WLAN Netzwerk im Studentenwohnheim, es will nicht funktionieren trotz 200 Mbits

ben0910

Cadet 4th Year
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Guten Abend Leute,

ich bräuchte Eure Hilfe, ich versuche seit Monaten ein vernünftig funktionierendes Internet in ein 50 Nutzer Wohnheim zu installieren.

Das Problem: Je mehr Benutzer sich einloggen, desto träger wird das System... Verbindungen zu einen der Hotspots sind kaum mehr möglich und von vernünftig surfen keine Spur. Ich wundere mich, da wir potente Hardware verwenden.

Hier die Hardware:

2x Kabel Deutschland 100 Mbits an Fritzbox 6360 dahinter 2x 8 Port Gigabit Switch DLINK (die metallserie für ca. 35€)
Dann an jedem Switch 4 Cisco WAP 200 Access Points für schlappe 120€ das Stück. Diese haben wir WPA2 verschlüsselt.

Da wir die Vermutung hatten, dass die Pfeifen alle Fernsehern und Filesharen haben wir ein Serversystem mit Benutzerverwaltung (MyHotspot) installiert.

Leider läuft das auch nicht...

Woran kann es liegen, wo ist der Flaschenhals? Mich wundert immer, dass man tatsächlich nicht mehr in die Hotspots kommt wenn viel los ist (ab ca. 25 Benutzer), aber 5 Benutzer kriegen doch keinen Cisco small business platt?? Solange nur insgesamt 5-10 Nutzer im Netz sind, funktioniert es einwandfrei...

Wäre um jede Hilfe sehr sehr dankbar!!
 
Ich denke die fritzboxen können die anfragen nicht verkraften.
 
8 Accesspoints und alle auf 2.4GHz... Wie ist der räumliche Abstand zwischen den APs und ist die Kanalwahl der räumlichen Verteilung angepasst?
 
denkst du oder weißt du das? Die Fritzbox selber muss prinzipiell nur den Server verwalten, der teilt doch die Benutzer zu - oder sehe ich etwas falsch?

Wären die Fritzboxen der Flaschenhals, wäre ja dann das Internet sau langsam. Wenn man aber mal drin ist, geht es verhältnismäßig gut.

Edit @eremit007: Je zwei pro Stockwerk. 3 Stockwerke + EG. Ergo 8 Stück. In den Stockwerken hängen die Dinger direkt nebeneinander. Ist aber auch notwendig, da dicke Betonwände.

Kanalwahl ist auf Automatik.
 
edit
 
Aber ich darf doch erwarten, dass ein 120€ Gerät 5 Nutzer gleichzeitig schafft? Oder ist dieses Modell so Schrott?

Edit: Traffic... 1TB pro Monat
 
Habs gerade rausgenommen nach nochmaligem Lesen ;) (persönlich würde ich trotzdem andere APs oder gar Router nehmen; 54 Mbit brutto bei 100Mbit-WAN ist bissl krass wenig, außer Ihr habt noch LAN-Buchsen in den Zimmern verlegt)

Jetzt aber: Wo genau hängt der Haken? Bekommen die Clients einfach keine IP zugewiesen? Oder kann einfach keine Assoziation mit den APs erfolgen? (den Unterschied beachten! Das sind andere OSI-Schichten) Wie sähe es aus wenn eine IP mal statisch vergeben wird wenn 'Last' herrscht? Wer oder was macht überhaupt den DHCP-Server?

Bitte mal großes Schema aufzeichnen. Also was hängt an was, was macht welche Dienste etc.
 
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ben0910 schrieb:
Edit @eremit007: Je zwei pro Stockwerk. 3 Stockwerke + EG. Ergo 8 Stück. In den Stockwerken hängen die Dinger direkt nebeneinander. Ist aber auch notwendig, da dicke Betonwände.
Kanalwahl ist auf Automatik.

Das mit der automatischen Kanalwahl würde ich sein lassen. Sind die Benutzer fest an einen AP gebunden, oder nehmen sie den mit dem besten Empfang?
Ich würde mal mit einem Notebook mit inSSIDer alle Gänge abklappern und schauen wie die Signalstärken sind und entsprechend die Kanäle fest zuweisen, so dass auf jeweils einem Kanal überall möglichst nur ein AP zu empfangen ist.

