix schrieb:, und uns selbst kleinere wie schwächere EU-Länder hier abhängen.
Ein kleines Land wie Estland hat das Problem nicht so stark, weil die kleiner sind (was ein Vorteil ist) und weils die auch noch nicht so lange gibt (bis 1991 gehörte das zur Sowjetunion). Das heißt, da haben sich auch noch gar nicht so viele Altlasten in Form von Gesetzen und Vorschriften aus analoger Vorzeit angesammelt.
Insofern sind solche Vergleiche schwierig und lassen sich nicht nur an Paranoia festmachen.