News Wikipedia: User spenden über 600.000 Euro

meine Mutter schrieb:
Ich würde niemals auf die Idee kommen an sowas großes - fast schon kommerzielles - wie Wikipedia zu spenden, obwohl ich dort oft drauf lande. Mehr als 100 EUR wären eher nicht drin und das bringt denen ja nichts. Ist ja nichtmal eine Person, die sich darüber freut. Für mich also 100 % sinnlos, zumal die auch sicher ohne meine Spende nicht offline gehen ;-)
Klasse Einstellung! Du hast schon gesehen, dass der Durchschnitt weit unter 100€ liegt? Wenn jeder andere der fast 20.000 Leute so denken würde, hätten alle, die Wikipedia benutzen ein Problem. Die ganze Philosophie von Wikipedia ist doch, dass es die Masse macht und nicht die Leuchttürme!
Und warum ist Wikipedia für dich etwas "gruße - fast schon kommerzielles"? Verschwörungstheorie here I come!?!
 
Ich finde Wikipedia auch super.
Wenn es auch nicht wissenschaftlich ist, so kann man sich doch schnell und einfach einen Überblick über ein Thema beschaffen - besser als in jeder Bibliothek.
Natürlich kann man die "Fakten" nicht ungeprüft übernehmen. Aber ich bin bei Büchern mittlerweile auch vorsichtiger geworden und suche immer noch nach einer 2. Quelle.
 
Wikipedia ist jawohl kaum ne Homepage von einer Privatperson. Dann gibt es noch tausende "Sichter" so dass man nichtmal mehr was editieren kann und es wird viel gelöscht. Finde ich nicht allzu sympathisch. Und subtrahiert man Spenden >1000 EUR die auch von Firmen oder steinreichen Leuten kommen, sollte klar sein das der normale Durchschnittsbürger (wie z.B. die Leute hier im Forum) viel weniger spendet. Diesen Durchschnittswert muss man auch interpretieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Wiki ist schon super genial, wenn es um kurze Anrisse eines Themas geht, um eine Vorstellung der Problematik zu erlangen, aber sehr sehr sehr häufig stoßen die Artikel an die Grenzen von wahr bzw falsch und von informativ bzw meinungsmachend.
Von mir aus wäre ein bisschen Werbung auf der Seite i.O., solange es keine nervigen Popups o.ä. sind.
 
Nix gegen Werbung auf Wiki, FF + Adblock und gut is.
 
eikira schrieb:
ich versteh nicht warum viele leute ständig sagen man müsse da aufpassen. genau so sehr wie einer mist reinschreiben kann sehr schnell wird umso schneller wieder berichtigt.[...] ich hab mal aus juks nen ganz neuen artikel geschrieben. inerhalb von 10 min war er wieder weg, grund er war nicht ernst gemeint aber dennoch normal geschrieben wie ein artikel, das war so um 3 uhr morgens btw.

Dieses Angebote von öffentlich kreiertem Wissen führt sämtliches wissenschaftlich zertifiziertes Wissen ad absurdum. Wenn die (überspitzt!) alleinige Wahrheit per Mouseklick im Internet zu finden wäre, wozu brauchte man dann überhaupt noch eine Oberstufe oder eine Hochschulausbildung?
Nicht umsonst gibt es sehr strenge Zitierregeln, damit eine nach Möglichkeit internationale Vergleichbarkeit der Wissensqualität und der Quellen eines Werkes gewährleistet werden kann.
Ausserdem ist das Suchen per Google einem Logarithmus unterworfen, der eben ganz einfach die Suchergebnisse per Rechenbefehl in Ergebnisse formt. Damit habe ich aber noch LANGE keine Abbildung die auch nur ansatzweise dem kompletten Umfang entspricht. Wenn man sich natürlich nur einige Informationen für seinen Geschichtsklausur zusammen spicken möchte, dann reicht es natürlich. Das habe ich früher ebenfalls gemacht - heute ärgert es mich, dass ich meine Geschichtskenntnisse autodidaktisch aufbessern muss.

