Zu sensibel für den gymnasialen Schulunterricht?

Ich kann mich der überwiegenden Meinung hier nur anschließen.

Rückblickend auf meine Schulzeit kann ich sagen, bei den strengsten, unbeliebtesten Lehrern hab ich am meisten gelernt. Im Gegenzug, meine damaligen Lieblinge, die Scherzkekse die mal 10 min vor Unterrichtsschluß die Gitarre zum singen rausgeholt haben, was hab ich da heute noch davon? Nur ne schöne Zeit. Davon kann ich mir aber nichts kaufen.

Alle auf das Leben bezogene Beispiele wurden schon gennant. Das Leben ist kein Ponyhof und was machst du wenn du in deinem erster Job nach der Schule/Studium nen richtig harten Chef hast? Da kann man nicht mehr zum Rektor laufen.

Mal abgesehen von meinen Rechtschreibfehlern, hab ich recht?

PS: Der strengste Lehrer damals (aber nicht ungerecht und manchmal sogar witzig, allerdings nur wenn die Klassenleistung gut war), ist danach mein Liebster geworden. Zu seiner Verabschiedung als er in Pension ging, bin ich natürlich hingegangen. Bin auf dem Dorf zur Schule gegangen, die Schule war eh nebendran.
Für die anderen würde das nicht machen. Auch nicht für meinen "damaligen" Lieblingslehrer.
 
Sprich mit Eurem Vertrauenslehrer wenn ihr so etwas hoffentlich an der Schule habt. Wenn nicht sprich mit dem Rektor oder dem Co-Rektor.

Erleutere ruihg und sachlich (ggf. mit Notizen), worum es Dir geht.

Besprich Dich ggf. mit rethorisch gewandten Mitschülern, geht zu zweit zum Rektor und was ich als wichtig erachte:

Sag es Deinen Eltern und frag das Mädchen ob sie es ihren sagt und warte diese Reaktion vielleicht erst ab. Unterstützung der Eltern, ggf. des Elternsprechers kann viel Einfluss haben!

Kritikfähig denke ich muss jeder sein. Aber es gibt sachliche und herabwürdigende Kritik, Lehrer haben eine Aufgabe wie jeder andere in Personalführung. Sogar bei der Grundausbildung der Bundeswehr gibt es sehr klare und sehr strenge Regeln für die Ausbildenden Offiziere und Unteroffiziere. (Ich spreche hier aus Erfahrung, sowohl wärend meiner Schulausbildung auf eine Gymnasium habe ich Diziplinarmaßnahmen gesehen als auch bei der Bundeswehr nach dem zugegeben deutlich schwereren Fehlverhalten von Führungspersonen)

Nur weil Schüler neuerdings alle faul, dumm und frech sind heißt es nicht, dass dies Lehrer berechtigt sich falsch zu verhalten. Wobei das "früher" echt nicht viel besser war.

Das Verhalten des Lehrers erscheint zumindest in Deiner Schilderung als durchaus darauf gerichtet gewesen zu sein der Schülerin und vor allem der Klasse klar zu machen, das ihre Leistung "scheiße" war. Das kann der Lehrer gerne der Schülerin unter 4-Augen sagen, m.E. ist es aber verfehlt dies auf diese Weise, vor allem trotz Bemühung der Schülerin, vor der Klasse zu machen.

Arbeitsverweigerung oder Unlust liegt ja wohl scheinbar nicht vor. Schlechtleistung kann viele Gründe haben, muss aber auch differenziert gesehen werden. Vor allem in Bezug auf die psychische Anspannung würde ich mich um eine Klärung bemühen. Das Heranziehen der Eltern oder des Elternsprecher ist hier m.E. eine wertvolle Ergänzung. Mit unserem Elternsprecher wollte sich früher nicht gerne jeder anlegen. Klarer Fall von zuviel politischer und wirtschaftlicher Einfluss in unserer Stadt. Da hatten wir wohl Glück. ;)

Der Lehrer hat natürlich das Recht schlechte Leistung auch zu kritisieren aber das geht eben auch sachlich und weniger polemisch. Man kann schlichtweg einfach sagen: "Danke für das Handout, aber die Rechtschreibfehler sind kein Aushängeschild, wie kommt es dass Du hier so viele gemacht hast?" Sachlich ansprechen was falsch ist. Die Klasse bekommt das mit wird aber nicht so stark darauf gelenkt wie bei einer unterschwelligen Polemik. Danach wird dann das Thema weiter verfolgt, was im Handout steht.

