Zählt "billig" mehr als ein sehr guter Abschluss?

Shadow16 schrieb:
hi

also manchmal muss ich schon lachen was die leute im leben für vorstellungen haben was das verdinen betrifft! die meinen ich hab studiert ich muss dann auch viel verdienen das ist defenetiv quatsch,


Das duerften die meisten wissen, die ein Studium schon hinter sich haben.
Aber sag das mal unserem Ex-Bundeskanzler, wie war das noch (sinngemaess): "Studienzeiten sollen bei der Rentenberechnung nicht mehr beruecksichtigt werden, weil die Leute haben das ja gar nicht noetig, weil die ja Unmengen verdienen nach dem Studium."
Ich haette mich totgelacht, wenn's denn nicht so traurig gewesen waere.

Shadow16 schrieb:
,der deutsche staat geht den bach runter und damit auch die firmen


Der Staat ja, aber bei den Firmen trifft das nicht generell zu. Stichwort: "wir muessen unbedingt noch 10000 Leute entlassen, um unseren Reingewinn von 4 Milliarden auf 5 Milliarden zu erhoehen, wegen der Aktionaere."

Es zeigt sich hier nur zu deutlich, dass unser Wirtschaftsystem von vorne bis hinten faul ist.
Dabei waere das recht einfach gesetzlich zu regeln: Firmen die Arbeitsplaetze durch Wachstum schaffen bekomme Steuererleichterungen und Firmen die Arbeitsplaetze vernichten (oder ins Ausland verlagern) werden dafuer mit hoeheren Steuern belegt.
 
@kalleberlin
genau so ist es. Wenn ich in ein paar Monaten noch keinen Job habe werde ich wohl solch einen Job auf 1500€ Basis nehmen MÜSSEN. Denn mein 28,90€ HartzV im Monat reichen ja nicht ewig :-(

@Aurèlie
Wir gehen mit 99,999% Wahrscheinlichkeit in die Schweiz, aber wie gesagt wollten wir hier erst Berufserfahrung sammeln(2-5Jahre).

mein vater hat auch ne firma mit 5 angestellten und die verdienen 2500€brutto aber auch nur weil sie ausergwöhnliches leisten und wenn man es umrechtnet kostet mein vater 1 arbeiter mit allen unkosten usw. 5000€ das sind fast 10000Mark
Wow 10.000 D-Mark das sind ja 707350,00 JPY. Was soll die Umrechnung in D-Mark bringen? Damit die Zahlen schön groß wirken? Es ist mir klar das kleinere Firmen nicht so viel zahlen können. Aber daran bin ich ja wohl kaum schuld.
 
°A8 schrieb:
Es ist mir klar das kleinere Firmen nicht so viel zahlen können. Aber daran bin ich ja wohl kaum schuld.

Das ist keine Frage der Schuld, sondern eine Frage des Marktes und der Rahmenbedingungen. Du musst es sicher nicht akzeptieren, dann musst Du aber auch mit den Konsequenzen leben können.
Man kann heutzutage leider kaum noch Forderungen stellen und ist zum Bittsteller im System geworden. Wenn wir das nicht wollen, müssen wir entweder geschlossen auf die Barrikaden gehen oder auswandern oder selbstständig und besser machen.
Durch gut zureden oder rumjammern ändert sich erwiesenermaßen nichts.

Das mit der Umrechnerei ist allerdings Blödsinn, weil man den Euro schon lange nicht mehr daran messen kann. ;)
 
Aber hört bitte mit Sprüchen wie "Deutschland geht den Bach 'runter" auf. Da merkt man, dass wir nicht nur zu hohe Vorstellungen haben, sondern auch, dass es uns zu gut geht. Ist auch so ein Spruch - höre ich jetzt schon die Posts nach mir. Von mir aus kann jeder meiner Sätze als Spruch verstanden und interpretiert werden.
Warum die Wände schwarz anmalen, wenn es auch andere Farben gibt?

Mein Gott, manchmal schäme ich mich für meine eigenen Gedanken, wenn ich mir überlege, was für bescheurte Sachen ich mir wünsche, aber wenn man eure wirklichen Gedanken mal wahrnimmt, dann könnte man glatt denken, dass ihr wirklich der Meinung seid, dass in D. Geld vom Himmel regnen sollte und alles Stundenten 5000€ + verdienen sollten.

Hallo?

