Ja, das übliche "es liegt nicht an Linux" und "je mehr Marktanteile Linux erhält".
Das es nicht an Linux liegt, stimmt ja auch nur bedingt, denn genau so wie die Publisher Alternativen haben, könnte man Alternativen auch bei Linux eingehen. Das man das beim Kernel nicht möchte, kann ich aber voll und ganz verstehen. Dennoch, wenn man wirklich ehrlich ist, haben beide die Alternative.
Und bezüglich "je mehr Marktanteile". Von den frühen 90zigern bis Heute ist der Marktanteil von rund 1% auf 5-6% gestiegen und das in nun über 30 Jahren und es war ja nicht so, als wenn es nicht schon immer Ambitionen gab, das zu ändern. Nicht umsonst ließt man das "je mehr Marktanteile" ja schon seit den 90zigern. Getan hat sich aber nichts. Und auch Proton wird maßgeblich nichts daran ändern. Das sind Freaks wie wir, die davon angezogen werden und es testen, nutzen und/oder ggf. tatsächlich wechseln. Dennoch hat Linux noch immer das "Problem", welches es schon in den 90zigern hatte. Defragmentierung, Usability, etc. Die alten bekannten. Otto-Normalverbraucher kennt es nicht, interessiert sich nicht dafür, will sich nicht umgewöhnen, etc. Und dabei sind es genau DIE Leute, die man erreichen müsste, um wirklich einen gravierenden Kurswechsel zu erzielen. Das will man aber doch gar nicht.
Wenn es also nun 15 statt 30 Jahre braucht, um von 6% auf 15% zu kommen, dann können wir uns glücklich schätzen, aber wir wissen doch auch, dass Linux gar nicht für die Masse sein will. Es hat sich diese Nische gesucht, bedient sie perfekt und wird auch in 10 Jahren noch in der gleichen Nische sein, sofern sich nicht grundlegend etwas ändert und da reicht kein Proton o.ä.
P.S.: Und falls es nicht deutlich geworden sein sollte, da es hier im Spiele geht, spreche ich natürlich ausschließlich von Desktop-Linux, keine embedded Systeme, Server, etc. Rein auf den Desktop-PC beim Enduser bezogen, der eben nicht nur Freak ist, wie wir.