Also ungefähr so:

3.) Kanal 1 + 9
2.) Kanal 5 + 13
1.) Kanal 9 + 1
EG) Kanal 13 + 5
 
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Super, Profis!
Ich leider nicht, daher kann ich dir nur sagen, was ich weiß.
Die Fritzboxen sind mit einer IP Adresse konfiguriert, DHCP ist aktiviert. Von der Fritzbox geht es in den LAN1 des 1. Servers, von da aus geht es aus LAN2 weiter in die DLINK Gigabit Switches. Der Server wurde von der Software MyHotspot konfiguriert, denke da wurde nicht viel gemacht. Switch kann gar nicht konfiguriert werden. Die AP's wurden auf dynamische IP gestellt und haben eine WPA2 Verschlüsselung für die Benutzer. Sonst habe ich da eigentlich nichts verändert, da ich mich dazu zu wenig auskenne.

Ergo: Fritzbox => Server => Switch => 4 AP's
Frizbox2 => Server2 => Switch2 => 4 AP's (zwei komplett getrennte, aber gleich konfigurierte Systeme)

Was genau bei der Anmeldung schief geht weiß ich nicht, mein Handy bleibt ewig auf "verbinden" hängen und PC's wollen auch einfach keine Verbindung herstellen. Es ist aber im Regelfall nicht so, dass die Verbindung bereits steht und irgendwie nicht funktioniert (wobei das auch ab und zu mal vorkommt)

Die AP's sind leider nicht genau zugewiesen, aber relativ genau... Manche wechseln wenn einer nicht funktioniert oder empfangen "auf der Toilette" einen anderen besser...
 
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Wenn nur die Anmeldung scheitert und die bestehenden Verbindungen nicht betroffen sind, dann ist wohl was mit MyHotspot kaputt. Da kann ich nichts zu sagen.

Alleine von der WLAN-Seite her ist es halt so, dass sich die Netze gegenseitig stören, wenn man die Kanalverteilung nicht beachtet. Je mehr Benutzer aktiv sind, desto grösser die gegenseitige Beeinträchtigung.
 
Ich habe vor ein paar Jahren mal einen Artikel gelesen, wo es um das Wlan eines Hotels ging, dass die optimieren mussten. Das Problem war im allgemeinen, dass die APs sich gegenseitig stören. Eine der Lösungsstrategien war es, die Sendeleistung der APs zu reduzieren.

Ich bin mir nicht sicher, aber es könnte sein, dass es dieser Artikel war: http://www.networkworld.com/news/2012/032812-ietf-makeover-257762.html
Ich bin nur gerade zu faul den zu lesen, um herauszufinden, ob es der richtige ist.
 
stupidus schrieb:
Ich bin mir nicht sicher, aber es könnte sein, dass es dieser Artikel war: http://www.networkworld.com/news/2012/032812-ietf-makeover-257762.html
Ich bin nur gerade zu faul den zu lesen, um herauszufinden, ob es der richtige ist.

Witziger Bericht :)
- Decreasing the AP receiver sensitivity ([changing] HP/Colubris configuration "distance" from "large" to "small");
- Increasing the minimum data and multicast rate from 1Mbps to 2Mbps;
- Decreasing the transmit power from 20dBm to 10dBm;
- And, turning off the radios on numerous APs to reduce the [RF] noise.

Nur alleine die Sendeleistung der APs zu reduzieren wird nicht reichen, weil sich die Benutzer sowohl selber als auch die APs stören.
Ich habe in meinem zweiten Posting noch die vorgeschlagene Kanalkonfiguration ergänzt.
 
Also dieses Phänomen, dass Clients auf "Verbinden" stehen bleiben kenne ich auch aus der Uni. Tritt auf, wenn man mal pünktlich zur Vorlesung erscheint. Aber bei uns müssen auch 2 Access Points 250 Studenten handhaben (wie schreibt man im deutschen eigentlich das Wort "to handle"? handeln? :D).

Ich kann dir ja mal die genaue Typenbezeichnung raussuchen, ist irgendwas von Cisco.
 
Hallo,

stupidus schrieb:
Ich habe vor ein paar Jahren mal einen Artikel gelesen, wo es um das Wlan eines Hotels ging, dass die optimieren mussten. Das Problem war im allgemeinen, dass die APs sich gegenseitig stören. Eine der Lösungsstrategien war es, die Sendeleistung der APs zu reduzieren.

