Wo kauft man Gaming-PC-Komplettsysteme für kleinen Geldbeutel?

mschrak

Commander
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Hallo zusammen,
ein Freund von mir (für den ich aber nur sehr ungern einen Rechner zusammenbauen möchte, und der es selbst noch weniger kann als ich), hat bei seinem vor etwa 2 Jahren für ca. 900 Euro gekauften GamingPC von einem Fachbetrieb die Diagnose bekommen:
"Speicherriegel 1 16 GB OK"
"Speicherriegel 2 16 GB "III" markiert defekt"
"CPU i9-11900KF überhitzt, stürzt bei Belastung ab"
"Mainboard S1200 DDR4. Kondensatoren halten nicht die Spannung"
Die weiteren Komponenten (1 TB SSD Emtec / NT 550 Watt / GraKa RTX 4060) sind scheinbar OK.

Der Fachbetrieb bietet zwar an, auf Basis der nicht defekten Komponenten ein neues System zu stricken, ist damit aber aus meiner Sicht recht teuer. Zur Verdeutlichung Angebot: Asus Prime B660+ / Core i514400 S1700 / Zusammenbau mit den alten Komponenten = 500 Euro.

Wozu würdet Ihr raten?
Besser gleich einen neuen GamingPC besorgen (und ggf. wo?) und den alten verklappen / ausschlachten?
Was ist aktuell im Bereich 800-900 Euro so drin?
Danke,
Martin
 
Möchtest du mit dem PC spielen?
Ja
Welche Spiele genau?
Weiss ich nicht genau, mindestens das, was man eben mit dem bisherigen System konnte.
Welche Bildschirmauflösung nutzt dein Spielmonitor?
k.A.
Ultra/hohe/mittlere/niedrige Grafikeinstellungen?
Was in dem Preisbereich eben geht.
Genügen dir 30 FPS oder sollen es 60 oder gar 144 FPS oder mehr sein?
60 FPS
Möchtest du den PC für Bild-/Musik-/Videobearbeitung oder CAD nutzen?
Nein
Hast du besondere Anforderungen oder Wünsche?
Nein
Wieviele und welche Monitore möchtest du nutzen?
1
Hast du noch einen alten PC, dessen Komponenten teilweise weitergenutzt werden könnten?
s.o., ist aber beim Kauf eines KomplettPC ja eher schwierig.
Wie viel Geld bist du bereit auszugeben?
800-900
Wann möchtest du den PC kaufen?
ASAP
Möchtest du den PC..
  1. zusammenbauen lassen
Selbstbau und Allgemein: Wie schätzt du dein Vorwissen zum Thema ein?
Sehr begrenzt
Bestätigung
  1. Ich habe den Fragebogen bestmöglich beantwortet und verstehe, dass mein Thread ohne diese Angaben geschlossen werden kann.
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Ich kann dir nur sagen was ich in der Situation machen würde.

Fertigen, gebrauchten PC mit einer schwachen GPU oder ohne GPU kaufen und die 4060 dann dort einbauen.
Und ggfs auch die SSD dort einbauen.

Beispiele auf die Schnelle:
https://www.kleinanzeigen.de/s-anze...am-asus-rog-b550-e-gaming/3449457520-228-4136
https://www.kleinanzeigen.de/s-anze...c-ryzen-7-5800x-16gb-ddr4/3456569494-228-5309
https://www.kleinanzeigen.de/s-anze...0x-rtx-2060-asus-16gb-ram/3439430993-228-1324

Dann hat der Kollege mal Ruhe und dann kann man sich seinen PC mal genau anschauen.
Ein defekter RAM-Riegel ist ja jetzt kein Grund für die Tonne.
CPU braucht vermutlich auch nur einen besseren Kühler.
 
Moin,

mschrak schrieb:
"CPU i9-11900KF überhitzt, stürzt bei Belastung ab"
"Mainboard S1200 DDR4. Kondensatoren halten nicht die Spannung"
Klingt so ein bisschen nach "die dickste CPU auf ein sehr sparsames MB gepflanzt", schlechtesten falls noch mit zu schwachem Kühler.
Hier wäre die Frage, welche MB konkret verbaut ist, der i9 war so oder so nie eine wirkliche Empfehlung, da einfach sehr hungrig bei begrenzter Mehrleistung.
Bestenfalls kann es hier schon helfen, sinnvolle Powerlimits zu setzen.
Weiterhin die Frage was für ein Kühler sitzt auf der CPU?

mschrak schrieb:
Hier auch die Frage welches konkret?

mschrak schrieb:
Was ist aktuell im Bereich 800-900 Euro so drin?
Nicht wirklich etwas Empfehlenswertes, die aktuelle Preisentwicklung hast du mitbekommen?
Gerade Fertig wirst du da schwierig etwas wirklich Ordentliches bekommen und wenn auch noch Komponenten mitgenommen werden sollen macht es das nicht einfacher.
 
