Windows 10 Systemordner: verbrauchter Speicherplatz geringer als Dateigrößen

ThommyDD

Lt. Commander Pro
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Hallo zusammen,

ich erstelle seit Jahren Systemimages meiner Windows-Installationen mittels DISM (derzeit mit Version 10.0.10586.0) aus dem Windows Deployment Toolkit. Jetzt ist mir aufgefallen, dass mein System mit Windows 10.0.10586 Pro 64-Bit nach dem Rückspielen des Images erheblich mehr Speicherplatz auf der Festplatte benötigt als zuvor bei der Erstellung des Images. Noch krasser wird der Effekt, wenn ich (nur testweise, ohne praktische Relevanz) sämtliche Daten der Systempartition per Explorer (unter Windows 10 PE auf Basis von Build 10586) auf eine andere Partition kopiere. Das betrifft im Detail die Ordner "ProgramData", "Program Files", "Program Files (x86)" und "Windows", davon wiederum viele (aber nicht alle) Unterordner und Dateien. Dabei existieren auch noch unterschiedliche Angaben zum Speicherverbrauch in Windows. Ich versuche mal, etwas Ordnung in das Chaos zu bringen:

Code:
                                      Original-Windows-Installation   Image wiederhergestellt   Kopie über Explorer
Dateizahl:                                       142.022                     142.019                   142.022
Ordnerzahl:                                       29.054                      29.050                    29.054
Gesamtgröße:                                     20,9GiB                     20,9GiB                   20,9GiB
Gesamtgröße auf Datenträger:                     15,4GiB                     21,0GiB                   21,1GiB
Belegter Speicherplatz auf der Partition:        12,4GiB                     15,6GiB                   21,5GiB

Angaben jeweils ohne $Recycle.bin und System Volume Information. Im Image fehlen außerdem noch ein paar Dateien und Ordner, die offensichtlich nicht relevant sind und von DISM ignoriert werden, deshalb ist dort die Anzahl geringer. Die beiden Pagefile-Dateien, die DISM auch weglässt, sind aber mit drin, die habe ich zwecks Vergleichbarkeit manuell hinzugefügt. Hibernation ist im System deaktiviert und deshalb die entsprechende Datei generell nicht vorhanden. Datenträgerformat jeweils NTFS mit Standard-Clustergröße.

Was für ein Mechanismus greift bei einer Neuinstallation, um den benötigten Festplattenplatz zu reduzieren, der bei der Übertragung eines Images und beim Kopieren der Dateien verloren geht? Datenträgerkomprimierung habe ich nicht aktiviert. Und zumindest die Imagewiederherstellung hat bei Windows 7 diesen Effekt nicht gezeigt, die Explorer-Kopie habe ich damit nicht probiert, da es keinen Anlass dafür gab.

Grüße,
Thomas

EDIT: Jetzt hat es mir trotz "CODE"-Tagging die Tabelle gegenüber der Vorschau doch wieder zerhauen. Ich hoffe, man sieht, worum es geht.
 
Bei Windows 10 gibt es doch so ein neues Feature "Compact OS". Da entscheidet der bei der Installation ob das System komprimiert wird, wenn genügend Leistung vorhanden ist. Kann man in einer Eingabeaufforderung(als Administrator starten) mit compact /compactos:query abfragen ob das System komprimiert wurde. Vielleicht ist das bei dir der Fall.
Hier steht auch wie man das deaktivieren kann :
http://www.tenforums.com/tutorials/22088-compact-os-compress-uncompress-windows-10-a.html
 
Super, vielen Dank! Das ist bei mir tatsächlich aktiviert. Ich wusste noch gar nicht, dass es das gibt. Ich werde mich mal weiter damit befassen und dann entscheiden, wie ich damit verfahre. Problem gelöst! :)
 
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