Exkurs: Ich hatte im meinem Jurastudium mal ein Seminar außerhalb der Uni über ein Fachgebiet. Einer der Teilnehmer zitierte eine Anspruchsgrundlage mit einem Paragraph aus dem BGB. Diese Nummer war aber weggefallen, existiert also nicht mehr. Der Professor antwortet darauf in den Satz fallend mit "Dafür kommen Sie in die Hölle." und da landete er dann auch wärend der 60 Minuten Fragezeit durch den Professor und den Co-Prof. Wie gesagt das Unileben ist härter und sowas darf nicht passieren. Aber selbst die Wissenschaftlichen Mitarbeiter meinten nachher unter vorgehaltener Hand, "das war zu hart". Viele Ansichten zu einem komplexen Thema.

Wie gesagt, es ist nicht die Kritik die meistens falsch ist, es ist die Art und Weise der Kritik.

Versuch zumindest die Sache wieder zu beruihgen. So das die Arbeitsmoral wieder im Lot ist. Ins Abi zu gehen und immer noch aufgestaute Probleme zu haben schadet nur.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Lehrer muss auch schlechte Leistungen - genauso wie gute - öffentlich bewerten, damit die anderen wissen, womit sie sich messen können. In den Schilderungen sehe ich kein Angriff des Lehrers auf eine bestimmte Person: Der Vortrag war scheiße und gut ist. Wenn sie nicht mal in der Lage war, ihr eigenes Hand-Out in eigene Worte zu fassen und den Sachverhalt ausführlicher zu erläutern, dann war die Note wohl mehr als angemessen. Es geht hier um ein Gymnasium und nicht um eine Hauptschule, wo man froh sein kann, wenn der Schüler überhaupt den Mund auf bekommt!

Was anderes wäre es, wenn der Lehrer Schüler bei gleicher Leistung immer schlechter benotet. Das liegt hier aber nicht vor.

Mir erscheint, dass du durch deine Posten (Mann, hast du keine Freunde?) das Gefühl hast, für die Rechte der Schüler zu kämpfen. Dem ist aber nicht so! Du sollst die Interessen der Schüler vertreten und ansonsten als Mediator auftreten. Natürlich ist das Interesse eines Schülers immer die besten Noten bei geringstem Aufwand zu bekommen und alles andere ist total unfair und doof. Lass dir gesagt sein, dass die allerwenigsten Lehrer die Schülern was Schlechtes wollen. Geh selbst einen Schritt zurück und betrachte die Sache von außen, so objektiv wie möglich und vor allem beide Seite.

Ich kann an deinen Äußerungen jedenfalls kein Fehlverhalten feststellen und die Frage an dich war auch berechtigt. Anders sieht es bei der russischen Schülerin aus. Wobei es darauf ankommt: War sie eine Austausch-Schülerin? Dann waren die Kommentare über ihr schlechtes Deutsch völlig deplatziert. Hat er dann gewusst, dass sie eine Austauschschülerin war? Oder war sie eine Deutsche, die immer noch kein Deutsch richtig kann? Dann wäre es ja wohl mal an ihr, schnell und intensiv ihr Defizit nachzuholen, wenn sie in die gymnasiale Oberstufe will. Denn ein ordentliches Deutsch gehört wie Mathe und Naturwissenschaften zum Abitur dazu. Punkt. Da kann man nur ganz wenig Rücksicht nehmen. Bzw. bringt ihr das nichts, wenn er Rücksicht auf sie nimmt und sie deswegen irgendwann richtig auf die Nase fällt.
 
Oh man, du stellst diese Frage auf der falschen Plattform.

Kein Mensch auf dieser lieben Welt hat das Recht einem anderen Menschen seine Würde zu nehmen. Dein Lehrer hat kein Recht, einen anderen Menschen traumatisch zu belasten.
Denn die Kosten und Konsequenzen einer lebenslangen Angst, will er sicherlich auch nicht übernehmen und du glaubst kaum, was solche Situationen für Konsequenzen für manche Menschen und deren Selbstbewußtsein Psyche und Gesundheit haben.

