Fakt ist unwiederlegbar, dass Blizzard WoW so produziert hat, dass die Leute möglichst lange bei der Stange bleiben.
Klar, warum auch nicht, schliesslich verdient Blizz sein Geld nicht mit dem Verkauf, sondern mit den Monatsbeiträge. Was liegt da näher, als ein gewisses Suchtpotential mit einzubauen. Alles andere wäre für Blizz auch ganz einfach Geschäftsschädigend.
Ich habe selbst von der ersten Sekunde der Beta bis März 2006 intensivst gespielt. War beim ersten Ragnaroskill auf Bealgun dabei, war einer der ersten Schurken auf 60. An dieser Stelle hört für einige Leute das Spiel auf, für andere, wie mich, ging es dann erst richtig los. Und wenn man eine Woche lang jeden Tag 5 Stunden in die gleiche Instanz rennt, nur um das eine bestimmte Item zu bekommen, was die DPS um ca. 2% anhebt, und es dann am Ende der Woche bekommt, hat man sogar nocht Glück.
Ich würde gerne jemand kennenlernen, der wirklich etwas dagegen sagen kann, dass WoW unsere innersten Bedürfnisse anspricht. Nirgendwo ist es halt so einfach und dabei noch so lustig, Anerkennung, Freunde und Erfolge zu bekommen. Dabei fordert WoW zwar auch einiges, was im Reallife gefordert wird, aber Misserfolge lassen sich wesentlich besser bekämpfen, schliesslich kann man nebenbei auch noch Kiffen, Saufen oder sich am A kratzen...
Naja, verbieten kann man es eh nicht und helfen würde es eh nix, aber traurig ist diese Entwicklung der Menschheit schon, während sich die einen den ganzen Tag die Köpfe einschlagen und die anderen nur ihre Süchte befriedigen, sitzt man hier in seinem Kämmerchen und schreibt schon wieder auf CB rum...
DAS IST AUCH NE SUCHT
