WLAN für mehrstäckiges Haus

k!su

Lt. Commander
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Dez. 2006
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Hallo,

mein Haus aus Stahlbeton ist nicht unbedingt WLAN-freundlich.
Daher nutze ich momentan eine 7490 Fritzbox im Erdgeschoss und einen alten daran per Kabel angeschlossenen Router als Access-Point. Das Problem dabei ist, dass zwei verschiedene Netze entstehen. Und da die Umschaltung der Netze nicht automatisch funktioniert bzw. sehr träge ist, muss ich beim Wechsel der Etage immer manuell das Wlan aus und wieder einschalten, damit sich das Gerät ins jeweils aktuelle Netz einloggt.
Meine Frage ist daher: Wie bekomme ich über mehrere Stockwerke ein einheitliches WLAN mit 100% Netzqualität hin? Klar gibt es Repeater die ich in die Steckdose stecke. Aber wenn die nur z.B. 60% Signalstärke empfangen, "extenden" die auch nur 60%.... Daher möchte ich gerne eine Kabel-gebundene Lösung haben...

Was könnt Ihr mir da empfehlen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Du kannst beim zweiten Router einfach das identische WLAN (gleiche SSID und gleiches Passwort) einrichten. Für das Endgerät ist das dann wie ein großes WLAN-Netz, dein Smartphone oder Notebook schwenkt automatisch hin und her zum jeweils besseren Sender. Davon solltest du kaum etwas bis gar nichts merken.

@HL:
Der zweite Router ist doch bereits per Kabel dran, DLAN ist also nicht nötig, wenn er Ethernet in's andere Stockwerk hat.
 
Wenn du das machst, denke aber daran einen der beiden DHCP abzuschalten ;) Sonst vergibst du nachher noch Adressen doppelt.
 
das geht nur mit spezialgeräte... z.b. unifi hat extra wlan-ap und eine gratissoftware zum installieren auf einem server, der ein wlan-roaming (unterbrechungsfreies wlan über stockwerke) ermöglicht.
ohne dieses spezielle equipement liegt die entscheidung auf welches wlan dein händy/laptop/tablet schaltet, einzig der firmware des händy/laptop/tablet, nicht des routers oder ap
 
Für den Heimgebrauch ist ein WLAN-Controller aber vollkommener Overkill und schlicht nicht notwendig.
 
WLAN-Roaming hat im Prinzip drei Varianten:


#1 Alle APs (inkl. WLAN-Router) haben dieselbe SSID, Verschlüsselung, Passwort, anderer Kanal
Nun sieht der Client nur ein WLAN und loggt sich normalerweise automatisch beim stärksten AP ein, wenn die Verbindung neu hergestellt wird (zB WLAN aus/an). Bewegt sich der Client nun durch die WLAN-Zonen, wechselt er aber nach eigenem Ermessen. Die Kriterien, nach denen der Client wechselt, sind vom Hersteller vorgegeben. Im Idealfall wechselt das Gerät zB wenn die Verbindung zum alten AP bei 40% und beim neuen AP bei 60% liegt. Im worst case wechselt das Gerät erst dann, wenn die Verbindung zum alten AP vollkommen abgerissen ist - auch wenn man 1m neben dem neuen AP steht.

Nachteil: Der Wechsel von AP#1 zu AP#2 kann bis zu 10 Sekunden dauern, weil sich ein Client erst bei AP#1 abmeldet und anschließend bei AP#2 vollständig neu anmeldet.


#2 WLAN-Controller (HW)
Ähnlich wie #1, aber die Anmeldesessions werden über den Controller zum nächsten AP übertragen. Der Client entscheidet immer noch selbst wann er wechselt, aber wenn er es tut, geht es im Bruchteil einer Sekunde.

Nachteil: Der Controller kann 4-stellig kosten.


#3 Ubiquiti ZeroHandoff und ähnliche Systeme
Hierbei werden alle APs explizit auf dieselbe SSID, Verschlüsselung, Passwort, aber auch Kanal gesetzt! Darüberhinaus melden sich alle APs mit derselben ID. Das heißt, dass Clients gar nicht merken, dass 2, 3 oder 20 APs in Reichweite sind. Es sieht aus als gäbe es nur einen einzigen AP.
Der Wechsel findet im Bruchteil von einer Sekunde statt, weil kein explizites Ab- bzw. Anmelden mehr nötig ist.

Nachteil: Alle APs und alle Clients funken auf demselben Kanal => Übertragungsrate sinkt zT massiv, wenn viele Clients/APs im WLAN sind.



Normalerweise ist #1 im privaten Umfeld vollkommen ausreichend. Evtl. muss man ein Video von Youtube kurz neuladen, eine Webseite aktualisieren, wenn man durchs Treppenhaus läuft. #2 bzw. #3 sind nur dann wirklich sinnvoll, wenn man hochstabile WLAN-Verbindungen braucht wie zB VoIP-Telefone mit WLAN. VoIP ist sehr sensibel und die Verbindung reißt sofort ab (=Gespräch weg), wenn die Verbindung nicht stabil ist.
 
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