Zigbee steuern - pi OS / Fritzbox?

cmd2012

Lieutenant
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Hallo Freunde,

habe Lösungswerkzeuge - suche Problem und Ziel. Oder so ähnlich.

Ich möchte meine Wohnung mit diversen Leuchtmitteln (bevorzugt Ikea/Zigbee) aufpeppen.
Ziel ist es via Smartphone komfortabel verschiedene Lampen anzusteuern oder ganze
"Szenen" /Räume (2) zu wechseln.


  • Seit kurzem besitze ich einen Raspberry pi5, auf dem Raspberry OS inkl. PiHole läuft.
  • Zudem arbeitet eine Fritzbox 6591 im Netzwerk.
Soweit ich weiß (?) reicht diese aus,mum ohne jegliches weiteres Zubehör (Zigbee Hub / FritzBox! Gateway)
die Leuchtmittel anzusteuern.

Ich kenne nicht alle Ikea/Zigbee Geräte; sehe aber unter https://fritz.com/pages/zigbee, dass die
Box wohl nativ mit einigen umgehen kann.
Ferner weiß ich, dass es Zigbee- USB Dongles für den pi gibt, um "besser" oder mehr
Geräte ansteuern zu können.

Ist mein Vorhaben so machbar? Bevorzugen würde ich die FritzBox-Variante, freue mich aber generell
über Vorschläge/ andere Ideen.
GLG
 
Verwirf die Fritzbox Idee und besorge dir einen Smilight SLZB-06 MU.
Dazu dann Home-Assistant mit ZHA auf dem Pi installieren.

Damit bist du maximal flexibel was die Integration von verschiedenen Geräten angeht und nicht auf AVM angewiesen, wenn mal ein Gerät nicht von der Fritte unterstützt wird.

Entweder du machst den Pi komplett platt und setzt auf HA OS + PiHole Addon oder du installierst dir Home-Assistant als Docker Container auf dein bestehendes System.
 
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Hey :)

Falls die Fritzbox selbst keine Zigbee Hub Funktion anbietet (einige Modelle können das), ist der Conbee III Zigbee USB Dongle eine gute Wahl, alternativ ein PoE-Dongle, der direkt über RJ-45 angebunden werden kann.

Ich selbst nutze den Conbee III am Raspberry Pi 5 mit PiOS und HomeAssistant als Docker. In die Einrichtung muss man sich ein wenig mehr einlesen (als ohne Docker), aber generell hilft KI/Google da schnell weiter. Generell kann ich HomeAssistant sehr empfehlen, bzw. die integrierte "Zigbee Home Automation" (ZHA), worüber man sehr bequem Zigbee-fähige Geräte (über den Conbee) finden, einbinden und nach Belieben steuern kann - auch per Smartphone App, die ebenfalls kostenlos angeboten wird.

Wichtig bei USB-Dongle (egal welche) - nie direkt in den Raspi einstecken. Die sind sehr empfindlich gegenüber "Crosstalk", also Störsignale-/Strahlung der umliegenden Kabel/USB-Ports. Die Verbindungsqualität zwischen Dongle und Zigbee-Geräten schwankt dann schnell. Viele Hersteller empfehlen daher ausdrücklich eine USB-Verlängerung zu nutzen, in die dann der Dongle eingesteckt wird.

So oder so - Dein Vorgaben ist mit dem PI, einem HUB (z.B. ein USB-Dongle) und einer Steuersoftware (z.B. HomeAssistant) sehr gut umsetzbar.

:Edit: @SaxnPaule war nen Tick schneller beim Absenden (da hab ich noch geschrieben) - Selbe Idee. Der SLZB-06 MU ist die RJ-45 Alternative zum USB-Dongle. Tolles Gerät.
 
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Ich nutze mit meiner UGreen NAS auf einer VM auch das Home Assistant und einen SONOFF Zigbee 3.0 USB Dongle Plus. Hierzu habe ich auch das Zigbee2MQTT eingerichtet und alles läuft perfekt. Würde dir daher auch empfehlen, Home Assistant mit deinem Raspberry Pi einzurichten. Keine Ahnung, wie es mit dem Raspberry Pi ist, aber mit einer NAS soll man eine VM vor einem Docker bevorzugen. Mit dem Docker soll es gewisse Einschränkungen geben.

Direkt über die Fritzbox würde ich aber nicht gehen.

Mein Dongle habe ich auch mit einem längeren USB-Kabel an eine bessere Position gesetzt. Dem SONOFF Zigbee 3.0 USB Dongle Plus lag aber auch bereits eine kurze Verlängerung bei.
 