Ja, genau das ist die Realität und wenn wir alle weiter nur weinen und auf andere schauen, wird auch irgendwann einmal die Situation eintreten, auf die so ziemlich alle sehnsüchtig zu warten scheinen, um behaupten zu können, dass sie schon immer recht hatten, nämlich dann, wenn D. wirklich all' sein Selbstbewusstsein verliert und nur noch Krisen und Streiks in den Nachrichten kommen.
Ihr seid jetzt, ihr seid Deutschland, wir sind aber die Zukunft. Wir sollten Deutschland von mir aus in blau oder grün anmalen und nicht heulend in der Ecke der Beleidigten herumsitzen.
 
Es ist wirklich erschreckend, mit welchen Vorstellungen manche leute hier ins Arbeitsleben eintreten wollen.

Jetz mal ehrlich und Futter bei die Fische:

Eurer Studium in allen ehren, aber "nur" weil man Studiert hat, ist man noch längst nicht "würdig" "Riesengehälter" einzustreichen :rolleyes:. Ich weiss das Ihr lange dafür die Schulbank gedrückt habt und auch nicht jeder Schafft es zum Dipl.Ing.

ABER:

Was bringt der bester Theoretiker, wenns mit der Praxis nicht hinhaut? Gerade in der IT-Welt sind doch die wichtigsten eigenschaften eines guten Technikers seine Erfahrung oder nicht? Und die lernt man nicht aus einem Buch, sondern durch pure Praxis. Als Student hat man aber solche meistens nicht vorzuweisen. Aber spätestens nach der 300. erfolglosen Bewerbung, werdet auch Ihr bemerken, das Einstiegsgehälter, jenseits der 2000€ Marke pures Glück sind statt die Regel ;).


Nichts desto trotz, bin ich der letze, der euch das nicht wünscht ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Klar zählt für einen Firmenchef "billig" mehr als ein guter Abschluss. Die wollen die so lange wie möglich für so wenig wie es geht da haben. Was anderes wolln die nicht. Natürlich wolln die noch 101% Leistung sehen
 
Wenn es in Deiner Umgebung mit einer Festanstellung Probleme macht, probier es doch als Freelancer. Das bietet dann zwar nicht die Sicherheit einer Festanstellung, aber mehr als die Beträge die bisher hier genannt worden sind, sollten dabei schon drin sein.

Das setzt natürlich auch voraus das Du praktisch anwendbare Fähigkeiten hast und nicht nur theoretisches Wissen von der Uni.

MfG

Arnd
 
Zuletzt bearbeitet:
Was sind das denn für Vergleiche hier? 10.000 DM? Ihr solltet euch mal bewusst werden, dass diese 10.000 DM in der Regel locker wieder reingeholt werden. Wer Stellen ausschreibt, der sucht auch entsprechende Mitarbeiter die Gewinne einholen.

Von daher sind auch 5.000€ legitim!
 
Also erstmal, dass das bei den Informatikern nicht mehr so leicht ist nen guten Job zu bekommen, kann ich mir gut vorstellen. Schliesslich studiert alle Welt Informatik, die Boomphase liegt hinter uns und Indien&co. produzieren reihenweise Informatiker die als Lohn Bruchteile dessen akzeptieren, was man hier so bekommt.

Und das alle BWLler so gut dran sind bezweifle ich auch mal. Schliesslich studieren das auch recht viele und die Unternehmen nehmen sicherlich gerne die besten und noch die halbwegs guten, aber was ist mit dem Mittelmaß und denen dies gerade so gepackt haben?

Ich studier auch auf Dipl.Ing. und meine Vorstellung liegt auch bei jenseits der 3000 brutto, wobei eigtl. selbst das verdammt wenig ist. Ich habe mal eine Statistik gesehen, was jemand der studiert über die Lebenszeit im durchschnitt gerechnet mehr verdient als jemand der gleich nach der Schule anfängt zu arbeiten. Verdienstausfall durch studium und sowas waren da mit eingerechnet. Ich glaub für Elektrotechnik waren das "nur" 7% und das war bereits das Studium mit der Dritt oder vierthöchsten "Rendite"! Informatik lohnte sich noch weniger. Bei einigen Studiengängen wie Theologie zB macht man sogar Verlust!

Und diese Anti-Alles geht den Bach Runter Stimmungsmache könnt ihr euch sparen. Ist so. Langsam scheint die hässliche Fratze der Globalisierung vollkommen durch und das sagt jemand, der mit linkem Geschwafel und Parolen absolut gar nichts anfangen kann. Willkommen in der Zukunft.