Nun mag Wikipedia nicht (oder nur zum kleinen Teil) privat und kommerziell sein, aber ob es eine sinnvolle Lösung ist, wenn in Zukunft viele junge Leute ihr (Fakten)-Wissen nur noch per Handy aus dem Netz fischen ist zumindest streitbar. Denn Zusammenhänge und Denkprozesse kann man zum Glück noch nicht herunterladen.
Diskussionen um die Demokratisierung von Bildung gibt es seit Erfindung der Schrift oder des Buchdrucks. Wir werden ja erleben ob das für die Qualität(!) von Wissen zuträglich ist. Damit ist aber nicht gemeint, dass vermeintlich jeder bei Günther Jauch meint er könne die Million Euro abräumen ;)

Ich habe dieses Buch zu dem Thema gelesen und kann es nur empfehlen:
Das Google Copy-Paste Syndrom
 
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Claus1221 schrieb:

Basierend auf welcher "klaren" Aussage laut ...

Auch wikileaks braucht Geld! Wikipedia bekommt auf Grund der Vorkommnisse dieses Jahr von mir kein Geld.

... hätte ich diese "einfache" Frage der Suchmaschine meiner Wahl deiner Meinung nach stellen sollte ? :rolleyes:

Ein einfacher Link zur Erklärung ohne diesen unnötigen Kommentar hätte gereicht.
 
Also Quelle um schnell mal etwas nachzulesen, finde ich Wikipedia wirklich klasse. Es freut mich auch, dass so viel gespendet wurde.
Wenn es aber ums wissenschaftliche Arbeiten geht, dann taugt Wiki wirklich nichts. Da muss man dann doch leider wieder in die Bibliothek.
 
mich wundert es allerdings das sie mit gerademal 600.000€ auskommen das soll ja anscheinend für alles reichen, haben die nur eine hand voll angestellte oder ist das nicht die einzige einnahmequelle?
 
Hey,

die Zahlen für den Zeitraum 2007/2008 stimmen nicht :freak:

Gesamtsumme 206.830 EUR / 4.560 Einzelspender = 45,36 EUR und nicht 30,96 EUR

...oder hat sich bei mir da ein Denkfehler eingeschlichen?

Gruß, Manschula
 
Also manche Argumente hier sind wirklich weit hergeholt...

"Kleinere Spenden bringen sowieso nichts."
Jo, genau so wenig bringt es übrigens etwas, alleine zur Bundestagswahl o.ä. zu gehen. Man hat nur eine Stimme, ist doch voll für'n Eimer! :rolleyes:

"Wiki hat zu viele Fehler."
In einem Vergleich zwischen Wikipedia und Brockhaus Online hat Wiki besser abgeschnitten. Auch sonst wird dort alles sehr gut "überwacht", was zwar keine Fehler ausschließt, aber meistens werden sie in kürzester Zeit berichtigt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia#Wikipedia_im_Vergleich_zu_anderen_Enzyklop.C3.A4dien

"Ist viel zu oberflächlich."
Wikipedia hat nicht den Anspruch, Standardwerke für Medizin etc. abzulösen. Trotzdem kann man wohl nicht behaupten, dass z.B. das Brockhaus einzelne Begriffe detaillierter erklärt.

"Werbung auf der Seite würde niemanden stören."
1. Benutzen heute so viele User Werbeblocker.
2. Soll Wiki frei und unabhängig von Firmen bleiben, ist doch toll!


Meiner Meinung nach ist Wikipedia einer der herausragendsten Seiten, die das Internet bis heute hervorgebracht hat. Darum sehe ich es auch als kein Problem an, einfach mal ein paar Euro zu spenden und dafür eben am Wochenende ein Bier weniger zu trinken...
 
@ Septixx

Würde ich jetzt nicht so sagen. Als alleinige Quelle für das wissenschaftliche Arbeiten ist Wikipedia selten zu gebrauchen. Wenn man schon Ahnung von der Materie hat und zusätzliche Informationen sammeln will, ist Wikipedia durchaus hilfreich. Alleine schon, wenn man sich durch das Quellenverzeichnis klickt (das hilft bei einschätzen der Informationen ungemein). Als Quellenangabe ist Wikipedia meist aber wirklich unbrauchbar. Aber genauso wenig wirst du den Brockhaus angeben.
 
Wenn, dann sollte man das Geld denen spenden, die viele Artikel geschrieben haben. Wahlweise eben Artikel, die einen selbst interessieren. Das sind doch diejenigen die Wikipedia zu dem machen was es ist und diese Leute haben es imho auch am meisten verdient.

