Wohnung als Student -> Chancen für Zuschlag erhöhen

[GER]Walhalla

Banned
Registriert
Juli 2016
Beiträge
30
Hallo User,

bin Student und möchte demnächst von zu Hause ausziehen. Wie kann ich als Student meine Chancen gegenüber Interessenten mit Einkommensnachweisen punkten ?

Ich habe gelesen,dass Vermieter bei Studenten eine Elternbürgschaft haben möchten.
Muss ich dann noch Kaution zahlen ?

Ich erhalten den vollen BAFÖG-Satz,das bedeutet aktuell 670 Euro und möchte gerne in den Raum Köln umziehen,genauer linksrheinisch.
 
Mitbürgschaft oder Kaution. Wirklich punkten kann man als Studi nicht, man ist idR zu jung/unternehmenslustig/großer Freundeskreis/zeitlich nicht völlig ausgelastet/Partytier (um nur ein paar Vorurteile zu nennen) im Vergleich zu einem Festangestellten mit Regelerwerbstätigkeit. Aber da Geld idr > @ll ist sollte das kein Prob sein, Studis nehmen ja auch gerne rechte winz Wohnungen.
 
Kommt auf die Wohnung/Wohnviertel an. Ist es eine typische Studentengegend, so wirst du auch kein Problem mit dem Vermieter haben einen Zuschlag zu bekommen. Vermieter kaufen z.B. auch typische Wohnungen/Immobilien, wo Studenten als primäre Interessenten gelten. Die haben dann definitiv kein Problem mit Studenten und all die "Nebenwirkungen". ;)
Suchst du aber in einer typischen Wohngegend eine Wohnung, wird es schon schwieriger - aber nicht unmöglich.

Sicherheiten stellen wirst du aber immer müssen.

PS wenn du nicht aus Zwang von Zuhause ausziehen musst - dann mach es auch nicht!!!
 
* Ordentliches Auftreten: Kein Vermieter hat Lust auf Leute bei denen er mit Problemen rechnen muss (Ob gerechtfertigt oder nicht, ist egal)
* Elternbürgschaft ist abhängig von der eigenen Einkommenssituation, wird aber gerne gesehen.
* Kaution wird oftmals unabhängig von der Elternbürgschaft verlangt, sind normalerweise 3 Nettokaltmieten.
* Bereite ne Schufa-Auskunft vor - zeigt gute Vorbereitung, wird gerade von gewerblichen Vermietern sowieo verlangt und schadet nie.
* Sei schnell: Der Wohnungsmarkt in Großstädten ist hochdynamisch - Wenn du ne schöne Wohnung siehst dann sag direkt zu. Man hat keine Zeit 6 Wochen lang alle Angebote zu vergleichen. Der frühe Vogel fängt den Wurm.


Und letztenendlich: Zieh auch dann von zu Hause aus, wenn du nicht dazu gezwungen bist! Ist ne wertvolle Erfahrung eine eigene Wohnung zu haben und ich hätte da nicht drauf verzichtne wollen.
 
Mextli schrieb:
Mitbürgschaft oder Kaution.

Diese Erfahrung habe ich so nicht gemacht. Als ich auf meinen Besichtigungen war hieß es immer: Bürgschaft der Eltern und Kaution.
Anders als _killy_ würde ich dir das Ausziehen aber so oder so wärmstens empfehlen.

Schau dich mal bei Wohn-/Baugenossenschaften um. Die sind (waren hier) sehr offen gegenüber Studenten. Muss man aber leider viel Glück haben.

Und die imho Standardstudentenlösung: zieh in eine WG oder Studentenwohnheim.
 
Die Eltern den Mietvertrag unterzeichnen zu lassen ist auch immer eine Option. Dann stehen natürlich auch deine Eltern dafür gerade wenn du die Miete nicht zahlst.

Bürgschaft und Kaution wird oft verlangt. Meines Wissens ist die Bürgschaft zumindest rechtlich dann irrelevant weil diese sowieso nur bis zu einer höhe von 3 Nettokaltmieten greifen täte.
 
Danke für euren Support:D

Ich meine irgendwo gelesen zu haben,dass die Forderung von Kaution und zuhBürgschaft durch Eltern nicht erlaubt sei. Könnt ihr mich dahingehend aufklären ? Wenn dem so wäre,wie müsste ich gegenüber dem Vermieter auftreten,falls er beides verlangt?
 
Viele ist Grauzone und wird trotzdem verlangt - der Vermieter sitzt am längeren Hebel, wenn du da anfängst mir Paragraphen zu kommen kannst du direkt wieder gehen. Interessenten gibt es in Städten genug.
 
Natürlich ist die Bürgschaft durch die Eltern erlaubt. Wer soll denn sonst bürgen?!?
 
Nur so am Rande....

Schon mal über ne WG nachgedacht?
 
_killy_ schrieb:
Natürlich ist die Bürgschaft durch die Eltern erlaubt. Wer soll denn sonst bürgen?!?
Darum ging es nicht, es ging um die Kombination. Wenn die Kaution drei Monatsmieten abdeckt ist eine zusätzliche Bürgschaft eigentlich unzulässig (BGH Entscheidung). Man kann die Eltern auch als Mitmieter in den Vetrag aufnehmen, dann benötigt es definitiv keine Bürgschaft mehr.
 
Das ist ja alles schön und gut - wenn der Vermieter es verlangt und da stehen 10 Leute die sagen: "geht klar!" und du kommst mit dem Aktenzeichen des BGH angelaufen - was passiert? Du kannst nach Hause gehen.
 
