Wo und wie teure Artikel am sichersten verkaufen?

Ich hab über eBay schon diverses Zeug, auch "hochpreisiges" bis 1500 €, verkauft. Bisher eigentlich nie Probleme gehabt. Vllt. Glück, kA. Ich musste insgesamt auch nur einmal (in knapp 10 Jahren) den Kundendienst heranziehen. Ich glaube die Erfahrung war nicht so prickelnd, wenn ich mich recht erinnere. Aber ich denke auf allen Plattformen und Verkaufswegen kann man mal Pech haben.
Immer Versand mit Tracking. Fotos von der Ware machen, auch beim verpacken.
 
Stell die Karte doch als "nur Abholung" online. Vllt reicht das schon und jemand hat Interesse.
Er kommt vorbei, guckt sich die Karte an, testet sie evtl und hat das Geld entweder dabei oder überweist es. Sobald das Geld da ist, holt er sie ab.
Wenn man vorher schreibt/kommuniziert kann man doch ehrlich sagen, welche Bedenken du bei Versand etc. hast.

Ich hatte vor 15 Jahren mal ein Problem bei Kleinanzeigen, sonst alles gut. Wenn dir irgendwas komisch vorkommt musst du ja nicht an die Person verkaufen.
 
Wo wohnst Du denn? Und welchen Preis stellst Du Dir vor?
 
MountWalker schrieb:
Wie funktioniert denn dieser Betrug, wenn man versicherten Versand verschickt hat?

Aus Käufersicht: Ich bestelle prinzipiell nicht bei Anbietern, die Selbstabholung verlangen, weil ich gerade bei Real-Life-Selbstabholsituationen die größte Angst vor Rumdiskutierern und Preisnachverhandlern habe. Ich bin auch in einem Land aufgewachsen, in dem es jetzt im Real-Life nicht unmöglich war, abgezogen zu werden...

@Yiasmat

"ab 30 Artikeln"? Da fehlt der Zeitrahmen: Ab 30 Verkäufen pro Jahr!
https://www.ndr.de/ratgeber/verbrau...bei-Privatverkauf,privatverkaufsteuer100.html
Da gibt es viele Varianten. Beliebt wäre nach der Zustellung mit dem selben Tracking ein zweites Paket zu versenden das eine "Annahmeverweigerung" beinhaltet. Das kommt aber nie beim Absender an. DHL, DPD, UPS usw lassen sich da "recht einfach" faken wenn man möchte. Die Gefahr besteht aber immer. Von DHL bekommst du dein Geld da meistens nicht wieder und von EBay sowieso nicht.
DHL wird dir sagen das die Sendung entweder korrekt beim Empfänger zugestellt wurde oder zu dir zurückgekommen ist mit Zustellung. EBay schaut auch nur auf das Tracking.
 
Ich versuch mir bei euren Abholempfehlungen schon irgendwie vorzustellen, was ihr eigentlich macht, wenn ihr Betrüger und Abzieher im Real-Life trefft.
Ergänzung ()

mydayyy schrieb:
Da gibt es viele Varianten. Beliebt wäre nach der Zustellung mit dem selben Tracking ein zweites Paket zu versenden das eine "Annahmeverweigerung" beinhaltet. Das kommt aber nie beim Absender an. DHL, DPD, UPS usw lassen sich da "recht einfach" faken wenn man möchte.
Sicher? Einfach zu faken? Wie können dann Alternate, Mindfactory und Konsorten Geschäfte machen - die müssen ja ständig derart abgezogen werden...
 
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Ich würde von beidem abraten... Der Käufer braucht bloß einen Fall eröffnen, dass irgendetwas nicht stimmt. Dann steht Aussage gegen Aussage, und es liegt im Ermessen von... Ebay, ob sie etwas erstatten oder nicht... so war zumindest meine bisherige Erfahrung

Wäre Privatverkauf inkl. Kaufvertrag (damit die Bank später bei der Einzahlung keine Probleme macht + Käufer die Sicherheit hat, kein gestohlenes Gerät und so) eine Option?
 
