lanse schrieb:
Die Distro und ihr Software-Ökosystem sind letztendlich ausschlaggebend, nicht der Kernel. Der ist gut!
Der Kernel ist aber die Basis. Der Rest ist Baukastensystem, mehr oder weniger gut eingepflegt. Da hast recht.
lanse schrieb:
Als Gamer sehe ich das anders: Ich will, dass die Verbreitung zunimmt, damit es mehr native Umsetzungen von Spielen gibt.
O.K., das ist ein gewisses Dilemma. Für mich ist das nicht von Belang. Büro SW im weitesten Sinn muss laufen!
Vielleicht noch mal ein Link zur Erklärung wie Linux funktioniert.
https://www.linuxfoundation.org/membership/members/
Das sind die offiziellen Geldgeber der Foundation. Auffallend, dass auch Microsoft in der höchsten Kategorie vertreten ist, und genau da sind sie auch vor ein paar Jahren eingestiegen. Und da gehts nicht um ein paar Tausend Euro.
Alle diese Unternehmen haben eins gemeinsam, sie profitieren direkt oder indirekt von der Arbeit der Foundation. Also auch Firmen wie Deutsche Bank, Siemens, VW oder Uber, die ja erst mal Branchenfremd sind. Microsoft hat ja sogar ein Linux-Subsystem in Windows 10 integriert in Zusammenarbeit mit Canonical-Ubuntu. Auffallend auch, dass ein Unternehmen wie RedHat, das Milliardenumsätze mit seinem BS generiert, in einer unteren Spenderkategorie zu finden ist. Die stellen aber einen ganzen Linuxzweig frei zur Verfügung und finanzieren darüber hinaus das Gnome Projekt.
Der Linux Kosmos ist zwar nicht homogen, aber vom Baukastenprinzip profitiert jeder der will und kann. Daraus kann logischer Weise nie ein monolithischer Klotz wie Windows entstehen, der seine Marktposition in diesem einen Segment, neben der Büro SW, verteidigt hat, weil er einen Standard definiert hat. Aber eben auch nur da.
Linux wird schon alleine deswegen lange überleben, weil es einen riesigen Bedarf gibt nach freiem BS. Schon aus wirtschaftlichen Gründen. Der Desktop aber bleibt dreigeteilt unter Win, Mac und Linux. Ob sich die Anteile da mal nennenswert verschieben, bleibt offen. Von mir aus kann’s so bleiben.
L.G.