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mschrak schrieb:
Speicherriegel 1 16 GB OK"
"Speicherriegel 2 16 GB "III" markiert defekt"
"CPU i9-11900KF überhitzt, stürzt bei Belastung ab"
"Mainboard S1200 DDR4. Kondensatoren halten nicht die Spannung"
Speicherriegel sehe ich noch ein.
CPU überhitzt ist eine komische Diagnose, sitzt da der Kühlkörper nicht richtig?
Mainboard -> Kondensatoren halten nicht die Spannung ist schon sehr schräg:
a.) welche Kondensatoren
b.) wie gemessen
c.) wie kommt man überhaupt darauf, das zu messen
 
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Es ist ja nicht nur der Zusammenbau der Geld kostet sondern auch die Gewährleistung des ganzen PCs was du mit dem Kauf erhältst. Wenn was ist musst du nicht die nächsten Monate ran.

Die Überhitzung sollte schnell gelöst sein, auch ein ram Riegel lässt sich leicht beschaffen. Ich vermute das das Board noch ok ist, wenn das aber defekt war lohnt sich der Austausch kaum.

Günstig fällt mir nur gebraucht ein, Einzelteile oder als Ganzes.
Alternativ ggf. GeForceNow ggf. Mal probieren, bevor man ein Vermögen für Hardware ausgibt.
 
Wir kaufen unsere Systeme seit vielen Jahren bei Memory PC. Wir sind zwar ein Büro, die haben aber auch viele Gaming Systeme. Der Vorteil ist dass es viele Ausgangssysteme gibt bei denen man alle Parts aus einer großen Auswahl wechseln kann. Die Preise sind okay, das handling der Seite beim Zusammenstellen gut.

https://www.memorypc.de/
 
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Die traurige Wahrheit ist das du für das Budget im Fertig PC Bereich nix bekommst, das gegenüber der Reparatur auch nur Ansatzweise sinnvoll ist.

Abgesehen davon wären die genauen Komponenten interessant.
 
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"CPU i9-11900KF überhitzt, stürzt bei Belastung ab"
Die CPU ist warscheinlich nicht kaputt, es gibt keinen Grund, diese mit einem Core i514400 S1700 zu ersetzen. Überhitzungsprobleme löst man durch eine Erneuerung der CPU Paste und durch das Reinigen des CPU Kühlers.
Ich finde die Diagnose des PC Ladens etwas seltsam. Jeder der genannten Fehler hätte für sich alleine ausgereicht, den Rechner unbenutzbar zu machen. Meiner Meinung nach unwarscheinlich, dass all diese Fehler gleichzeitig auftreten. Ich würde dazu raten, den Rechner selber zu reparieren. Hier im Forum kriegst du Hilfe bzgl. der Fehlerdiagnose.
 
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mschrak schrieb:
"CPU i9-11900KF überhitzt, stürzt bei Belastung ab"
"Mainboard S1200 DDR4. Kondensatoren halten nicht die Spannung"
Da werde ich stutzig.
Temperatur ist Wärmeleitpaste oder guten Kühler, das sind 50-60 Euro.
Wie wurde denn die Kondensatorenladung gemessen? Ich frage deshalb so dämlich, weil das Durchmessen aller Kondensatoren eine ziemliche Arbeit ist, so dass realistischerweise die Diagnose schon locker 200 Euro gekostet haben müsste.

Und warum will der Fachbetrieb eine neue CPU einbauen? Sorry, das ist für mich massiv unseriös und ich würde da nochmal ansetzen, bevor ich was "neues" kaufe.

Nachtrag: Schau mal da rein: https://www.computerbase.de/forum/t...sammenbau-jetzt-auch-in-deiner-naehe.1249024/
Vielleicht ist jemand in der Nähe und könnte zumindest beim CPU-Kühler helfen, je nachdem was verbaut ist.
Sollte tatsächlich ein RAM defekt sein, schaue hier mal in den Marktplatz ob vielleicht jemand günstig DDR4 loswerden will. Ich habe zwar auch welchen rumliegen aber ich mag das Versand-zur-Post-latsch-Gedöns alles nicht.
 