Labtec schrieb:
Das ist ja alles schön und gut - wenn der Vermieter es verlangt und da stehen 10 Leute die sagen: "geht klar!" und du kommst mit dem Aktenzeichen des BGH angelaufen - was passiert? Du kannst nach Hause gehen.

Tja,dann hat man als Student kaum Chancen.

Bürgschaft + Kaution ist doch nicht zumutbar. Zwei Sicherheiten,aber was will man machen. :rolleyes:

PS: Eine WG kommt für mich überhaupt nicht in Frage.

ERGÄNZUNG

Ich erhalte den vollen BAFÖG-Satz,das heißt aktuell 670 Euro. Ab Oktober gilt für mich die angekündigte Erhöhung auf 735 Euro. Könnt ich den Vermieter denn nicht damit überzeugen ? Ich habe Anspruch auf den vollen Satz,da weiß der Vermieter doch das ich einer Art monatliche Absicherung habe?
 
Zuletzt bearbeitet:
Können tust du alles, kommt auf den Vermieter drauf an und hängt eben auch immer von der Nachfrage ab. Manche nehmen Studenten lieber rein, weil sie wissen, dass die in ein paar Jahren wieder raus sind, andere nehmen sie aus diesem Grund genau nicht. Es kommt immer darauf an, was der Vermieter haben möchte.

Da muss man eben reden und fragen.
 
Bürgschaft und Kaution sind aber Sicherheiten für zwei verschiedene Dinge und ich sehe das durchaus als zumutbar an.
Die Kaution dient für Schäden nach Auszug.
Die Bürgschaft für Miet Ausfälle.

Ob du den Vermieter überzeugen kannst, hängt vom Vermieter und den Interessenten ab. Bei Bafög ist es halt so, dass dieses wegfällt, sobald das Studium zuende ist. Ob du dann einen Job findest, weiß man ja nicht.
Jemand der fest im Berufsleben steht ist für den Vermieter sicherer.
 
Hallo

[GER]Walhalla schrieb:
Ich erhalten den vollen BAFÖG-Satz,das bedeutet aktuell 670 Euro und möchte gerne in den Raum Köln umziehen,genauer linksrheinisch.
Köln ist doch eine beliebte und sehr teure Stadt, bekommt man dort überhaupt noch ein Appartement für unter 400-500€, das nicht in einem katastrophalen Zustand ist oder in einem "Problembezirk" liegt ?

[GER]Walhalla schrieb:
Wenn dem so wäre,wie müsste ich gegenüber dem Vermieter auftreten,falls er beides verlangt?
Auftreten ? Gar nicht, wenn du auftrittst sagt der: "Tchüss schönen Tag noch der nächste bitte."

[GER]Walhalla schrieb:
Ich erhalte den vollen BAFÖG-Satz,das heißt aktuell 670 Euro. Ab Oktober gilt für mich die angekündigte Erhöhung auf 735 Euro. Könnt ich den Vermieter denn nicht damit überzeugen ? Ich habe Anspruch auf den vollen Satz,da weiß der Vermieter doch das ich einer Art monatliche Absicherung habe?
Komm mal von dem Gedanken weg das dein Bafög mit einem sicheren Einkommen zu vergleichen ist, vor allem im Vergleich zu einem Beamten oder einem Festangetellten eines größeren Betriebes.
Was soll an deinem Bafög sicher sein ?
Was ist wenn du das Studium nicht schaffst weil du bei Prüfungen durchfällst ?
Was ist wenn du aufgibst und das Studium schmeißt ?
Was ist wenn du zu Ende studiert hast und dein Bafög ausläuft ? Hast du schon eine garantierte Jobzusage ohne Probezeit ?

Abgesehen davon sind 670€ weniger als das was ein Hartz4 Empfänger bekommt, da haben die meisten Vermieter Angst die Miete nicht zu bekommen, weil du das wenige Geld anderweitig verpulverst.
Die besten Chancen hast du in Studentenwohnheimen und in WG's, die wenigen Studenten freundlichen Vermieter mußt du erst einmal finden.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
WG Zimmer für 400 Euro sind in Großstädten schon nicht so leicht zu bekommen.
Insofern gehe ich mal davon aus, dass Du neben dem Studium auch arbeitest, denn ansonsten ist das mit 'nur' knapp 700 Euro Bafög eh nicht machbar.
Denn zu der Miete kommen ja auch noch Nebenkosten, Strom, GEZ, Internet usw. (was bei einem WG Zimmer meistens inkl. ist) dazu.
Bleibt nicht viel zum Leben, wenn man unbedingt in einer Großstadt wohnen will.

Wenn Du also ausschließlich von Deinem Bafög leben willst -> Studentenwohnheim, WG
Wenn Du zusätzlich auch noch einen einigermaßen festen Job hast -> kleine Wohnung

Netter Anhaltspunkt für verschiedene Lebensentwürfe während des Studiums in einem Artikel der Zeit aus 2014:
http://www.zeit.de/studium/uni-leben/2014-08/lebenshaltungskosten-monatliche-ausgaben


Nachtrag:
Unabhängig davon, wie ich zu dem Thema stehe...
Hast Du schon mal überlegt, zu einer Burschenschaft oder (schlagenden) Verbindung Kontakt aufzunehmen?
Dein Benutzername wirkt so, als wenn Du diese Gemeinschaften nicht grundsätzlich ablehnen würdest.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dein Bafög ist halt meilenweit davon entfernt "sicher" zu sein.
Gründe wurden ja schon genannt.

Ich würde an deiner Stelle in ein Studentenwohnheim gehen.
 
Meist wollen die Vermieter eine Bürgschaft haben oder andere, tausende Unterlagen. Es wird vielleicht nicht leicht werden, darauf sollte man sich einstellen als Student.
 
Zurück
Oben