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MountWalker schrieb:
Ich versuch mir bei euren Abholempfehlungen schon irgendwie vorzustellen, was ihr eigentlich macht, wenn ihr Betrüger und Abzieher im Real-Life trefft.
Ergänzung ()


Sicher? Einfach zu faken? Wie können dann Alternate, Mindfactory und Konsorten Geschäfte machen - die müssen ja ständig derart abgezogen werden...
Werden Sie auch. Das ist bei Zalando, Otto und anderen Versandhändlern nicht anders. Da werden dann irgendwann einfach die Konten geschlossen aber nachweisen kannst du selten was. Eventuell legen es einige Versandhändler dann auch auf einen Rechtstreit an und erstatten nicht aber persönlich deswegen mit einem Anwalt das ganze anzugehen? Kann man eben maximal anzeigen dann.
Das ist alles eingepreist, wir zahlen dafür mit höheren Preisen. Wie überall, gibt es aber zum Glück nicht so viele Menschen mit einer derartigen kriminellen Energie, weil das tatsächlich auch etwas Aufwand ist. Vor allem wenn du das dauerhaft betreiben möchtest.
 
mydayyy schrieb:
Eventuell legen es einige Versandhändler dann auch auf einen Rechtstreit an und erstatten nicht aber persönlich deswegen mit einem Anwalt das ganze anzugehen? Kann man eben maximal anzeigen dann.
Nicht eventuell, sondern natürlich wird nicht erstattet und fertig und wenn sich ein Betrüger wirklich mal wagt, einen Gerichtsprozess zu erzwingen - womit er der Justiz schonmal sein gesicht zeigen müsste - dann kommts halt zum Prozess. Ihr lasst euch von den Betrügern einfach ganz schon leicht mit der Angst vor dem Prozess verjagen. Schließt eine Rechtsschutzversicherung ab.
 
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Das wird dir nur bedingt weiterhelfen, aber vielleicht relativiert es deine Ängste etwas: Tausende Menschen handeln mit teuren Uhren über das Internet. Solange es über eine Plattform mit gutem Renommé geht und du den Treunhandservice sowie die Versandversicherung nutzt, würde ich mir nicht zu viele Sorgen machen.

Also ja, nicht leichtfertig sein, aber nein eine gute Plattform möchte auch nur zufriedene Käufer und Verkäufer.
 
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MountWalker schrieb:
Nicht eventuell, sondern natürlich wird nicht erstattet und fertig und wenn sich ein Betrüger wirklich mal wagt, einen Gerichtsprozess zu erzwingen - womit er der Justiz schonmal sein gesicht zeigen müsste - dann kommts halt zum Prozess. Ihr lasst euch von den Betrügern einfach ganz schon leicht mit der Angst vor dem Prozess verjagen. Schließt eine Rechtsschutzversicherung ab.
Natürlich ist nun quatsch. Du hast ja keinerlei Beweise, nur das die Retoure bei dir trotz Zustellscan nicht verarbeitet wurde. Viel Spaß damit vor Gericht. Und je nach Händler fällt das auch erst bei der 3ten Retoure auf und nicht bei der Ersten. Dann wird ein neuer Account erstellt und der Spaß beginnt von Neuem.
Privat kannst du dir den Stress natürlich auch machen ja. Aber es mangelt eben an Beweisen. Du hast nur das Tracking und Aussage gegen Aussage. Im Zweifel für den Angeklagten aber wenn du da Urteile kennst dazu würde ich mich freuen.
 
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mydayyy schrieb:
Natürlich ist nun quatsch. Du hast ja keinerlei Beweise, nur das die Retoure bei dir trotz Zustellscan nicht verarbeitet wurde.
Was denn jetzt für eine Retoure?
 