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Fachbetrieb aber solche Diagnosen?

Ram gibt's keinen neuen obwohl defekt sein soll?

Die wollen die noch gute ware für lau bekommen und mehr Gewinn machen.
 
Also ich hatte den PC anfangs kurz selbst auf dem Tisch. Das Ausgangsproblem war, dass Win11 direkt nach Systemstart immer nach 1-2 Sekunden einen Neustart machte. Um Softwareprobleme auszuschließen, habe ich versucht ein Live-Linux vom Stick zu booten, da gabs aber auch Probleme (Absturz beim Bootvorgang).
Ich habe dann einen Memtest laufen lassen und war zu einem Haufen Fehlermeldungen (mehrere hundert bevor ich abgebrochen habe) gekommen. Beim Einzeltest der beiden Ramriegel habe ich zumindest Linux stabil halten können, Win11 hat aber immer noch rumgezickt, Memtest gab auch immer noch Fehler raus. Daher habe ich auf CPU und / oder MoBo getippt und da ich bei sowas gerade bei Freunden lieber vorsichtig bin ("Du hast meinen PC geschrottet" will ich in jedem Fall vermeiden), habe ich ihm geraten, zum PC-Laden bei uns zu gehen. Die bieten für 50 Euro eine Fehlersuche an und sind meines Wissens hier am Standort recht fähig. Nur eben dann auch recht teuer, wenn es um Reparatur / Neukauf geht.
Und dann kam eben die o.g. Diagnose.
Das mit dem Lüfter finde ich wiederum seltsam, für mich sah das so aus, als sei da ein boxed drauf. Aber der dürfte ja nicht zu schlapp für die CPU sein, oder? Laut dem PC-Laden war wohl die Wärmeleitpaste komplett getrocknet...
Wie die genau das MoBo geprüft haben, habe ich nicht gefragt, für 50 Euro haben die aber tatsächlich recht viel gemacht...
(@xxMuahdibxx: Laut Angebot soll wohl der kaputte RAM Riegel einfach raus, der andere drin bleiben.)
 
mschrak schrieb:
Ich habe dann einen Memtest laufen lassen und war zu einem Haufen Fehlermeldungen (mehrere hundert bevor ich abgebrochen habe) gekommen. Beim Einzeltest der beiden Ramriegel habe ich zumindest Linux stabil halten können, Win11 hat aber immer noch rumgezickt, Memtest gab auch immer noch Fehler raus.
Gab Memtest bei beiden Fehler aus?
Aber würde sich zumindest hier ja mit der Diagnose des Ladens decken, dass es beim Ram einen Defekt gibt.

mschrak schrieb:
Das mit dem Lüfter finde ich wiederum seltsam, für mich sah das so aus, als sei da ein boxed drauf. Aber der dürfte ja nicht zu schlapp für die CPU sein, oder?
Wenn der 11900K voll aufdreht ist der deutlich zu schlapp, beim MB wäre die gleiche Frage, gibt ja so ein paar Expertenläden, die dann einen i9 zusammen mit einem boxed (der viel zu schwach ist) und irgendwelchen H510 Billoboards verkauft haben die viel zu schwache Spannungswandler für so eine CPU haben.
 
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Naja 16 GB ist nicht gerade üppig.

Am Ende hätte ein neues mainboard für den i9 gereicht.

Kühler und Powertarget im Mailboard runter von den Intel typischen +200 watt.
 
mschrak schrieb:
Memtest gab auch immer noch Fehler raus.
Dann scheint der zweite RAM Riegel auch defekt zu sein. Was aber auch an der CPU oder dem Mainboard liegen könnte. Hast du die Möglichkeit, die RAM Riegel auf einem anderen System zu testen. Hast du vor dem Text ein BIOS Reset gemacht? Neuestes BIOS ist installiert?

CPU überhitzt ist möglich, da könnte ein bessere Kühler und neue WLP helfen.

"Mainboard S1200 DDR4. Kondensatoren halten nicht die Spannung" Auch das ist nicht unmöglich, wenn die VRM-Lösung des MB für den 11900KF zu schwach ist, werden die Komponenten zu heiß und drosseln die CPU.

Um wirklich sicher zu gehen, müsstest du alle Komponenten mit 100% sicher funktionierenden Komponenten einzeln durch testen.

Ohne genaue Bezeichnung der Komponenten raten wir hier aber nur rum.
 
