Zeitwert einer Grafikkarte zurückerstattet

DarioBerlin

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Hallo,

hatte mir vor gut einem Jahr eine Grafikkarte bei CSSC.de gekauft.
Leider ging sie kaputt und ich schickte sie mit der bitte um Reperatur
bzw. Austausch zurück.

Da diese Graffikkarte aber weder repariert noch ausgetauscht werden konnte,
wurde mir für die Palit X1600 45 Euro auf mein Konto gutgeschrieben.

Fühl mich jetzt ein wenig betrogen, da ich für dieses Geld keine Karte mehr
bekommen kann. Allein das Porto hat mich ja auch noch mal 5 Euronen gekostet.

Meine Frage, ist das überhaupt rechtens so ?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: (Überflüssige "???" entfernt.)
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Also 45€ ist als Zweitwert für die Karte schon in Ordnung... aber Normal solltest du eine neue bekommen, bzw. eine reparierte, sofern du den Schaden nicht verursacht hast... Würde da einfach per E-Mail nachhaken..
 
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Naja.. für 45€ kannst du eine Karte inkl. Versand kaufen, die besser als die X1600 ist.. aber eigentlich dürfte der Händler nicht einfach so gutschreiben. Wie 8mile schon sagte.. einfach mal fragen bzw beschweren.. aber in nettem Ton.
 
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Wenn ich das noch richtig aus dem Wirtschaftsunterricht weiß, machen das so viele Firmen, aber legal ist das nicht. Es muss glaube ich der damalige Kaufpreis erstattet werden, bzw. ein gleichwertiger Austausch vorgenommen werden.

Aber nagelt mich nicht daran fest. Würde selber gern wissen, ob das stimmt. Mir wurde auch mal nen Kaputter CPU erstattet (Hab 4 € weniger bekommen als ich dafür gezahlt hab :freak:)
 
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Wüsste nicht, was es da zu meckern gibt...? 45 € ist doch in Ordnung...
Und Versand darfst du nicht rechnen, du bekommst natürlich nur den Zeitwert...
sonst wäre Dell mit ihren 80 € Versandkosten bald pleite...

@ palaber:

Natürlich muss nicht der damalige Kaufpreis erstattet werden, wo würden wir denn da hinkommen? Ich kauf ein Gerät mit 5 oder besser 10 Jahren Garantie, dass bis dahin total veraltet ist und es kein identisches mehr gibt und verlange dann den Neuwert?! In welcher Welt lebst du?
Wenn die Firma die Karte nicht mehr bekommt, was will sie machen? Gut, sie hätten evtl Fragen können, ob du eine andere mit Aufpreis kaufen möchtest, aber sonst ist das alles OK...
zumal der Händler sie wohl beim Hersteller eingeschickt hat und wahrscheinlich selbst nur eine Gutschrift erhalten hat...
 
Zuletzt bearbeitet:
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du hast anspruch auf gleichwertigen ersatz und in diesem fall hast du eben den zeitwert ausgezahlt bekommen. wo ist das problem?

@supastar
kann dir nur zustimmen. ist schon lustig was manche leute hier für vorstellungen haben :D
 
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Hallo Palaber und Supastar:

bei mir war es so das ich vor gut zwei Jahren mir eine ATI 1900 XTX gekauft hatte , diese nach etwa einem halben Jahr kaputt ging und sie getauscht wurde! Nun kurz vor dem Garantie ende ging sie mir erneut kaputt und ich schickte sie wieder ein!
nach ewigen warten und einer großen Anzahl an Mails und telefonischen Nachfragen schrieb ich ne recht böse Mail an den Vertriebschef und siehe da, keine halbe Stunde später war klar das ich eine 8800 GTX als Austausch bekommen würde! Ratz Fatz aus die Maus, ich hätte auch das geld nehmen können, nur wollte ich lieber die Graka!

Also alles eine Frage der Argumentation und der richtigen Entscheidungsträger auf der anderen Seite! ;- )

so dann, noch nen schönen Abend!
 
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jo manche Firmen zahlen dir den Zeitwert zurück ... gute Firmen mit gutem Service schicken dir die nächst bessere Karte ( Asus) aber wer halt nur Lowcost Ware kauft kann halt auch nur den gesetzlichen Mindestrahmen erwarten ... Geiz ist halt ned Geil
 
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@ Supastar
@ HereticNovalis

LMAA ohne Witz, ich schreib doch das ich es nicht genau weiß und das es mir so war. Und so ein dummes gelaber von wegen: In welcher Welt lebst du, kannst / könnt du dir/ ihr euch sparen!

später war klar das ich eine 8800 GTX als Austausch bekommen würde
Und das zeigt wohl, das es vielleicht doch in etwas dran sein könnte...