(PS: Ich hoffe ja persönlich, dass die jetzt eingeführten Bachelors minderwertig im vergleich zum Diplom sind (Angebot&Nachfrage) & die Studiengebühren zu einem drastischen Rückgang der Studienanfänger (und damit Absolventen -> Angebot&Nachfrage) führen. )
 
Ordentlich Kohle macht man eh nur noch als Chef, als Manager (egal wo *g*), als Juwelier mit Kontakten, als (sry) schwooler Jobvermittler <-die wirtschaftskiller schlechthin, oder vielleicht Drogendealer, oder Autoschieber.

Ich bin selber nicht so weit wie die Studies, habe Realschulabschluss mit 3,8 und mit meinen 25 noch keine Ausbildung abgeschlossen. Trotzdem bin ich in 90% besser als meine Altersgenossen was die deutsche Sprache anbelangt, kann recht gut Englisch, arbeite viel im IT Bereich, Verstehe einiges von Strukturen, Organisation, etc. und ich wäre froh, irgendwo für mehr als 10euro die stunde zu arbeiten.
Warum sollten dann 2000,- Brutto wenig sein? versteh ich einfach nicht.

Klar lernen die Studenten viel mehr und länger. Dafür auch in eine gezielte Richtung. Hatten sonst auch nichts mit Studiengebühr am Hut, was ich gut fand. Aber zwingt euch jmd? Ihr lernt für einen bestimmten Beruf, der ein gewissen "Gehaltsstand" hat, merkt aber nicht, das verdammt viele Berufe durch Tarife und Kürzungen angeglichener sind als je zuvor.
Von gerecht will ich gar nicht erst reden, aber wenn 28€ zuwenig sind (*g*) wieso sind dann 1600,- bis 2000,- zuwenig?

Mein Vater ist C-Admin einer der größten Werbevertriebsfirmen und bekommt 1400,- Brutto. Das issn Witz mit dem was er kann und wie wichtig er für die Firma ist. Und jeder weiss, gute Werbung bringt schweine viel Kohle. Und dann ruft mich mein Vater an, weil er mal wieder ne Frage hat, wegen Netzwerk oderwasauchimmer und was hab ich davon ? Zahlt mir jmd für nen richtigen Tip oder für ne Lösung mal eben 30,- ?
Ohne irgendetwas im Portemonaie hat mir der Typ beim Arbeitsamt geraten ich soll mich Selbstständig machen, mit dem was ich kann. Gehts noch? Heute 2 Jahre Finanzierung vom Amt und dann 10 Jahre Schulden tilgen ?

sry, ich hoffe es war nicht zu bös, aber nun gehts mir nen tick besser :)

gruß, fire
 
Man man man, entweder schwanken die Verhältnisse in Deutschland wirklich so extrem, oder ich weiss auch nicht mehr.
Hier bei uns ist das Durchschnittseinstiegsgehalt für einen Dipl.-Inf. ca. 3000 €. Ich hab vor nem Jahr mit 2.500 € brutto angefangen und war da absolut unterste Grenze.
Zudem hab ich auch nur 5 Bewerbungen wegschicken müssen, um 3 Vorstellungsgespräche zu bekommen...

... und ich hab mein Studium gerade noch mit "gut" abgeschlossen.
 
°A8 schrieb:
Ich weiß zwar nicht was das ganze zur Sache tut, aber ich habe mich im Umkreis von Dresden beworben, ...
MfG

Was das zur Sache tut? ALLES. Im Osten werden Gehälter gezahlt die unter allem Niveau liegen.

Bewirb dich auch in anderen Bundesländern, im Westen.
Denn ohne diesen Willen zu haben bist du ehrlich gesagt nicht mal 1400,- Brutto wert.

Ich komme aus Rostock und bin nach Hamburg gegangen. Habe eine Bewerbung geschickt, Einladung bekommen und wurde von Donnerstag auf Montag fest angestellt. :D

°A8 schrieb:
Ich will auch definitiv raus aus Europa, ...