Wenn ich diesen Lehrer vor Augen hätte, hätte ich mich ganz genau zu erwehren gewußt.
Der setzt doch gerade auf mangelndes Selbstbewußtsein und seine geliehene Titel-Autorität,
die fallen würde, sobald man Widersprüche in seinem Verhalten deutlich machen würde!

Diese Lehrer müßte man psychologisch besser bilden.
Ergänzung ()

Haudrauff schrieb:
Ich kann mich der überwiegenden Meinung hier nur anschließen.

Rückblickend auf meine Schulzeit kann ich sagen, bei den strengsten, unbeliebtesten Lehrern hab ich am meisten gelernt. Im Gegenzug, meine damaligen Lieblinge, die Scherzkekse die mal 10 min vor Unterrichtsschluß die Gitarre zum singen rausgeholt haben, was hab ich da heute noch davon? Nur ne schöne Zeit. Davon kann ich mir aber nichts kaufen.

Alle auf das Leben bezogene Beispiele wurden schon gennant. Das Leben ist kein Ponyhof und was machst du wenn du in deinem erster Job nach der Schule/Studium nen richtig harten Chef hast? Da kann man nicht mehr zum Rektor laufen.

Mal abgesehen von meinen Rechtschreibfehlern, hab ich recht?

PS: Der strengste Lehrer damals (aber nicht ungerecht und manchmal sogar witzig, allerdings nur wenn die Klassenleistung gut war), ist danach mein Liebster geworden. Zu seiner Verabschiedung als er in Pension ging, bin ich natürlich hingegangen. Bin auf dem Dorf zur Schule gegangen, die Schule war eh nebendran.
Für die anderen würde das nicht machen. Auch nicht für meinen "damaligen" Lieblingslehrer.

Nein du hast damit nicht automatisch recht. Du hast vielmehr recht in Bezug auf deine eigene Person. Denn eventuell ist das in deinem Fall tiefenpsychologisch begründet.

Ich habe Lehrer erlebt, die nicht streng waren, aber Ruhe in der Klasse hatten, die menschlich und echt waren. Eine Biolehrerin in der Obestufe konnte ihren Job so gut, dass
die Stimmung entspannt war und trotzdem oder gerade dadurch konnte sie komplexe Sachverhalte derart gut aufbereiten, dass kaum einer noch etwas zu Hause tun musste.

Man stelle sich nur vor: Lernen wird allgemein nur deswegen so verteufelt, weil die meisten Menschen negative Erfahrungen damit haben und tiefenpsychologisch schaltet das Gehirn stets auf Blockade und Lustlosigkeit, wenn es darum geht auf die Schlachtbank (hier lernen)
geführt zu werden. Es fehlt hier die richtige Politik und das harte Händchen gegenüber Lehrern.


Es geht doch darum, dass Lernen Spaß machen soll, gerade in einer Wissensgesellschaft.

Psychologie ist ein Stichwort, dass in unserer modernen Gesellschaft leider eine zu geringe Rolle spielt. Es sei denn es geht um verruchte Mnipulation oder Werbung. Dabei ist Psychologie die Bedienungsanleitung für unseren Körper.

Lernen ist nicht der Acker, der gepflügt werden soll. Wenn ein Mensch weiss, wie er seinen Körper bedienen muss und sich damit motivieren kann. Der Lehrer nicht einfach mit wissen bombardieren würde, sondern eher Ansätze zur Lernpsychologie liefern würde, so hätten beide Parteien mehr davon. Leider ist aber in unserem System der Lehrer ebenso Opfer wie Schüler. Oftmals hat auch der Lehrer geackert mit eckel.

Wie kann so jemand dann auch Zufriedenheit ausstrahlen? Wie kann jemand, der sich selbst hasst, andere mit dem nötigen Respekt behandeln? Lehrer sein ist schwer und eigentlich müsste es dafür viel bessere Auswahlverfahren geben.

Gute Lernpsychologie ist nicht zu zeigen, was da steht, sondern warum etwas so da steht. Welche Denkstruktur ist dahinter? Denn wir moderne Menschen sollten nicht Einzelfälle auswendig lernen, sondern Problemlösung. Wenn also das Gehirn Klarheit hat, dann ist auch die Motivation wieder da.
 