Außerdem wird ne Firma niemals 10 Jahre Garantie auf Produkte geben, von denen sie nicht überzeugt ist, das 99% niemals kaputt gehen werden.
 
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@ palaber:

Und nur weil ein Händler sehr kulant war oder ATI vllt die Platte getauscht hat, weil er sie vllt damals zu einem hohen Preis erworben hat, hat nun wirklich nix mit gesetzlicher Grundlage zu tun...


Aber warum postest du, wenn du es nicht weißt? Muntere Ratespiele helfen jedenfalls niemandem weiter...

Übrigens gibt es z. B. bei Routern oft 10 Jahre Garantie oder beschränkt lebenslang. Aber nicht, weil die nicht kaputt gehen, sondern weil der Preisverfall nach 5 Jahren recht groß ist oder die Technik so veraltet, dass ihn niemand mehr haben will (was würdest du heutzutage z. B. mit einem 10 MBit-Router wollen)...

Und wenn du berechtigte Kritik nicht verträgst (vllt etwas überreagiert von mir, aber egal), dann übernehme ich mald die vier groß geschriebenen Buchstaben von dir...
 
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Zitat von supastar:
Und nur weil ein Händler sehr kulant war oder ATI vllt die Platte getauscht hat, weil er sie vllt damals zu einem hohen Preis erworben hat, hat nun wirklich nix mit gesetzlicher Grundlage zu tun...

Er hat aber Recht, dass im Zuge der gesetzlichen Gewährleistung in Deutschland (Herstellergarantie ist was völlig anderes und die Bedingungen dazu erstellt der Hersteller) einen Kaufvertrag über die X1600 (ob nun Pro oder XT) abgeschlossen hat. Auf den Funktionsanspruch hat er 2 Jahre lang anspruch. Wenn die Karte nicht geht, kann der Händler a) sie austauschen/repararieren, b) den Kaufpreis zurückerstatten oder c) eine individuelle Lösung mit dem Kunden vereinbaren. Punkt a) muss man zweimal über sich ergehen lassen, danach kann man wenns immer noch nicht funktioniert auch den Kaufpreis zurückfordern. Völlig egal wie hoch der Zeitwert ist.
 
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@laser114: Das mit dem vollen Kaufpreis kannste vergessen. Der Händler kann dir darauf nämlich noch eine Nutzung anrechnen, je nachdem, wie lange du das Teil benützt hast.
 
@ laser114:

Dann könnte man ja in meinem Beispiel sogar den Router mit beschränkt lebenlanger Garantie (in Deutschland AFAIK 15 Jahre) nach 12 Jahren zurückschicken und das Geld zurück verlangen.
Das wäre eine Welt... ich glaube es gäbe niemanden mehr, der irgendwas verkaufen würde bzw. Garantie geben würde wenn dem so wäre... :freak:

Oder kaufst du dir ein neues Auto, nachdem der Scheibenwischer nach ein paar Monaten aber leider nicht mehr geht gehst du dann zum Händler und willst dein Geld zurück!? Das Gesicht des Händlers würde ich gerne sehen, wenn du ihm was vom Recht auf Geld-Zurück-Erstattung erzählst ohne Wertverlust... :evillol:
Zugegeben, ein überspitztes Beispiel, aber es veranschaulicht das ganze IMHO doch ganz gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
@nsb|urmel: Kann er machen, trotzdem muss er mir exakt das selbe Produkt wiederbeschaffen, falls ein Defekt vorliegt. Und wenn ihm das nach 2 Versuchen nicht gelingt, kann man vom Kaufvertrag zurücktreten, mit sämtlichen Auswirkungen.
Ist ja auch logisch: Wenn die Grafikkarte relativ selten war, kann ich mir die mit dem erstatteten Zeitwert nicht wiederkaufen, und schon gar nicht in einem einwandfreien Status. Ich würde gern mal wissen, mit welcher Rechtsgrundlage die Händler sowas erstens machen, und zweitens wie sie diesen "Zeitwert" ermitteln.