MfG
Warum dann nicht erst mal raus aus Dresden und ab in den Westen? Dort sind die großen Firmen deren Name sich in einem Lebenslauf gut macht.

firexs schrieb:
...
Ohne irgendetwas im Portemonaie hat mir der Typ beim Arbeitsamt geraten ich soll mich Selbstständig machen, mit dem was ich kann. Gehts noch? Heute 2 Jahre Finanzierung vom Amt und dann 10 Jahre Schulden tilgen ?

sry, ich hoffe es war nicht zu bös, aber nun gehts mir nen tick besser :)

gruß, fire

Eigentlich keine schlechte Idee. Musst ja keine Firmenkunden aufreißen, sondern Privatkunden Hilfe anbieten.
Und falls es wirklich total den Bach runtergeht - nach 7 Jahren kannst du nach einer Privatinsolvenz wieder aufatmen, keine 10 ;).
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@Fu Manchu: hihi danke für die 3 jahre freude :) Und zu den Privatkunden: Ohne Auto und Ohne große Werbemöglichkeit sehe ich einfach keine perspektive da Selbstständig zu werden. Anders sieht esaus, wenn meine3 PC Kollegen (Einer hat kaufmännische Ausbildung, der andere studiert grad Soziologie) mit mir zusammen ein "größeres" Ding aufmachen. Jedoch wird auch das nicht unbedingt leichter heutzutage :)

gruß, fire

ps: einzelne Privatkunden, die ich bisher nebenbei Unterstütze, sind leider nicht gewillt,normale Vergütungen zu zahlen. Dafür hab ich zm in meinem bekanntenkreis nen sehr guten ruf. ^^
 
Was hier einige denken was sie verdienen sollten, wow, bissel großkotzig, oder?

Freunde von mir sind Diplom Verwaltungswirte und die verdienen ungefähr 2000 EUR netto, und die arbeiten schon seit 10 JAhren. Also locker bleiben.




Was meinen Vorredner angeht, was heißt "nicht gewillt anständig zu zahlen"?!

SIE wollen eine Leistung von Dir, also sollen Sie zahlen. Wenn Sie dass nicht machen, Pech, dann sollen Sie woanders hingehen.

Ich war auch die ganze Zeit zu gutmütig, sind ja Freunde und Bekannt. NAch dem Motto, 20 EUR passen schon und in Wirklichkeit 6 Stunden oder so Arbeit gehabt.

Ne ne, ich nehme jetzt 30 EUR die Stunde, dass ist die Hälfte von dem was hier bei uns die Händler nehmen und wem das zuviel ist, hat Pech gehabt.

Ich habe nix zu verschenken, meine Zeit, mein Strom, meine Fahrtkosten.
 
Leute, das kanns doch nicht sein. Diese ganzen "Was ihr hier für Vorstellungen habt". Nur mal als Vergleich: Mein Vater ist verbeamteter Lehrer in der untersten Gehaltsstufe ("Studienrat") und bekommt, nachdem das 13te Wochenhalt gekürzt wurde und zahlreiche andere Zulagen etc., immer noch weit über 3000€ NETTO und wenn ihr euch recht entsinnt müssen Beamten z.B. nichts in die Rentenkasse bezahlen, bekommen die hälfte der Krankenkassenkosten übernommen (!!!) etc.

Und da wollt ihr uns ernsthaft erzählen, dass nachdem wir ein Diplom gemacht haben mit Gehaltsvorstellungen jenseits der 2.500€ gierig bzw naiv wären? Hey ich erzähl euch mal was. Wenns wenn ich mein Diplom bekomme wirklich so dreckig sein sollte (was ich wie gesagt bezweifele) mach ich eben noch die beiden Staatsexamen und das wars dann für mich.
 
Ich denke mal eher das das an den Firmen liegt. Kleine Firmen mit niedrigen Umsätzen zahlen eben auch keine grossen Gehälter. Egal wie gut man ist.

Z.B. im Industriebereich, d.h. Bosch, Siemens oder andere, sind sicher "normale" Gehälter möglich.

MfG

Arnd
 
Killerattacks schrieb:
Leute, das kanns doch nicht sein. Diese ganzen "Was ihr hier für Vorstellungen habt". Nur mal als Vergleich: Mein Vater ist verbeamteter Lehrer
Also man sollte es vermeiden Beamte mit Arbeitnehmern aus der freien Wirtschaft zu vergleichen. Das sind Äpfel und Birnen.

@Topic

Sorry, aber wenn ich das schon höre: Ich bin Dipl. Ing etc.:rolleyes:
Schön, auf dem Papier biste das bestimmt und sonst?
Meine bisweilen 23 jährige Berufserfahrung hat mir gezeigt, dass man ruhig mit einem niedrigen Einstiegsgehalt anfangen kann. "Gute" Leute möchte jede Firma gerne behalten und wird auch nach einer gewissen Zeit bereit sein höhere Lohnforderungen zu akzeptieren anstatt ständige neue Leute einzustellen und einzuarbeiten.

