Wo Menschen über mich reden, da bin ich: Gott, Religion, Bibelinterpretationen

Aber diese Leute haben eben keine Beweise, die so klar sind, dann man davon Ausgehen kann, dass es David gab und selbst wenn bleibt das "Problem", dass es eher ein kleiner Fürst denn großer König war.
 
Typischerweise ist bei Geschichtlichen Erkenntnissen von vor 3000 Jahren nicht ganz so einfach, wirklich eindeutige Belege zu finden, weil eben relativ viel nicht erhalten ist, bspw. auch zu den Hethitern, den "Seevölkern" usw.

"König" oder "Fürst" ist übrigens nur eine Frage der Selbstbezeichnung, manchmal wird das sogar vermischt (bspw. die "Heiligen Drei Könige" bezeichnet die Bibel selbst nur als "Sterndeuter" und erwähnt auch ihre Anzahl nicht).
Dass das israelitische Reich existierte ist aber halt unbestritten, und dass es für benachbarte, bedeutendere Reiche wie Ägypten oder Babylon wohl als unwichtig erschien, ist naheliegend.
 
das "unwichtig" für die Nachbarn ist der Punkt, der gegen das biblische Reich spricht und her für ein oder direkt mehre Kleine.
 
Genau, wenn man schon (aus meiner Sicht richtigerweise) bezüglich historischer Begebenheiten mit Indizien argumentiert, dann ist es unredlich, die dagegen sprechenden Indizien einfach auszuschließen und nur die dafür sprechenden Indizien zu akzeptieren.

Leider wird dies häufig von Gläubigen so gemacht. Übrigens in so ziemlich jede Richtung, also z.B. etwas für den Glauben auslegen ist total richtig, etwas aus derselben Kategorie was dagegen sprechen könnte wird dann instantan umgedeutet oder widersprochen.
Bsp. Erdbeben, das nach 7 Tagen gerettete Kind ist ein Wunder und Zeichen von Gottes/Allahs/Manitus Güte und Stärke. 1000 in den Trümmern umgekommene Menschen (inkl. Kinder) wahlweise eine Strafe, Glaubensprüfung, etwas was wir mit unserem Geist hinsichtlich seines Planes nicht begreifen können, freier Wille, er hat sie zu sich geholt und was einem halt sonst noch so einfällt, nur um nicht, wer a Rettung sagt muss auch b Verantwortung für nicht gerettete Seelen sagen zu müssen. Oder halt andersrum, wer Verantwortung dafür ablehnt, kann sich auch schlecht Wunder zuschreiben lassen.
Ich weiß, das ist wiederum für Gläubige ganz klar und easy, man muss nur glauben. Bleibt aber unlogisch (Glaube ist ja nun mal nicht logisch im Sinne von a bedingt b, sondern wird ja damit definiert, dass es das Dogma gibt, es gäbe Gott und er ist unfehlbar und allmächtig).
 
Ich weiß, das ist wiederum für Gläubige ganz klar und easy, man muss nur glauben. Bleibt aber unlogisch (Glaube ist ja nun mal nicht logisch im Sinne von a bedingt b, sondern wird ja damit definiert, dass es das Dogma gibt, es gäbe Gott und er ist unfehlbar und allmächtig).
So kann man es vlt. in aller Kürze sagen, aber es kommen so viele Fragen im Leben eines Gläubigen, (und die Antworten viel, viel später) man muss jeden Tag von neu beginnen. Das ist ein Kampf, nicht das Anhäufen von Wissen.
 
Sanjuro schrieb:
Das ist ein Kampf, nicht das Anhäufen von Wissen.
Aber warum sollte man so einen sinnlosen Kampf überhaupt anfangen, wenn man durch das erlangen von wissen eine viel spannendere und erfolgversprechendere Herausforderung hat?
 
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Sanjuro schrieb:
Es ist der geistige Kampf gemeint.
„Die Logik ist die Hygiene, deren sich der Mathematiker bedient, um seine Gedanken gesund und kräftig zu erhalten.“ ― Hermann Weyl

Klingt für mich besser für den "geistigen Kampf".
Und ganz wichtig:
„Wir müssen wissen, und wir werden wissen.“ ― David Hilbert

Passt nur nicht zu einer Aussage mit dem Wissen anhäufen.
 
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Nach derzeitigem Trend werde der Anteil der christlich-konfessionell gebundenen Menschen in Deutschland schon im nächsten Jahr unter 50 Prozent sinken. Die Konfessionslosen werden voraussichtlich Ende der 2020er-Jahre die 50-Prozent-Marke überschreiten und damit auch die absolute Bevölkerungsmehrheit stellen, wie Christopher Jacobi, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD bei der Vorstellung der Studie den 128 Delegierten des Kirchenparlaments erläuterte.
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/kirche-religiositaet-glaube-100.html

Wenn es keine Mehrheit mehr gibt, wäre es doch ein guter Grund die Kirchensteuer endlich abzuschaffen.

Meiner Meinung nach sollte es wie in einem eingetragenen Verein laufen, sprich über Mitgliedsbeiträge und Spenden.

Zudem bin ich auch dafür, dass man erst ab einem bestimmten Alter Mitglied einer religiösen Institution sein sollte. Ich finde es nicht gut, wenn Babys schon getauft werden. Das treibt die Mitgliedsanzahl künstlich nach oben und übergeht den Willen des Kindes.

Ja, bei einem Fußballverein ist das etwas anderes. Religion finde ich dafür zu brisant, um sich im Zweifel von Geburt an indoktrinieren zu lassen.
 
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Skaiy schrieb:
Ja, bei einem Fußballverein ist das etwas anderes. Religion finde ich dafür zu brisant, um sich im Zweifel von Geburt an indoktrinieren zu lassen.
Kannst du ja überhaupt nichts gegen machen. Wenn du in eine christliche Familie geboren wirst, dann ist das halt so. Kannst das Kind ja nicht abkoppeln bis es alt genug ist. Ich denke man kann nur warten, bis der Zeitgeist sich weiter geänder hat. Gibt ja auch Eltern die die Entscheidung den Kindern überlassen. Da wird dann erst vor der Kommunion getauft.
 
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Sagen wir mal so, würden die Christen ihre heilige Schrift und ihre Vorbilder daraus ernst nehmen, wäre das kein Problem. Kindstaufe existiert darin nämlich gar nicht, war ein später eingeführter Marketingtrick.
 
Skaiy schrieb:
Wenn es keine Mehrheit mehr gibt, wäre es doch ein guter Grund die Kirchensteuer endlich abzuschaffen.
in Ö kann man aus diesem Heuchlerverein austreten und dann spart man sich die Kirchensteuer. Was ich vor Jahren getan habe.
 
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Ein kurzes, aber wie ich finde gelungenes Video als Denkansatz.
 
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