@supastar: Nein. Dein erstes Beispiel ist überfällig, weil es sich hier um die Herstellergarantie handelt. Diese wird aber nach Konditionen des Herstellers gewährt, nicht nach rechtlichen Grundlagen. Ich sprach nur von der gesetzlichen Gewährleistung, und die gibts auf technische Geräte nur 2 Jahre lang.
Auch dein zweites Beispiel passt nicht: In der Zeit der Gewährleistung (die dürfte auch bei Autos bei 2 Jahren liegen) hat der Hersteller das Recht, zweimal auszubessern. Außerdem gilt das oben erwähnte nicht, wenn typische Abnutzungserscheinungen vorliegen, was bei einer defekten Grafikkarte aber nicht der Fall ist.
 
@ laser114

Ich will Dich nicht provozieren, angreifen oder sonst was, bin nur neugierig. Nehmen wir folgendes Beispiel: Es handelt sich um eine Graka, die's gar nicht mehr gibt, warum auch immer. Aufgrund welcher rechtlichen Grundlage müsste der Händler Dir exakt das gleiche Produkt beschaffen, auch wenn es nicht oder nur unter größtem Aufwand zu beschaffen wäre? Bin mir sicher, dass das unter den genannten Umständen nämlich nicht erforderlich ist.
 
@ laser114:

Wenn du von gesetzlicher Gewährleistung sprichtst, muss er aber jetzt (da das erste halbe Jahr vorbei ist) beweisen, dass der Fehler schon bei Kauf bestanden hat. Das versuche mal...

Das wäre gleichzusetzen mit: Pech gehabt, du bekommst gar nichts, weil man es nämlich praktisch fast nie beweisen kann. Die Firma müsste also theoretisch nicht mal den Zeitwert ersetzen, wenn es nach Gewährleistung ginge und du nicht beweisen kannst, das der Fehler schon bei Kauf bzw. Übergabe bestand...

Und es liegt schon eine Abnutzungserscheinung vor, oder denkst du, man kann sie noch zum Neupreis weiter verkaufen. Falls ja, ich hab hier noch ein paar Sachen rumstehen, die du mir (zum Neupreis) abkaufen kannst...

Zudem ermittelt wahrscheinlich nicht der Händler den Zeitwert, sondern das Teil wird beim Hersteller (ATI/AMD) eingeschickt, dieser erstellt dann eine Gutschrift (da er die GPU nicht mehr vorrätig hat und nicht mehr herstellt) die der Händler an den Endkunden weitergibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von DDM_Reaper20:
Nehmen wir folgendes Beispiel: Es handelt sich um eine Graka, die's gar nicht mehr gibt, warum auch immer. Aufgrund welcher rechtlichen Grundlage müsste der Händler Dir exakt das gleiche Produkt beschaffen, auch wenn es nicht oder nur unter größtem Aufwand zu beschaffen wäre? Bin mir sicher, dass das unter den genannten Umständen nämlich nicht erforderlich ist.

Er muss dir in diesem Fall nicht das Produkt beschaffen, aber dir den vollen Kaufpreis zurück erstatten:

§ 439 BGB
Nacherfüllung
(3) Der Verkäufer kann die vom Käufer gewählte Art der Nacherfüllung unbeschadet des § 275 Abs. 2 und 3 verweigern, wenn sie nur mit unverhältnismäßigen Kosten möglich ist. Dabei sind insbesondere der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand, die Bedeutung des Mangels und die Frage zu berücksichtigen, ob auf die andere Art der Nacherfüllung ohne erhebliche Nachteile für den Käufer zurückgegriffen werden könnte. Der Anspruch des Käufers beschränkt sich in diesem Fall auf die andere Art der Nacherfüllung; das Recht des Verkäufers, auch diese unter den Voraussetzungen des Satzes 1 zu verweigern, bleibt unberührt.

Kurz gesagt: Wenn der Aufwand sehr hoch ist, diese Ware zu liefern, muss er es nicht tun. Er muss aber die Gewährleistung anderseitig erfüllen.