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Für 50 Euro misst man kein komplettes Board durch, beim besten Willen nicht.
Mein Ansatz wäre, wenn das System ohne den defekten Riegel stabil läuft, erstmal den i9 mit Powertarget einzubremsen und dann schauen.
Wie gesagt, Helferliste mal durchwühlen.
 
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Läuft das System stabil mit dem einen heilen Riegel?
Wenn nicht, dann sind evtl. die Spannungswandler mit der CPU überfordert und das Mainboard müsste getauscht werden, sofern der "Fachbetrieb" recht hat.
Und evtl. den Kühler und/oder Wärmeleitpaste ersetzten, wenn die Temperaturen zu hoch sind.

Edit: Wenn das ein boxed Kühler ist, wird der zu schwach und zu laut sein, würde ich tauschen!
Edit2: Beide Riegel haben Probleme? Würde mich sehr wundern.
Dann tippe ich eher auf das Mainboard. Das beide Riegel defekt sind, ist eigentlich ziemlich unwahrscheinlich..

Welches Mainboard ist das genau? Ich wüde auch als erstes mal das Bios updaten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Einschätzung des Systems:
Ich befürchte, da wurde für relativ viel Geld eine typische Blendwerk-Maschine angeschafft. Großer Name für CPU und GPU, Hauptsache Intel und Nvidia. Der Rest ist mutmaßlich stark auf Kante. Lässt sich nun ohnehin nicht mehr ändern.
Vermutlich hätte er diese trinkfeste CPU gar nicht in der Form benötigt.


Was ich unabhängig vom Laden machen würde:
  • Überlegen, den Ram zu übernehmen.
  • Den 11900kf verkaufen; Leute sind noch immer geil auf das Label Intel i9.
  • Einen 13600k/f oder 14600k/f kaufen.
  • Ein solides Sockel-1700-Brett mit pcie-5.0 erstehen. (Eines für DDR4!)
  • Prüfen, ob das Netzteil bleiben darf. Die 550w waren für diese CPU auch nicht gerade üppig.

mschrak schrieb:
Besser gleich einen neuen GamingPC besorgen (und ggf. wo?) und den alten verklappen / ausschlachten?
Kleinanzeigen? Oder hier im Forum am Schwarzen Brett. Da habe ich auch schon mal eine CPU verkauft mit dem Vorbehalt, dass es das Geld zurückgibt, sollte sie nicht funktionieren. Man muss sich den Käufer dann natürlich entsprechend aussuchen.

Klar ist:
Das alles ist mit Aufwand verbunden. Inwieweit du diesen leisten willst, kannst du selbst am besten entscheiden.


mschrak schrieb:
Was ist aktuell im Bereich 800-900 Euro so drin?
Falls der Vorschlag hier so gar nicht passt, dann Neuware:

https://geizhals.de/asrock-b850m-x-wifi-r2-0-90-mxbsh0-a0uayz-a3483449.html
https://geizhals.de/arctic-freezer-36-s-black-acfre00196a-a3827459.html
https://geizhals.de/amd-ryzen-5-7500f-100-000000597-a2991857.html
https://geizhals.de/patriot-signature-line-premium-schwarz-udimm-8gb-psp58g560082h1-a3777096.html
https://geizhals.de/patriot-signature-line-premium-schwarz-udimm-8gb-psp58g560082h1-a3777096.html

Wie gesagt: Der 11900k(f) hat mich noch nie überzeugt. Den würde ich versilbern.
In beiden Fällen.

€dit:
Hat fast den Gegenwert eines 14600kf.
https://www.kleinanzeigen.de/s-preis:130:280/intel-11900kf/k0
 
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Ich würde zuallererst mal ins BIOS gehen und dort alles auf Standard setzen und dann prüfen, ob die Kiste bootet.
 
Zwirbelkatz schrieb:
Ein solides Sockel-1700-Brett mit pcie-5.0 erstehen.
Ggf. kann man auch über DDR4 nachdenken.
Da aber einer der beiden Riegel defekt ist, würde ich den intakten vermutlich auch zu Geld machen und ein 32GByte DDR5 Kit kaufen, sofern ein Neukauf weiterhin (nach erfolgten Maßnahmen wie hier im Thread beschrieben) in Betracht gezogen wird.
DDR5 performt auf der Intel 13./14.Gen durchaus besser als DDR4.
Benna schrieb:
ins BIOS gehen und dort alles auf Standard setzen
Und bei der Gelegenheit auch direkt die jüngste BIOS/UEFI Version installieren.
 
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