Ich bin mir nicht sicher, aber es könnte sein, dass es dieser Artikel war: http://www.networkworld.com/news/2012/032812-ietf-makeover-257762.html
Ich bin nur gerade zu faul den zu lesen, um herauszufinden, ob es der richtige ist.

genau sowas würde ich auch in Verdacht haben, wäre vielleicht mal gut die räumliche Anordnung der Hotspots zu sehen. Vermute die stehen schön in jeder Etage an der selben Stelle (also untereinander)?
 
Das einfachste wird sein, die WLAN APs, wie von eremit007 dargestellt, auf manuelle Kanäle zu setzen und dann zu schauen ob es besser ist. Läuft es noch immer schlecht, muss man mithilfe eines Netzwerksniffers mal kontrollieren, ob man überhaupt Antworten vom Gerät bekommt.

Wichtig wäre in diesem Fall noch zu wissen: was vergibt die IPs, die Fritzboxen? Funktioniert es noch, wenn das Gerät eine feste IP besitzt?
 
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Mit den bisher vorgeschlagenen Maßnahmen werden sicherlich Verbesserungen erreicht werden. Das Problem ist aber die Fritzbox. Ich weiß nicht wie man sich APs für 120€ kaufen kann und dann in Verbindung mit einer Hardware für Hausfrauen betreibt. Warum gehst du nicht beispielsweise auf Vigor für Unternehmen, die sind maximal 50% teurer und bieten Analysetools plus technisch höchstkompetenter Hotline, die auch beim Aufbau von Firmennetzen vor Ort Service anbieten.
 
Die Ratschläge bzgl. Leistungsreduzierung sind nicht völlig falsch. Da so viele APs nahe.
Antennenausrichtung bitte vertikal.
Kanalvorschlag oben kann je nach Antennenausrichtung und Leistung klappen.
Ich denke hier aber auch an andere Probleme... Die FritzBox.
Oder das myHotSpot System.

Sind die APs alle einzeln konfiguriert? Oder selbe SSID? Oder Infrastructure?

*edit: das von t-6 hätte ich auch als erstes versucht. Statische IPs.
Wobei das bei vielen Clients aufwändig ist.
 
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Guten Morgen, der korrekte Aufbau wäre hier abgesehen von der Konfiguration der AP´s die Verwendung von 2 Cisco Modem statt der FB6360, diese Cisco´s haben dann über einen Leistungsfähigen Loadbalancer zu laufen. Kannst dich hier mal bei den Top5 Geräten von Sophos umschauen. So kannst du zumindest sicherstellen die ankommende Leistung sinnvoll umzusetzen. Normale Miniserver sind mit einem solchen Trafik beim Loadbalancing meißt total überfordert.

Kannst du ja ganz einfach testen, hängt dich mit nem Lappy an die FB und mach nen Speedtest auf www.speedtest.unitymedia.de. Sollte Speed nicht ankommen bitte Lappy mit Netzteil betreiben und Energiespamechanismen deaktivieren.
Ich geh mal davon aus das direkt an der FB der Speed ankommt, bereits hinter dem Server aber starke Verluste auftreten.

Die Cisco Modem sind nicht zwingend erforderlich, die FB würde hier aufh funktionieren. Immerhin erscheint ein Loadbalancer dann als ein einziger Teilnehmer, das wäre somit kein Problem.

Abgesehen davon kann trotz Loadbalancer maximal pro Verbindung nur die 100k genutzt werden, niemals die kombinierten 200k für z.B. einen Download.
 
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Kann mir gut vorstellen, dass sich die Geräte gegenseitig stören. Die Server sind zwar auch etwas überfordert, aber das primäre Problem ist es momentan in einen AP zu kommen, sprich sich mit dem AP verbinden. Mein Ziel wäre es, schnell eine Verbindung mit den AP herstellen zu können, dann komme ich mit verhältnismäßig geringer Wartezeit auch in den Server.

Ich habe jetzt mehrere Vorschläge gelesen, was kann ich denn zusammengefasst tun, um die Performance spürbar zu steigern. Ich bin gerne bereit dafür Geld auszugeben? Kanalzuweisungen?

Die Fritzboxen werde ich dank Kabel Deutschland behalten dürfen, da die Benutzerdaten dort fest eingebettet ist und wohl kein Modem den Coax Anschluss für die Kabelverbindung hat. Gerne hänge ich ein Gerät dahinter oder strukturiere die Server um.
 
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