windows 7 lizenz frage

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Hallo zusammen,

habe ein Frage zu Windows Lizenz (Gewerblich)

Ausgangssituation:

1. Notebook kommt als Alt gerät bei uns in Lager rein
2. Notebook ist mit einem COA Windows Key beklebt ohne Recovery CD (Win 7 Pro)

Wie darf ich das Gerät als Händler wieder vermarkten an Endkunden?

Optionen:

1. Ich verkaufe das Gerät ohne OS weiter
2. Ich verkaufe das Gerät mit Installierten OS (Key vom COA bzw. vom Gerät) --> denke das es Illegal ist
3. Erwerbe eine Refurbish Edition und Installiere das Gerät mit dem Refurbish Key kann es somit wieder veräußern
4. Erwerbe eine OEM Win7 Lizenz und Installiere das mit dem neu erworbenen Key und kann es wieder veräußern.

das wird vermutlich eine Einmalige Aktion werden mit ein paar Geräten.

kennt sich hier jemand mit so einem Lizenz Model aus?
 
Nummer 1 ist sicher legal.
Nummer 2 wird dann ein Problem wenn du weder eine Wiederherstellungsdvd beilegst, noch ein Programm welches so eine DVD erstellen kann. Aber die Lizenz selbst wird dadurch nicht ungültig.
Nummer 3 geht
Nummer 4 geht auch da die Refurbished nichts anderes als eine OEM ist.

Das ist allerdings das was meines wissens aus der Eula hervorgeht.
Ganz sicher erklären kann dir das nur Microsoft, aber am besten schriftlich, da es dort auch einige schwindlige Supporter gibt.

@scythe1988: besser kann mans nicht sagen^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Notebookhändler, der sich nicht mit den Lizenzmodellen von Microsoft auskennt? Hmm....
 
@Scythe1988, Hardware != Software. Oder kennst Du einen Software Vertriebler der Ahnung von Grafikkarten hat? Es gibt ja nicht umsonst von M$ diese Zertifikate für Lizenzmanagement, oder wie das heißt.

Was Nummer 2 angeht, kann er denn das Notebook nicht mit installiertem OS verkaufen und dazu erwähnen, dass man das ISO für eine selbstständige Wiederherstellung etc. aus dem Internet bekommt?
 
Zuletzt bearbeitet: (Rechtschreibkorrektur...)
|TFP|LittleREd schrieb:
2. Ich verkaufe das Gerät mit Installierten OS (Key vom COA bzw. vom Gerät) --> denke das es Illegal ist

Wir kommst Du darauf, dass dies illegal sei? Der Lizenzkey wurde ursprünglich mit diesem Gerät verkauft. Was später wirklich auf dem Notebook installiert wurde, ist Sache der IT-Abteilung und des Lizenzmanagements der Firma gewesen. (Meist ein Win7-Enterprice)
Dieser Key auf dem Aufkleber wurde wahrscheinlich nie aktiviert und wäre somit frei um mit diesem Gerät aktiviert zu werden.
 
Flying Witch schrieb:
Wir kommst Du darauf, dass dies illegal sei? Der Lizenzkey wurde ursprünglich mit diesem Gerät verkauft. Was später wirklich auf dem Notebook installiert wurde, ist Sache der IT-Abteilung und des Lizenzmanagements der Firma gewesen. (Meist ein Win7-Enterprice)
Dieser Key auf dem Aufkleber wurde wahrscheinlich nie aktiviert und wäre somit frei um mit diesem Gerät aktiviert zu werden.

Wenn ich das richtige Verstanden habe ist hierzu zwingend eine Original Recovery CD von MS erforderlich, erst damit wird der Key gültig.
 
Bei heutigen vorinstallierten Geräten im Consumerbereich, gibt es keine Recover-Datenträger mehr. Da wird beim Systemstart darauf hingewiesen, selber ein Systemabbild zu ziehen. Das kann (je nach Werbemüll) schon mal mehrere DVDs erfordern.
Bei den kleineren Firmen, welche ich supporte, habe ich meist das System komplett gelöscht und die Rechner sauber neu mit der jeweiligen Lizenz installiert und bei MS registriert. Bisher immer ohne Probleme!

Wie jedoch die rechtliche Seite WIRKLICH aussieht, kann ich nicht sagen.
 
Ich finde diese vorinstallierten Betriebssysteme von den großen Anbietern (HP, Fujitsu, Dell, Lenovo etc.) sowieso nervig. Wir hatten hier mal in der Firma ein paar Clients die hatten permanent ein englisches Datum drin, selbst umstellen hat nicht geholfen. Nach einem Neustart war es wieder auf englisch und es ließ sich nicht wirklich umstellen, also ISO aus dem Internet geladen, auf USB Stick gepackt, die ei.cfg gelöscht und eine Professional ganz neu installiert.

Nun ist alles wieder schön :D
Aber stimmt, heutzutage bekommst Du ein Notebook oder PC mit vorinstalliertem System und fertig ist. Da ist dann im Regelfall gar kein Medium mehr bei.

Gruß, Domi
 
|TFP|LittleREd schrieb:
Wie darf ich das Gerät als Händler wieder vermarkten an Endkunden?

Durch Urteile wurde entschieden, dass die EULA von MS teilweise ungültig ist: Die Bündelung Hardware+Software ist daher unwirksam und Du darfst Lizenz und Laptop hierzulande einzeln verkaufen. Datenträger sind völlig egal, weil sie keinen Kaufnachweis für die Lizenz darstellen - ein Gegenbeispiel wäre dagegen Software auf Datenträgern, die ohne Key und Aktivierung funktioniert.

Das wird schon seit Jahren betrieben, wahrscheinlich mit ein Grund, warum Win7-Lizenzen so günstig sind.

Problematisch wäre es, wenn die Lizenz nicht von der Hardware getrennt werden kann - mittlerweile macht MS das bei Win8 nur noch so, um das Geschäft mit den Gebrauchtlizenzen auszutrocknen. Bei diesen Geräten steckt der Key im BIOS und es gibt keinen COA-Aufkleber, man kann Windows aber nur über das passende Recovery-Medium oder -Partition installieren. Wäre das Mainboard defekt, wäre die Lizenz weg.

Soweit ich weiß, existieren aber Windows-7-Computer, die sowohl den BIOS-Key als auch das COA haben. Mit beiden ist eine Aktivierung möglich, da beide Schlüssel unterschiedlich sind. Das COA dient in diesem Fall aber nur als Kaufnachweis über die Lizenz und dient im Falle des Defektes als Ersatzschlüssel. In dem Fall kannst Du die Hardwarebindung nicht aufheben und solltest beides zusammen verkaufen.
 
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