Zuletzt bearbeitet:
Soryan schrieb:
Kein Mensch auf dieser lieben Welt hat das Recht einem anderen Menschen seine Würde zu nehmen. .
Übereinstimmung! Aber … Wenn die Schülerin ein derart mieses Referat abgibt, missachtet Sie dann nicht den Lehrer, das Fach und den Unterricht? Rechtschreibfehler in einem Handout sind ein Zeichen von Geringschätzung, denn die hätte man vermeiden können.
Darf der Lehrer, der auch nur ein Mensch ist, nicht auch mal menschlich reagieren. Auch wenn es vielleicht hart erscheint?
Soryan schrieb:
Dein Lehrer hat kein Recht, einen anderen Menschen traumatisch zu belasten.
Woher willst Du denn wissen, ob die Schülerin „traumatisch belastet“ wurde. Spekulationen helfen hier sicherlich nicht zur Klärung der Situation.
Soryan schrieb:
Wenn ich diesen Lehrer vor Augen hätte, hätte ich mich ganz genau zu erwehren gewußt.
Der setzt doch gerade auf mangelndes Selbstbewußtsein und seine geliehene Titel-Autorität,
die fallen würde, sobald man Widersprüche in seinem Verhalten deutlich machen würde!
Du scheinst den Lehrer ja gut zu kennen. Ich für meinen Teil habe bislang nur wenig über ihn gelesen.
Oder hast Du schon ein vorgefertigte Meinung über Lehrer? Schlechte Erfahrungen gemacht, die jetzt auf andere Situationen übertragen werden?
Soryan schrieb:
Diese Lehrer müßte man psychologisch besser bilden.
Da bin ich ganz Deiner Meinung. Das Schulsystem ist in weiten Teilen mangelhaft. Der Lehrer allerdings nur ein kleines Rad in dem System und in der Regel eher Opfer als Täter.
Soryan schrieb:
Ich habe Lehrer erlebt, die nicht streng waren, aber Ruhe in der Klasse hatten, die menschlich und echt waren. Eine Biolehrerin in der Obestufe konnte ihren Job so gut, dass
die Stimmung entspannt war und trotzdem oder gerade dadurch konnte sie komplexe Sachverhalte derart gut aufbereiten, dass kaum einer noch etwas zu Hause tun musste.
Das kann sein und ist auch sicherlich sehr schön gewesen für Dich. Allerdings kann man das sicherlich nicht auf alles übertragen.
Alle meinen, weil sie jahrelang auf der einen Seite im Schulsystem gestanden haben, könnten sie die andere Seite beurteilen. Das ist ganz bestimmt nicht so. Aber eigentlich nur symptomatisch für unsere neunmalkluge Gesellschaft. Jeder hält sich für besser als die anderen. Wie sind eben alle Superstars.
Soryan schrieb:
Man stelle sich nur vor: Lernen wird allgemein nur deswegen so verteufelt, weil die meisten Menschen negative Erfahrungen damit haben und tiefenpsychologisch schaltet das Gehirn stets auf Blockade und Lustlosigkeit, wenn es darum geht auf die Schlachtbank (hier lernen)
geführt zu werden.
Als in der Schule noch geschlagen (was hoffentlich nie wieder kommen wird) wurde, waren derartige Probleme gar nicht bekannt. Die Schüler haben viel gelernt – weil sie mussten. Heute muss alles Spaß machen und Freude bereiten. Den Effekt sieht man doch deutlich in der Gesellschaft.
Soryan schrieb:
Es fehlt hier die richtige Politik und das harte Händchen gegenüber Lehrern.
Schule ist politisch vollkommen uninteressant, weil gesellschaftlich uninteressant in der Nichtleistungsgesellschaft.
Jetzt wieder den schwarzen Peter den Lehrern zuzuschieben bedeutet nur von sich selbst ablenken zu wollen.

Soryan schrieb:
Es geht doch darum, dass Lernen Spaß machen soll, gerade in einer Wissensgesellschaft.
Unsinn, Lernen soll aufs Leben vorbereiten und das Leben macht auch nicht immer nur Spaß. Damit müssen Schüler frühzeitig leben lernen.
Schön, wenn es Spaß macht. Es ist aber sicherlich kein Muss.
Soryan schrieb:
Psychologie ist ein Stichwort, dass in unserer modernen Gesellschaft leider eine zu geringe Rolle spielt. Es sei denn es geht um verruchte Mnipulation oder Werbung. Dabei ist Psychologie die Bedienungsanleitung für unseren Körper.
Da stimme ich Dir zu. Es fehlt sicherlich an Zwischenmenschlichkeit und Sozialisation. Aber daran sind nicht Lehrer oder Schule schuld. Das ist die Gesellschaft und insbesondere die Familien. Hier muss angesetzt werden. Erziehungsrecht ist Erziehungspflicht. Aber das ist den meisten Eltern leider zu anstrengend. Denn es muss ja alles Spaß machen.