Und: Das er die Grafikkarte genutzt hat, ist kein Grund den Wert zu mindern:

§ 346 BGB
Wirkungen des Rücktritts
(1) Hat sich eine Vertragspartei vertraglich den Rücktritt vorbehalten oder steht ihr ein gesetzliches Rücktrittsrecht zu, so sind im Falle des Rücktritts die empfangenen Leistungen zurückzugewähren und die gezogenen Nutzungen herauszugeben.
(2) Statt der Rückgewähr oder Herausgabe hat der Schuldner Wertersatz zu leisten, soweit
1. die Rückgewähr oder die Herausgabe nach der Natur des Erlangten ausgeschlossen ist,
2. er den empfangenen Gegenstand verbraucht, veräußert, belastet, verarbeitet oder umgestaltet hat,
3. der empfangene Gegenstand sich verschlechtert hat oder untergegangen ist; jedoch bleibt die durch die bestimmungsgemäße Ingebrauchnahme entstandene Verschlechterung außer Betracht.

Wichtige Stellen wieder fett makiert. Empfangene Leistungen sind zurückzugewähren (und empfangen wurde der gesamte Kaufpreis), und die bestimmungsgemäße Ingebrauchnahme senkt nicht die empfangene Leistung.


Übrigens: Dein oben genanntes Beispiel ist sehr gut. Nehmen wir mal an, ich habe von einem Händler eine Voodoo 5 6000 gekauft (wo auch immer er die her hatte). Nun geht die aber nach wenigen Monaten kaputt. Nun kommt aber der Händler an, und erzählt was von Zeitwert, die Karte wäre ja schließlich heute nicht mehr so leistungsfähig und auch gebraucht wurden. Ja - aber was ändert das z. B. an dem Seltenheitswert?
Der Händler kann doch den Zeitwert gar nicht definieren.


Zitat von supastar:
Wenn du von gesetzlicher Gewährleistung sprichtst, muss er aber jetzt (da das erste halbe Jahr vorbei ist) beweisen, dass der Fehler schon bei Kauf bestanden hat. Das versuche mal...

Das ist richtig. Im Falle das der Händler das jetzt nicht glaube, geht das über einen Sachverständigen. Kostet erstmal Geld, ist aber üblicherweise erfolgreich - wenn nicht, bleibt man aber natürlich auf den Kosten sitzen.
 
Meine Güte, was ein Trara... Wenn der Händler so ne X1600 nicht mehr bekommt und deine nicht mehr reparieren kann, sind 45€ völlig in Ordnung..

Leg 15€ drauf und kauf die ne HD2400PRO oder die Karte (Versandfrei):
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/b000eb5fuk/geizhalspre03-21/ref=nosim?m=A3JWKAKR8XB7XF

Die sollten in etwa so schnell sein wie eine X1600.. Und die 15€ Verlust bringen dich auch nicht um.. Jedenfalls würde ich lieber die 15€ ausgeben, als ewig rumzudiskutieren ohne ein Ergebnis zu erreichen.. das sorgt für mehr "graue Haare" ;)
 
@ laser114:

Dann lies dir Punkt 1 nochmals durch:

(2) Statt der Rückgewähr oder Herausgabe hat der Schuldner Wertersatz zu leisten, soweit
1. die Rückgewähr oder die Herausgabe nach der Natur des Erlangten ausgeschlossen ist.

Du hast zwar recht, dass der Gebrauch nicht zu werten ist, der Wert der Ware hat sich aber mit der Zeit eben doch gemindert... das ist aber eben ein Problem von Elektroartikeln, bei einem Tisch z. B. sähe die Situation natürlich anders aus.

Zudem bleibt noch das Problem, dass bei der Gewährleisung nach dem ersten halben Jahr der Kunde zu beweisen hat, dass der Schaden bei Übergabe bestand, was sich als mehr als schwierig herausstellen würde...

Zudem kann der Händler den Zeitwert definieren, wenn man denkt er wurde zu gering angesetzt, kann man natürlich darüber verhandeln und einen Gutachter einschalten, dass dürfte sich hier aber natürlich nicht lohnen, mehr als 5 € würde er wohl auch nicht heraushandeln können...
 
Zuletzt bearbeitet:
(2) Statt der Rückgewähr oder Herausgabe hat der Schuldner Wertersatz zu leisten, soweit
1. die Rückgewähr oder die Herausgabe nach der Natur des Erlangten ausgeschlossen ist.

Ja, und? Der erste Punkt heißt nur, dass man einen Wertersatz liefern muss, wenn man das überbrachte Produkt nicht ersetzen kann (z. B. einen Tisch von einem Künstler, den es nicht doppelt gibt). Bei einer Grafikkarte aus Serienfertigung ist das aber von Natur aus nicht ausgeschlossen, bei hohen Aufwand greif Paragraph 439.
 
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