@MountWalker Du sprichst oben von "Alternate, Mindfactory und Konsorten". Da wird dann mittels angeblicher Retouren betrogen. Beim Privatverkauf ist die Masche etwas anders aber im Prinzip ähnlich. Aber wenn du das Thema auf die Versandhändler ausweitest dann geht es hier meistens um Retourenbetrug. Nicht das man auch so tun kann als wäre das Paket nicht angekommen (Annahmeverweigerung) wie beim Privatverkauf aber die Möglichkeiten sind generell groß so lange es eine Sendungsverfolgung gibt,
 
Es wird immer schlechte Menschen geben, die versuchen dich über den Tisch zu ziehen. Gewerbliche Anbieter kennen das und preisen das daher mit ein, dass bei einem kleinen Anteil der Transaktionen betrügerische Absichten vorliegen. Da darf man sich nicht von unterkriegen lassen. Das Problem dabei: Bei dir als privater Anbieter ist es lediglich diese eine Transaktion und wenn es gerade da passiert, dann bist du bei 100% Quote.

Plattformen wie Kleinanzeigen und eBay haben immer das Problem der Balance zwischen Käuferschutz und Verkäuferschutz, schon seit Jahren und Jahrzehnten. Verkäuferschutz existiert als Konzept nicht so lange wie Käuferschutz, weil immer stärkere Käuferschutzregeln dazu führten, dass die Verkäufer über den Tisch gezogen wurden. Das kannte man bis dahin ja kaum, weil man immer davon ausging, dass der Verkäufer hier derjenige mit den betrügerischen Absichten ist.

Wenn lokaler Verkauf gegen Cash keine Option ist, wende dich an eine Firma die Komponenten ankauft. Da kriegst du natürlich nicht den Marktwert, sondern ~60% vom Marktwert. Dafür hast du da dann keinen Stress.
 
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@Khorneflakes Das würde ich genau so unterschreiben. So lange man auf so offensichtliche Dinge achtet (Kein PayPal Family&Friends, vorher das EBay Konto prüfen auf Alter und Anzahl der Verkäufe/Bewertung, etc) ist alles ok. habe einiges bis 600 EUR verkauft ohne Probleme über Kleinanzeigen direkt.
 
Könnte schwer werden kaum einer kauft Profikarten aus unbekannter Herkunft und ohne Rechnung, Garantie oder Gewährleistung.
 
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Beachte bitte das normale Pakete oftmals nur bis 500€ versichert sind. Oft kannst du Zusatzversicherungen abschließen aber meist auch nur bis 2500€. Das Versandrisiko trägst bei Privatverkauf du.

Für höherpreisige Artikel Wertversand wie Intex oder Galle nutzen.
 
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@digitalfrost

Das Thema hatten wir schon. Geht trotzdem mit DHL bis 25k Transportversicherung für 20,00 Euro extra.
 
Um das mal klarzustellen: Nach BGB trägt der Käufer bei Privatverkäufen das Versandrisiko
 
Hi...

Ich les' hier interessiert mit und hab' für @Tech-Dino auch nur den Hinweis für diesen eher "exklusiven" Artikel vllt. sogar besser auch in jeweiligen Fach-/Interessen-Communities (gewerbliche Prosumer oder Gamer, bspw. bei PCGH) nach einem potentiell Kaufwilligen zu suchen, aber ansonsten bin ich doch sehr wißbegierig zu den erwähnten Betrugsmaschen, da sich mir die logisch (noch) nicht erschließen.
Wie soll​
mydayyy schrieb:
[...] nach der Zustellung mit dem selben Tracking ein zweites Paket zu versenden das eine "Annahmeverweigerung" beinhaltet. Das kommt aber nie beim Absender an.
funktionieren?
Man verschickt 'nen über eBay verkauften Artikel mit Sendungsverfolgung und entsprechendem eBay-Sendeetikett verpackt - wie soll da das Tracking mit (integr.) "Annahmeverweigerung" mißbraucht werden können? Und wieso beim "Absender ankommen"?​
mydayyy schrieb:
Nicht das man auch so tun kann als wäre das Paket nicht angekommen (Annahmeverweigerung) wie beim Privatverkauf aber die Möglichkeiten sind generell groß so lange es eine Sendungsverfolgung gibt,
Ähm... "Annahmeverweigerung" bedeutet sachfaktisch immer etwas anderes als "nicht angekommen", insbes. mit Sendungsverfolgung. Wie soll das funktionieren?​
 
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