SonyXP schrieb:
Wichtig bei USB-Dongle (egal welche) - nie direkt in den Raspi einstecken. Die sind sehr empfindlich gegenüber "Crosstalk", also Störsignale-/Strahlung der umliegenden Kabel/USB-Ports. Die Verbindungsqualität zwischen Dongle und Zigbee-Geräten schwankt dann schnell. Viele Hersteller empfehlen daher ausdrücklich eine USB-Verlängerung zu nutzen, in die dann der Dongle eingesteckt wird.
Das Problem sind USB3 Ports, diese emittieren aufgrund der hohen Busfrequenz Oberwellen im Bereich von 2,4Ghz - genau da arbeiten aber die meisten Funkdongels und Zigbee.
Gibt da ein kurzes aber informatives whitepaper von Intel dazu: https://cdrdv2-public.intel.com/841692/usb30radiofrequencyinterference.pdf
 
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Klasse, danke der Anregung für den SLZB, kannte das Produkt nicht.
Ich würde das piOS+piHole gerne so lassen wie gehabt und versuchen den HA+ZHA als Docker laufen zu lassen.

D.h.: Der SLZB-06 genügt als einzige weitere Investition, um Zigbeeleuchten zu erkennen und einzubinden?
Und über welche App ließe sich das ganze unter Android verwalten?
 
Meiner läuft mit meiner NAS mittels USB 3.0 und es gibt keine Probleme. Im Gegenteil, hatte mal auf USB 2.0 gesteckt und das hat zu Ausfällen geführt. Das SONOFF Zigbee 3.0 USB Dongle Plus ist aber ein USB 3.0 Dongle. Wahrscheinlich läuft es bei mir mit USB 3.0 deshalb besser.
Ashampoo_Snap_Montag, 6. Juli 2026_12h39m49s.png
Ergänzung ()

cmd2012 schrieb:
Und über welche App ließe sich das ganze unter Android verwalten?
Der Home Assistant lässt sich per Browser aufrufen und für Windows, Android und iOS gibt es Apps zum installieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
+1 für nen SMLight Stick und HomeAssistant.
Die einige echte Lösung.
 
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HA in nem Docker Container heißt halt auch immer etwas mehr Gebastel als HA in ner VM, u.a. weil man viele addons verliert und in eigenen Containern laufen lassen muss. Deshalb bin ich vor 2 Jahren auf Proxmox umgestiegen und habe mich auch gegen einen RasPi und für einen refurbished ThinkCentre entschieden. Klar, wenn die Hardware nunmal da ist, dann nutzt man die, muss sich aber der Nachteile bewusst sein.

Beim SMLight bin ich aber auch dabei, die Dinger sind schon geil.
 
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@Knighty Ist wirklich immer vom "Use Case" abhängig. Ich konnte im Docker und meiner ZHA Installation nichts entdecken, was mir für normale Zigbee-Integration und Steuerung fehlt.

Aber welche Vor- und Nachteile man in der jeweiligen Variante hat, findet man ebenso schnell im Netz heraus. Für mich war es so, wie Du schreibst - Hardware war vorhanden (Raspi 5), die bisher nur mit PiOS und PiHole lief und sich ansonsten gelangweilt hat. Da kam dann halt noch Docker und ZHA als Container oben drauf - ja, der Bequemlichkeit halber, wollte nicht alles neu installieren müssen. Und die Docker-Container versauen das Grundsystem (Host) nicht, wenn mal schief geht. Hat also auch so seine Vorteile. Aber Proxmox wäre schon schön :)
 
Bei mir war, wohlgemerkt damals, auch der Preis entscheidend. Für nen RasPi5 mit NVMe-Modul und allem drum und dran hätte ich mehr bezahlt als für meinen i7 mit 32gb RAM und ner bereits verbauten NVMe. Der hat aber deutlich mehr Leistung und Spielraum und braucht im Normalbetrieb auch nicht mehr Strom. Ich habe die Preise lange nicht verfolgt, aber damals hat es eigentlich keinen Sinn ergeben, bei einem Neukauf die Entscheidung für den RasPi zu treffen.

Wichtig ist, eine SSD zu verbauen und das ganze nicht auf einer SD-Karte zu betreiben. die sind viel zu anfällig für sowas.
 
Guter Hinweis - ich habe das auch erst (testweise) mit SD-Karte betrieben, bin dann aber auch auf NVME (an einem HAT-Modul) umgestiegen. Allein das Logging der ganzen Anwendungen hätte die SD-Karte sicherlich früh in Rente geschickt.

Bei den Speicherpreisen würde ich mir heute auch keinen Raspberry PI mit all dem Zubehör mehr kaufen. Preis-Leistung stimmen da einfach nicht mehr. Ich hab ihn seit letztem Jahr, da gings noch. Außerdem war Platzmangel auch eine Frage. Das Teil ist ja fast "unsichtbar".
 