"Jo, genau so wenig bringt es übrigens etwas, alleine zur Bundestagswahl o.ä. zu gehen. Man hat nur eine Stimme, ist doch voll für'n Eimer"

Ob ich nun gehe oder nicht, ändert aber nichts am Wahlergebnis. Wählen geht man aus anderen Gründen. Die ausgelutschte und allgemein beliebte Thematik "Wenn jeder so handeln würde ... dann ..." ist mir allerdings durchaus bekannt.

In Wikipedia stehen übrigens einige Dinge drin, die man zum Lernen im Hauptstudium und darüber hinaus sehr gut gebrauchen kann. Damit meine ich aber hauptsächlich die englischen Artikel.
 
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AvenDexx schrieb:
Die Fixkosten sind relativ gering?

2007 hatten sie ca. 350 Server und ca. 10 Mitarbeiter. Pro Monat wurden damit ca. 75.000 US-D Kosten verursacht. Schau mal hier: Klick mich

Wie gesagt, das war 2007. Bis Heute wird sich da noch einiges getan haben.

Nur wenn du das in Relation zur Größe der Website setzt, sind diese Kosten ziemlich gering. Das hast du so aber nicht geschrieben.

YouRselfgoq schrieb:
Halte ich auch für fadenscheinig die Fixkosten als "gering" abzutun. Es werden da immerhin über 30 Leute bezahlt und die Server und Traffic müssen auch von irgendwem kommen oder?

Euch beiden ist klar das diese Kosten über Wikimedia USA abgedeckt werden wo die Seiten gehostet werden? Die deutsche Wikimedia betreibt einen Alibiproxy in den Niederlanden und der ist definitiv nicht teuer. Wer sich dafür interessiert kann sich mal die Rechenschaftsberichte der letzten Jahre durchlesen und sich selbst kundig machen.

Wikimedia bekommt von mir nichts mehr da sie ein verlogener Haufen sind, auf der einen Seite tröten sie rum sie hätten riesige Kosten wegen Wikipedia, auf der anderen Seite schreiben sie das sie keinen Einfluss auf die Wikipedia haben. Sry, aber das ist unterste Schublade, ich bin kein Freund von Fefes Timesinknetwork, aber was sich die Wikipedia Admins teilweise leisten ist schon hart.

Das Wikipedia nicht als Quelle für wissenschaftliche Arbeiten genutzt werden kann kommt daher das man die Berichte jederzeit ändern kann. Als ich in die Schule ging gab es soetwas wie Internet nicht, wir haben noch in Bibliotheken gesessen, das würde den heutigen Schülern nichts schaden. Ich bin keiner der das Internet verteufelt, aber meiner Meinung nach sollte jeder auch unfallfrei ein Buch bedienen können und wissen wie man darin Informationen findet und verarbeitet.
 
bu.llet schrieb:
Ganz schön tiefsinnig dafür dass es nur darum geht als erster zu schreiben!

Das geht schon seit Tagen so.

Topic:
WiKi ist ist im Moment das Online-Lexikon. Schnell, kostenlos, keine Registrierung.
 
Wikipedia ist imo eine der wichtigsten "Institutionen" des 21. Jahrhunderts.
-> hab auch gespendet, denn Wiki ist jeden Cent wert
 
M-X schrieb:
und wenn das jeder machen würde wäre die Werbung auch sinnlos weil sie dann kein Geld verdienen würden......



Mir ist es egal, wer was warum nicht verdient. Ich bin mir selbst wichtiger. Wer gibt mir die 3s meines Lebens zurück, die ich pro Werbung/Banner etc. verschwenden würde?
 
frage mich was für leute hier rumlabern, dass wiki eine schlechte quelle wäre. als chemiestudent kann ich nur sagen, dass man dort die wirklich notwendigen informationen oftmals schneller findet als in stoffdatenbanken/büchern. ich habe auch noch nie erlebt, dass da blödsinn drinstand und finde es daher ein unding sowas schlechtzureden.

viele der kleingeister, die hier schreien, dass sie nie auch nur einen cent spenden würden, scheinen die kulturelle leistung von wikipedia nicht ansatzweise erahnen zu können. hier wird zum teil wissen zugänglich gemacht, auf das 99,5% (achtung! ins blaue geratener wert) der bevölkerung sonst keinerlei zugriff hätten.
 
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