Work / Gaming Notebook Setup

Prototypp

Lt. Junior Grade
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Juli 2011
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Hallo zusammen,

ich nutze derzeit ein Lenovo Legion 5 Notebook mit AMD Ryzen 5 5600 + Geforce RTX 3060 auf Ubuntu 22.04 (LTS) als Work-PC mit Docking Station (USB-C) und möchte das selbe Gerät aber auch ab und zu Privat zum Gaming verwenden. Ich möchte den Work und Gaming User am liebsten komplett separieren weshalb wohl ein einfacher zweiter Ubuntu User nicht ausreicht da alle Apps/Programme fürs Gaming wie Steam, Heroic Launcher etc. global installiert werden.
Jetzt stelle ich mir die Frage wie ich das am besten anstelle wobei mir nur folgende Möglichkeiten einfallen:
1.) Es gibt eine andere Möglichkeit das mit Ubuntu 22.04 zu regeln sodass beide Profile/Nutzer komplett separiert sind.
2.) Ich installiere eine weitere Linux Distribution (Pop OS?) fürs Gaming und nutze Dual-Boot.
3.) Ich installiere Windows als weiteres OS und nutze Dual-Boot.

Soweit ich lesen konnte sind die Varianten mit Dual-Boot aber recht aufwändig mit Installation und Partitionierung, vor allem Windows 10. Und da ich bereits vorher schlechte Erfahrungen mit Dual-Boot gemacht habe möchte ich es wenn möglich vermeiden hier ein riesen Problem mit meinem Work-PC zu kreieren das dann vielleicht sogar eine komplette Neuinstallation erfordert. Vor allem weil das ganze Setup mit Docking Station und funktionierendem Grafik-Treiber für die Arbeit recht mühsam war.

Deshalb möchte ich hier um Hilfe/Vorschläge bitten, also was würdet ihr machen? Gibt es vielleicht eine ganze andere Möglichkeit die ich nicht sehe oder würdet ihr von dem Vorhaben ganz abraten?

Mfg.
 
Na ja, wenn du eine Neuinstallation umgehen willst, dann würde ich mich zuerstmal schlau machen, ob ein zweites Nutzer-Profil nicht schon ausreicht. Aber ich denke mal auch dann solltest du ein gutes Backup deiner Daten und deines Setups haben.

Zu den anderen Optionen: Da ist eigentlich schnurz, ob du Linux oder Windows als Zweitsystem installierst, außer dass du bei einer nachträglichen Windows-Installation den Grub-Bootloader anschließend nochmal von einem Live-Stick nachinstallieren musst, weil Windows den überschreiben wird und du dann keine Auswahl des Systems mehr siehst.

Aber auch allein schon die Verkleinerung einer aktiven Partition für ein weiteres System (falls du nicht schon vorher Platz gelassen hast) ist ein Eingriff, den ich mich nicht traue, wenn ich nicht sicher bin, dass ich alles wieder herrichten kann.

Und wie sicher zwei getrennte Profile sind, das kann ich nicht beurteilen.

Ich würde mich sicher soweit ins System einarbeiten und die Schritte, die du zum Einrichten machen musstest, so gut wie möglich dokumentieren (Links nochmal raussuchen die Hilfreich waren, Lösungswege usw.), alles in eine Datei schreiben und vielleicht eine Neuinstallation wagen. Aber wenn du den Rechner zur Arbeit nutzt, da kann auch mal ein Tag oder mehr verloren gehen. Du hast den Rechner schon einmal eingerichtet, wie es sich anhört, und weißt das selbst.

Darum, eine wirkliche Empfehlung kann ich dir nicht geben.
 
Dual-Boot separiert zwar in gewisser Weise da Du getrennte Systeme hast, aber nicht im strengen Sinne.
Du kannst von System A aus System B kaputt machen und umgekehrt.

Das hat natürlich ein paar Konsequenzen je nach dem wie ernst das "Work" hier gemeint ist. Ob eher im häuslichen Sinne a-la "Ich mach da meinen ganzen Privatkram außer Spiele" oder eher "Ich nutze es beruflich im Rahmen von HomeOffice und ähnliches". Im ersteren Fall ist es noch eine persönliche Risikoabwägung und dann ist die Trennung in vielen Fällen sicherlich noch gut genug. Im zweiten Fall sieht das schon anders aus und dann ist ein etwaiger Arbeitgeber sicher nicht sonderlich erfreut wenn durch Fehler geleistete und bezahlte Arbeit vernichtet wird oder wenn Firmendaten nach draußen getragen werden. Da bietet sich eigentlich immer an ein getrenntes Gerät für zu nehmen (ein seriöser Arbeitgeber wird das sogar verlangen und ein Gerät stellen).
 
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Alles klar, danke für euren Input. Ich dachte mir schon dass das mit Dual-Boot mit Partition Verkleinerung etc eher schwierig ist und Potential für Fehler und Probleme ist.

Mfg.
 
Prinzipiell kannst du Trennung in einem Linux-OS erreichen in dem du a) alles in die Userordner der zwei User installiert oder b) mit Berechtigungen in allen anderen typischen Installationspfaden arbeitest. Sprich, du machst ne neue Gruppe namens Gamer und alles was an Software mit dem Zocken zu tun hat machst du nur für diese Gruppe nutzbar. Wenn dein Arbeitskonto nicht in dieser Gruppe ist, kann er es nicht verwenden. Unix/Linux sind ja im Gegensatz zu Windows für Multiuser gebaut worden, so das prinzipiell mehrere Benutzer gleichzeitig und völlig getrennt voneinander an der Maschine durch Terminals arbeiten können.
 
Ich frage mich gerade, ob man nicht völlig freidrehen und die einzelnen Home-Ordner als separat verschlüsselte Partitionen einbinden könnte. :freak:
 
Prototypp schrieb:
Ich dachte mir schon dass das mit Dual-Boot mit Partition Verkleinerung etc eher schwierig ist und Potential für Fehler und Probleme ist.
I.d.R. nicht. Aber es empfiehlt sich bei solchen Sachen ohnehin ein Image zu machen damit, wenn was schief geht, zurück kann.

LorD-AcE schrieb:
Prinzipiell kannst du Trennung in einem Linux-OS erreichen in dem du a) alles in die Userordner der zwei User installiert oder b) mit Berechtigungen in allen anderen typischen Installationspfaden arbeitest.
Kann man im Prinzip machen. Aber auch hier ist es halt im Fall des Falles keine wirklich strikte Trennung.
Aber ja. Man man natürlich machen und ist auch weitaus eleganter und flexibler als da irgendwie über Dual-Boot zu gehen.

Garmor schrieb:
Ich frage mich gerade, ob man nicht völlig freidrehen und die einzelnen Home-Ordner als separat verschlüsselte Partitionen einbinden könnte.
Und was soll das bringen? Also User A kann eh nicht ins Verzeichnis von User B gucken (wenn die Rechte entsprechend gesetzt sind was aber i.d.R. sogar per default der Fall ist).
 
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