Home Assistant lief bei mir zunächst noch auf einer Synology und einer VM. Zu der Zeit hatte ich dort Festplatten verbaut und auch den von mir bereits genannten Dongle. Lief so weit auch bereits perfekt und problemlos. Später bin ich auf meine neue UGREEN NAS umgestiegen und musste nur die VM neu einrichten und ein Backup des Home Assistanten einspielen.

Lief dann auch direkt problemlos, ohne dass ich groß was neu einrichten musste. Mit meiner UGREEN NAS habe ich aber neben Festplatten (Raid 1) auch zwei NVMe - SSDs (Raid 1) mit verbaut und VM und Docker habe ich nun auch auf diesen SSDs installiert.
 
Da hier das Stichwort SSD fällt...welche nvme2 eignen sich für den pi5 (nicht)? Ich habe ein Case mit einem HAT-Modul. Geht hier "jede beliebige" ?
Gibt es Empfehlungen für Modelle auf Amazon? An sich denke ich, dass mir 256GB reichen.
 
Also mit dem Pi5 ist ja alles schön und gut.
Aber für mich sind die Zeiten des PIs irgendwie vorbei.
Also statt dem 5er Pi würde ich immer einen Gebrauchten Thin Client vorziehen.
Vorteil Günstiger, richtige SSD und offiziell Proxmox fähig. Da kann man dann schön herum experimentieren und alles schön getrennt laufen lassen.

Und für kleinere Aufgaben sind die neuen Pis einfach zu Stromhungrig.
 
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Noch als Warnung von mir:
Vielleicht ist das Grundstück hier verhext, aber ich habe schlechte Erfahrungen speziell mit den Ikea Zigbee LED Lampen gemacht!
Grundsätzlich funktionieren die gut, aber laut Spezifikation müssen mit 230V betriebene Zigbee Geräte ja automatisch Repeater sein und da machen die Ikea Teile nahezu regelmäßig richtig Stress!
Die hängen sich ganz merkwürdig auf, meist funktionieren sie selber sogar noch und lassen sich (fern) steuern aber Geräte, die „hinter“ ihnen hängen, sind nicht mehr oder nur eingeschränkt erreichbar. Einmal die entsprechende Ikea LED stromlos machen und alles funktioniert wieder.

Leider weiß ich nicht, wie man einen Zigbee Gerät die Repeater Funktion verbieten kann, weil so ist das echt nervig und nicht akzeptabel, ich werde die Teile wohl raus schmeißen.
Hier sind irgendwas um die 70 Zigbee Geräte verbaut, die meisten LED Hue aber eben da wo es nicht so drauf ankommt eben Ikea, weil sie doch deutlich günstiger sind. Diese Aussetzer habe ich bisher NUR bei den Ikea Teilen gehabt und über diverse Modelle und sogar Generationen hinweg.

Ich (!) würde heute speziell bei Ikea gleich auf Matter over Tread setzen und auf keinen Fall mehr mit Zigbee anfangen…
 
Man kann in ZHA zumindest vorgeben, welches Gerät sich mit welchem Repeater/HuB verbindet und so sein Mesh selbst designen. Hab ich selbst noch nie ausprobiert, aber so verstehe ich das. Könnte bei zickigen Zigbee-Geräten helfen, damit nichts darunter "leidet".

Aber über die IKEA Zigbee kompatiblen Geräte habe ich auch schon mehrfach auffälliges gelesen (und Review Videos gesehen). Gut, irgendwo muss man bei dem meist günstigen Preis mit Einbußen rechnen.
 
Ich hab grad mal durchgezählt.
Hab 28 Tradfri Geräte im Einsatz und keinerlei Probleme. Kommt vermutlich auf die spezifische Konstellation an.

Was man aber anmerken sollte: Wenn es auf eine große Installation hinausläuft lieber eine Koordinator pro Etage.
Ich hab eigentlich einen Conbee 3 im Einsatz. Ab ca. 150 aktiven Geräten fliegen regelmäßig welche aus dem Netz und müssen neu eingebunden werden.
Habe jetzt zusätzlich den SLZB-06 im Einsatz auf einem anderen Kanal und keine Probleme mehr mit knapp 280 Geräten.

Wenn ich zickige Geräte habe, dann Ledvance oder Gledopto.
 
SaxnPaule schrieb:
Verwirf die Fritzbox Idee und besorge dir einen Smilight SLZB-06 MU.
Aus Eigeninteresse: Warum genau SLZB-06 MU? Wo sind die konkreten Unterschiede zu 06U, 06p7U, 06p10U etc.?
Optisch und von den reinen Features sind die identisch, lediglich der Zigbee Chipsatz unterscheidet sich.
 
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