Wo die ATI-Graphikarten herkommen. Am Beispiel Sapphire mit vielen Bildern

perfekt!57

Commodore
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gibt es hier:

http://www.de.tomshardware.com/graphic/20050717/index.html


Zitat: "Man nehme einen Grafikprozessor, ein paar Speichermodule und Kondensatoren, löte sie auf eine Leiterplatte, garniere sie mit einem VGA-Stecker und fertig ist die Grafikkarte. Auf den ersten Blick wirkt der Aufbau vieler Grafikkarten sehr einfach. Bei genauerem Hinsehen fallen aber viele weitere Bauteile auf. Hunderte von kleinen Widerständen, Kondensatoren und weiteren Bauteilen, die wild verteilt auf der Platine verlötet sind. Auch die Platine selber, mit ihren wild durcheinander verlaufenden Leiterbahnen zeigt, das sehr viel Detailarbeit investiert werden muss, um eine Grafikkarte zu entwickeln und zu bauen. ...

Das Fabrikgelände von PC Partner in Dongguan, ca. 100 Km nördlich von Hong Kong gelegen, umfasst rund 250.000 Quadratmeter mit einem großen Fertigungsgebäude. Dort sind derzeit 16 Produktionslinien untergebracht, in denen unabhängig voneinander Grafikkarten, Motherboards und Flash-Speicher gefertigt werden. Im Jahre 2004 hat die Fabrik mehr als 7 Millionen Grafikkarten produziert - alle auf Basis von ATI-Technologie. Die Fabrik ist seit Jahren eine "ATI Certified Fab". PC Partner hat im Jahr 2004 mit der Fabrik ca. 213 Millionen US$ erwirtschaftet, ca. 40% allein mit Grafikkarten. Für 2005 rechnet man mit einem Umsatz von 250 Millionen US Dollar und einem Grafikkartenanteil von fast 50%. ...


Die Produktion einer Grafikkarte oder eines Motherboards ist ein faszinierender Vorgang. Am Anfang steht ein vollautomatischer Fertigungsvorgang. Danach ist je nach Modell aber noch viel präzise Handarbeit gefragt. Zum einen zur Kontrolle, zum anderen, um größere Bauteile anzubringen. ...
Das Umstellen einer Produktionslinie auf ein anderes Kartenmodell ist relativ problemlos möglich. Die Maschinen müssen dafür "nur" auf das entsprechende Fertigungsprogramm umgestellt werden und mit den geplanten Bauteilen geladen werden. Deutlich aufwändiger ist das Vorbereiten der Produktionslinie auf ein gänzlich neues Kartenmodell. ...

Je nach Auftragslage läuft die Produktion im Schichtbetrieb. In der Hauptsaison vor Weihnachten sind die Linien teilweise 24 Stunden am Tag im Betrieb. ...


Neben der reinen Fertigungsanlage betreibt PC Partner auch ein Entwicklungslabor im Gebäude. Neben der Entwicklung und dem Design der PCBs werden die Karten thermischen Belastungstests ausgesetzt und auf elektromagnetische Strahlungen (CE) hin untersucht. Eine weitere Besonderheit ist die Untersuchung einzelner Zulieferbauteile (Speicher, Kondensatoren) auf giftige Bestandteile, die mittels eines Pb/Cd X-ray Fluorescence Analyzers durchgeführt werden.

Gerade für die OEM-Kunden ist das hinsichtlich der Entsorgung der Geräte ein sehr wichtiger Faktor. In Europa tritt ab 13. August 2005 die Pflicht zur WEEE Kennzeichnung (Waste of Electrical and Electronic Equipment) in Kraft. Sie regelt die Entsorgung und Recyclingfähigkeit von Elektronikprodukten. Dort wird unter anderem festgeschrieben, dass die Geräte keine giftigen Schwermetalle mehr enthalten dürfen, wie Blei, Quecksilber, Kadmium, and hexavalentes Chrom. Die erste von Sapphire gefertigte völlig bleifreie Karte ist die Radeon X700. ...

Nach der Fertigstellung werden die Grafikkarten von Dongguang ins 100 km entfernte Sapphire Warehouse in Hong Kong transportiert und von dort an die Kunden in der ganzen Welt verschickt. Die gesamte dafür erforderliche Logistik erledigt das Hauptbüro von Sapphire in Hong Kong, das auch für die komplette Verwaltung, die Entwicklung der Grafikkarten inklusive Kühler etc. sowie teilweise auch für Marketing und Vetrieb zuständig ist."

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Interessant ist, wie die GPUs über die "Filmrolle" rattern. ;)

Das noch so viel manuell gemacht wird hätte ich auch nicht gedacht.
 
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