Duran schrieb:
Ich verstehe diese Firma nicht mehr.
Du musst Blizzard an der Stelle nicht verstehen. Blizzard hat sich seit 2010 massiv verändert, auch was ihr Game-Design angeht und steckt seit dem auch in einer Zwickmühle. Hier muss man sich dabei Diablo 3 und 4 und ebenso WoW ansehen.
Duran schrieb:
WoW war spielerisch gut bis Pandaria oder Catalysm kam.
Die Glanzzeit für WoW war WotLK, die das ist das Addon, mit dem die meisten Spieler die besten Erfahrungen gemacht haben. Gleichzeitig ist WotLK allerdings auch das Addon gewesen, dass Blizzards damaligen Weg „gefestigt“ hat. Mit den „Marken“ und dass man relativ einfach „gute“ Ausrüstung bekommen hat, hat WoW in der Zeit eine Blüte erlebt, denn plötzlich war das ganze Addon für alle Spieler erreichbar. Dazu konnte man relativ einfach Klassen „neu“ Ausrüsten, und war quasi für einen Raid ohne vorherige „Raids“ fertig.
Problem war: Das damals die ersten „Enthusiasten“ anfingen lauter zu werden, denen hat das nämlich damals alles nicht geschmeckt. Für sie war es eine „Entwertung“ des eigenen Könnens, das plötzlich alle auch dir letzt Raids besuchen konnten. Ich kenn die Diskussion aus erster Hand. Dungeon Finder und später auch der „Raid-Findet“ in Cata haben ihr übriges dazu beigetragen.
Und Blizzard ist bis heute in dieser Zwickmühle gefangen. Man will auf der eine Seite das Spiel der „breiten Masse“ sein, auf der anderen Seite will man allerdings auch den Enthusiasten gefallen.
Duran schrieb:
Danach wurden alle Skillungen, Talente und Berufe über den Haufen geworfen.
Das Problem ist mit den großen Leveln in WoW haben viele Spiele mit der Zeit und das Blizzard hier teilweise gegen Steuern musste, ist der Komplexität geschuldet. Das man Talentbäume und die Skills entschlackt hat, ist allerdings nicht der Grube, warum WoW in einer bestimmten Spirale fest streckt.
WoW hat immer noch Spielerzahlen, bei den viele Spiele neidisch werden. Das Problem ist, das Blizzard aktuell immer wieder zwischen zwei Polen hin und her schwingt. Auf der einen Seite die Enthusiasten und auf der andern Seite die normalen Spieler. Und Blizzard schafft es hier leider nicht beides zu verbinden - wie z.b FF XIV. Auf der einen Seite wissen sie, dass sie „Aufholmechaniken“ und sauberen „Loot-Progress“ brauchen, damit die normalen Spieler da bleiben. Gleichzeitig steigen ihnen jedoch immer wider die Enthusiasten dann auf den Deckel damit, dass das Spiel zu leicht wird und Ausrüstung und Raids ja nichts mehr wert sind. Gleichzeitig - und da wird es dann Paradox - sind es auch die Enthusiasten, die sich später teilweise aufregen, dass sie ja niemanden mehr finden, wenn mal jemand auf beim Raid ausfällt und Co. Wenn man sie auf diesen Widerspruch anspricht kommt oft nur ein: Ja was hast du denn, du kannst ja also Normal einfach die Heroric-Instanzen machen, dann. Kannste halt nicht die Raids sehen usw. Man braucht die Spieler mit guter Ausrüstung. Will aber gleichzeitig dass die Ausrüstung „Status“ bleibt.
Und das ist auch der Grund warum WoW spätestens seit Legion immer wieder quasi von Addon zu Addon rennt, sich zum Start eines Addons über viele Rückkehrer freut, die aber spätestens nach ein paar Monaten wieder weg sind. Denn Blizzard schafft es nicht zu definieren, für wen sie das Spiel eigentlich entwickeln.
Duran schrieb:
Nach dem zusehen ist das (Berufe machen) jetzt richtig übles gegrinde.
Die Berufe waren schon immer Grinding. Ich erinnere mich, wünsch Kräuterkunde und Alchemie hoch gebracht haben in Classic, BC und WotLK und so wirklich angehen wurde es erst mit der Fluggestallt des Druiden.
Tenferenzu schrieb:
Das Smartphone hat sie gekillt und wenn es nicht das Smartphone gewesen wäre
Das Smartphone hat damit an sich wenig zu tun. Als viel mehr, dass es viele verschiedene Punkte waren und der Verlust des Fokus.
banditone schrieb:
Das ganze soll in Zukunft nicht wie sonst eine Vertikale Progression haben sondern eine Horizontale und weg vom Hamsterrad. Es soll also möglich sein, dass man ein halbes Jahr pausieren kann ohne ewig wieder grinden zu müssen.
Frage ist, ob Blizzard das Versprechen auch halten kann. Denn WoW Forever wirkt auf mich ab der Stelle eher wie ein Pflaster.