Der ausblasende Lüfter ist auf jeden Fall wichtiger als der einsaugende, da ohne ausblasenden Lüfter der gesamte Abtransport der heißen Abluft durch das Netzteil erfolgen müsste; moderne Netzteile sind aber meist auf "silent"-Betrieb ausgelegt (weil wir User es so wollen

) und sorgen daher in erster Linie für ihre eigene Kühlung, der Rest-PC sollte daher schon durch einen Gehäuselüfter entlüftet werden.
Allerdings habe ich z.B. ohne den vorderen Lüfter einen Temperaturanstieg der GraKa (8800 GTX) um immerhin rd. 5° C festgestellt, da sich die GraKa bei mir (wie in den meisten Gehäusen) direkt im Luftstrom eines Frontlüfters befindet. Wahrscheinlich profitiert auf Intel C2D-Boards auch die Southbridge von einem Frontlüfter, allerdings besitzen die meisten Boards dort keinen Temperatursensor. Bei CPU, NB und Spannungswandlern konnte ich dagegen keinen Effekt des Frontlüfters beobachten, allerdings profitieren insbesondere die hinten am Board sitzenden Spannungswandler sehr stark von hinteren Gehäuselüftern.
Es gibt Tests (z.B. vor einiger Zeit von hardwareluxx.printed), wo die Auswirkungen von verschiedenen Lüfterkonstellationen auf die Temperatur der Komponenten (CPU, GPU, Chipsatz etc.) untersucht wurde: es zeigte sich, dass sich das System ganz ohne Gehäuselüfter um mehr als 10 ° C gegenüber einer Vollausstattung (Lüfter vorne + hinten) aufheizte. Das kann im Hochsommer schon zu bedenklichen Werten führen, da z.B. Intel für seinen CPU-Kühler eine max. Umgebungstemperatur von 37° C (wenn ich nicht irre) vorschreibt. Und die neue NT-Serie von Enermax (82+) ist nur bis zu einer Umgebungstemperatur von 40° C spezifiziert, darüber droht dann Leistungsverlust.
Nur hintere Lüfter ergab mittlere Werte im HWluxx.printed-Test. Also hinterer Lüfter ist eigentlich Pflicht, vorderer auf jeden Fall wünschenswert
LG N.