Jannik137 schrieb:
Um das Support-Ende gehts mir ehrlich gesagt nicht, was ist daran so schlimm? Außerdem kann es noch so outdated sein, deshalb muss es ja nicht schlecht sein, oder?
Lies mal hier:
https://www.computerbase.de/forum/t...weiterhin-nutzen.1877655/page-9#post-23054856 warum es nicht ratsam ist, ein Betriebssystem nach dem Auslaufen der Sicherheitsupdates zu nutzen.
Das wird sich nicht sofort auswirken, aber mit jedem Monat wird dieses System unsicherer - weil jede bekannt werdende Lücke, die es zufällig in allen Versionen gibt, aber nicht mehr mit Patches versorgt wird, ausgenutzt werden kann. Und das sind dann Lücken, die von keinem Sicherheitsprogramm gestopft werden können.
Nur um ein kleines Beispiel zu konstruieren, damit Du vielleicht die Brisanz verstehen kannst:
Stell Dir vor, die "Kopieren"-Funktion von Windows lässt sich mit Hilfe einer gezielt manipulierten Pfad-Dateinamen Kombination derart austricksen, dass der aufrufende Prozess dadurch Systemrechte bekommt, also Rechte die deutlich über denen liegen, die man als Benutzer eigentlich besitzt. Der Angreifer besitzt nun praktisch unbegrenzten Zugriff auf das gesamte System und kann damit in Passwörtern, vertraulichen Dateien und Ordnern wildern - er kann die erlangten Daten abziehen und überall hin übertragen. Das kann er sogar, völlig unbemerkt von Dir, über Wochen, da er die Aufgabenplanung manipulieren kann und noch viel ,viel, mehr. Windows und Virenscanner stören sich daran nicht, denn der Angreifer hat weder aus Systemsicht noch für den Virenscanner ersichtlich etwas unnormales getan.
Diese Lücke wird bemerkt und Microsoft stopft sie mit einem Notfallpatch innerhalb weniger Stunden - aber eben nur für Windows 8.1 und 10, während sie bei den älteren Versionen offen bleibt und auch irgendwann bekannt wird. Sind noch viele Rechner mit den anfälligen Versionen im Netz unterwegs, dann sind alle diese Rechner ungeschützte Ziele. Und je mehr solcher Lücken nicht mehr gestopft werden, umso anfälliger sind diese alten Versionen.
Das war jetzt nur ein konstruiertes Beispiel für eine denkbare Lücke. Aber genau so äussern sich die Löcher, die Microsoft immer wieder stopfen muss. Weder Virenscanner noch Firewalls helfen dagegen, weil der Angreifer ja als System agiert und völlig normale Systemfunktionen nutzt. Deshalb kann es nur der Hersteller des OS unterbinden, dass solche Lücken ausgenutzt werden können.