Aber was hast Du vorzuweisen außer deinem guten Diplom?
Welche praktischen Erfahrungen hast du welche der Firma zum Nutzen gereichen?

Verdienen wirst Du wahrscheinlich erst nach einer 3 - 5 jährigen Berufserfahrung, vorher hör bitte auf zu träumen.
 
°A8 schrieb:
Firma 2 fand meine Leistung und meinen Abschluss richtig gut. Doch dann machte die Firma den Vorschlag ich sollte 4 Wochen bei denen Arbeiten, was ja theoretisch kein Problem war, nur wollten die nichts zahlen. Sie wollten das mit dem Arbeitsamt so klären dass ich da nur zur Probe bin. Seine Aussage war, dass ich ja weiter Arbeitslosengeld bekomme. Das ich nicht lache ich bekomme ganze 28,78€ Sozialhilfe! Fazit, ich sollte für nichts Arbeiten kommen und dann hätten sie mich abgeschossen.

Das nächste Mal, wenn Dir jemand so etwas anbietet, musst Du dealen: zum Beispiel sage "okay, einverstanden: ich arbeite gerne vier Wochen für Sie, um Sie von meiner Leistungsfähigkeit zu überzeugen. Sie werden sehen, daß ich ein absoluter Zugewinn für Ihr Unternehmen bin. Sollten Sie das nach den vier Wochen genauso sehen, begleichen Sie meine Leistung der ersten vier Wochen mit einer doppelten Gehaltszahlung im ersten Monat unseres Arbeitsverhältnisses."
Wenn das Gegenüber darauf nicht eingeht, frage ihn, ob er denn seine Produkte respektive Dienstleistungen auch für lau in den Markt schmeisst. Wenn er/sie dann immer ablehnt, hast du es zumindest versucht. Verloren hättest du so oder so - aber zumindest hast du drum gekämpft! Es ist wichtig, flexibel zu sein, Biss zu haben und kreativ zu sein - genau das suchen die Arbeitgeber. Ansonsten wirst Du noch 200 Bewerbungen schreiben und Gespräche führen, wenn Du sofort klein bei gibtst.

Zweitens: liebe Studenten und Studentinnen: HÖRT BITTE AUF ZU TRÄUMEN!! Ihr habt euch entschieden, euch geistig höher zu qualifizieren, gut gemacht. Und das sogar mit guten Noten. Toll! Aber trotz allem seid ihr immer noch Berufsanfänger!! Also kommt bitte mal runter von den horrenden Vorstellungen eurer zukünftigen Gehälter und beschäftigt euch gedanklich mal mit 1.500 € im Monat in den ersten 1 - 2 Jahren. Damit seid ihr schon mal gut bedient. Wenn euch das nicht passt, bitteschön: jedes erfolgsorientiert arbeitende Unternehmen sollte kein Problem damit haben, ebenso zu arbeiten. Also: verhandelt die Basis (eben z.B. 1.500 €) und einen leistungsorientierten Teil, der oben drauf ausgezahlt wird. Wenn ihr wirklich so gut seid, könnt ihr das damit beweisen.

Sorry, das klingt jetzt vielleicht hart - aber nur so funktioniert der Markt, und ich musste durch genau so eine Schule. Heute erhalte ich das Vielfache.

Nur mal so als Hint...
 
Zuletzt bearbeitet:
Killerattacks schrieb:
Leute, das kanns doch nicht sein. Diese ganzen "Was ihr hier für Vorstellungen habt". Nur mal als Vergleich: Mein Vater ist verbeamteter Lehrer in der untersten Gehaltsstufe ("Studienrat") und bekommt, nachdem das 13te Wochenhalt gekürzt wurde und zahlreiche andere Zulagen etc., immer noch weit über 3000€ NETTO und wenn ihr euch recht entsinnt müssen Beamten z.B. nichts in die Rentenkasse bezahlen, bekommen die hälfte der Krankenkassenkosten übernommen (!!!) etc.

Und da wollt ihr uns ernsthaft erzählen, dass nachdem wir ein Diplom gemacht haben mit Gehaltsvorstellungen jenseits der 2.500€ gierig bzw naiv wären? Hey ich erzähl euch mal was. Wenns wenn ich mein Diplom bekomme wirklich so dreckig sein sollte (was ich wie gesagt bezweifele) mach ich eben noch die beiden Staatsexamen und das wars dann für mich.

Darauf würde ich mich nicht mehr verlassen. Die Zeit der Beamten ist gezählt, und selbst die sollen erfolgsorientiert bezahlt werden.
 
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