Z800 Nachbau

Nochmal, wenn ECC so ein Riesen-Thema wäre, würden Konzerne wie Dell, HP und Lenovo dann ISV-zertifizierte Geräte verkaufen (dürfen) die KEIN ECC haben?
 
@CHAOSMAYHEMSOAP - Nett dass du dich so gepflegt ausdrückst. Ich habe kein Interesse "Bullshitkomponenten" (wie du sie nennst) zu verbauen. Ich habe lediglich die Komponenten die ihm SO von SolidWorks angeboten wurden herangezogen! Da ich mir selbst Gedanken über diese Komponenten gemacht habe und mich gewunder habe, mir aber nicht sicher war, habe ich diesen Thread erstellt um meinem Kunden die bestmögliche Workstation für seine Bedürfnisse zu erstellen. Mit Hilfe von Usern die so ein Aufgabe vielleicht schon einmal hatten oder Erfahrung mit dieser Problemstellung haben. Aber danke für deine kompetente Hilfe.

@ Sherman123 - Ein Test über 24 Stunden ist bei uns Standart auch bei den Office PC's die wir Verkaufen.
Die Daten werden auf einen Server ausgelagert. Dh es wird keine große SSD benötigt nur eine Systempartition die den Systemstart und die Programmstarts ( Office, SolidWorks usw.) beschleunigen soll.
Gibt es eine Alternative zu den Quadro Karten? Etwa eine ATI FirePro 7800 (FireGL)? Die ist aber Preislich auf dem gleichen Niveau.
 
Man muss schon eine Linie finden. Ein Asus Sabertooth-Board, RAM mit blinkenden Heatspreadern, eine Grafikkarte mit 15 "x" im Namen und BlackOps-Sticker oder eine SSD aus dem Gaming-Computer gehören in eine Workstation einfach nicht hinein.
Ich hab schon mehrere Systeme für SolidWorks zusammengestellt, die laufen alle heute noch.

Das Grundprinzip dabei war:

- Intel-(Desktop)CPU mit hoher Taktrate, Anzahl der Kerne vernachlässigbar (wenn keine REnderings/FEM gemacht wird)
- Intel-Board (im Prinzip egal, Hauptsache keine "kastrierten" Boards)
- RAM nach Belieben, einzig die Kompatibilitätsliste sollte beachtet werden
- Grafikkarte nach Budget

Der Rest ist dann eh selbsterklärend.

Oh, btw: die FirePro 7800 ist eine sehr gute Wahl im Hinblick auf SolidWorks!

Nachtrag: die Wahl der CPU würde ich unbedingt vom Einsatzgebiet abhängig machen - wie bereits gesagt, den Kunden fragen ob er Renderings/FEM macht.
 
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Warum werden keine anderen SSDs empfohlen?

Intel SSD 510:
Sie verwendet wie die C300 und M4 den aktuellen Controller von Marvell. Außerdem kommt 34 nm Flash von Intel zum Einsatz. Sie ist bei 256 GB einen Hauch schneller als die M4, kostet aber wesentlich mehr. Da die enorme Preisdifferenz zur Crucial M4 meiner Meinung nach nicht zu rechtfertigen ist, wird sie oben nicht aufgeführt.

Intel SSD 320:
Auch mit der aktuellen Firmware scheint der 8 MB Bug nicht gelöst zu sein. Deshalb kann man vom Kauf der Intel SSD 320 aktuell nur abraten. Außerdem ist sie auch real wesentlich langsamer als andere SSDs.

Samsung SSD 470:
Die SSD 470 ist aufgrund des SATA II Interfaces und der sohen Kompatibilität nur für PCs bzw. Notebooks mit älteren Chipsätzen empfehlenswert. Sie ist real bis zu 25 % langsamer als SSDs mit Marvell- oder SandForce-Controller. Man hat zwar immernoch das "SSD-Gefühl", die Leistungsunterschiede sind aber sehr hoch für SSDs. (CB-Test)

Also wenn ich mir den Sammelthread Kaufberatung und Fragen zu SSDs durchlese dann bin ich mir nicht so sicher ob das so stimmt mit dem "kauf dir eine Intel oder Samsung".
 
@CHAOS
Schön, jetzt wissen wir beide, dass solche Tests extrem selten sind. Ich habe hier noch einen anderen Test von 1996.
Fazit deiner Google Studie: Wenn du 100 Server ein Jahr lang 24/7 unter Volllast laufen lässt, hängen sich 1.3 Server unwiederruflich auf. (mit ECC) Des weiteren gibt es im Durchschnitt bei rund 30 Servern korrigierbare Fehler.
Da der Hauptspeicher eines Servers in der Regel um ein Vielfaches größer ist, als der von Desktopsystemen, kommt es schon alleine auf Grund der Größe häufiger zu Fehlern. Die Güte der Fertigung ist bei Server und Desktopriegeln gleich gut.

Man muss auch berücksichtigen, dass die Fertigung Riesenschritte nach vorne gemacht hat. In der mir vorliegenden Studie aus 1996 wurden noch alpha-Strahler Verunreinigungen als häufigste Fehlerursache gefunden. Mittlerweile sind die Ausgangsstoffe der Chipproduktion schon um ein wesentliches reiner. (und auch in den letzten 3 Jahren tut sich auf diesem Gebiet noch etwas)


@MDMMA
Ich habe selbst schon des öfteren Intel Boards verbaut. Aktuelle Intel Boards hinken allerdings dem Markt hinterher. (keine solidstate Kondensatoren, billigere Komponenten, Controller billiger,...) Davon kann ich aktuelle nur abraten.


Billige Desktophardware ohne ECC und ohne Parität (die gibt es schon seit EDO-RAM nicht mehr) wird gar nicht erfasst.
Warum soll es heute keine Parität mehr geben? (ja, in der ursprünglichen Form mit Bit #8 gibt es die Parität beim Hauptspeicher nicht mehr - aber es geht ja noch ganz andere Algorythmen, die sehr ähnlich funktionieren.)
 
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Also wir haben uns jetzt dazu entschieden die Workstation selber zu bauen und haben dies aber auf der Sandy Bridge mit nem I-7 und einer FirePro gemacht.
Der Kunde ist zufrieden.

Danke für eure Hilfe
 
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