Soryan schrieb:
Wie kann so jemand dann auch Zufriedenheit ausstrahlen? Wie kann jemand, der sich selbst hasst, andere mit dem nötigen Respekt behandeln?
Man, man, man …
Ich habe seit langem (Studium mit Anteilen aus der Psychologie) nicht mehr so ein pseudopsychologisches Klischeegelaber gelesen. Woher weißt Du, dass der Lehrer sich selbst hasst? Woher willst Du denn wissen, dass er unzufrieden ist?
Soryan schrieb:
Lehrer sein ist schwer und eigentlich müsste es dafür viel bessere Auswahlverfahren geben.
Es müsste besser Ausgebildet werden. Das stimmt vollkommen. Die Auswahl, die später stattfindet könnte auch gewissenhafter sein. Aber leider werden häufig nicht die guten Lehrer eingestellt, sondern die, die die besten Noten haben. Aber das ist fast überall so.
Soryan schrieb:
Gute Lernpsychologie ist nicht zu zeigen, was da steht, sondern warum etwas so da steht. Welche Denkstruktur ist dahinter? Denn wir moderne Menschen sollten nicht Einzelfälle auswendig lernen, sondern Problemlösung. Wenn also das Gehirn Klarheit hat, dann ist auch die Motivation wieder da.
Jetzt zum Schluss kommt ja tatsächlich noch ein wenig sinnvolles. Leider bleibt dafür im deutschen Schulsystem keine Zeit. Das ist Massenabfertigung mit pädagogischer Druckbetankung. Da kann der Lehrer aber nichts dafür. Der ist das kleinste Licht im System. Die meisten Lehrer würden sofort anders unterrichten, wenn sie könnten und dürften.
Ich habe mal mit einem Fachlehrer einer Oberstufe gesprochen. Der hatte unglaubliche 300 Schüler in seinem Fach zu betreuen. Am Ende des Schuljahres beschwerten sich die Schüler darüber, dass der „faule“ Lehrer immer noch nicht alle Namen sofort parat hatte.

Soweit mein Kommentar zu Deinem Beitrag.
Gruß
comlex
 
Chill mal ;) Wenn du bei jeder "Ungerechtigkeit" so an die Decke gehst, werde ich dich wohl in den nächsten Jahren als Guerilla in Afrika für die "Schwarze Minderheit A" kämpfen sehen.

Dein Einsatz in Ehren. Aber die Erdkugel dreht sich weiter.

Ich habe mich früher - zu Schulzeiten - auch noch über jede Kleinigkeit - "Ungerechtigket" - aufgeregt. Das lohnt sich nicht.

Dein Lehrer hat recht. Du bist etwas zu sensibel.
 
@ Soryan:
Du erklärst den Lehrer hier zum Monster, der versucht hat, die Menschenwürde einer Schülerin anzugreifen. Dem ist aber absolut nicht so - jedenfalls kann ich das aus den Schilderung kein bisschen ablesen. Bloß weil ein Lehrer schlechte Noten verteilt und auch mal unschöne Themen anspricht, ist er nicht gleich im Unrecht. Natürlich kann man mit jeder Kleinigkeit irgendjemand traumatisieren - wobei die Traumatisierung dann aber schon vorher stattgefunden hat. Wenn die Schülerin - wie du sagst - wegen diesem Vorfall traumatisiert ist, sollte sie sich schnellstens in psychologische Behandlung begeben, denn so ist sie nicht gesellschaftsfähig. Ich denke aber, dem ist bei weitem nicht so. Jeder muss lernen mit Kritik umzugehen und aus seinen Fehlern lernen um sich selbst zu verbessern.
 
Wendet euch an den Rektor, sollte das nichts bringen redet mit euren Eltern, das mach auf den Rektor mehr Eindruck. Schlichtweg hat die Schule auch einen Ruf zu verlieren...
Des weiterem finde ich, ist es nciht richtig von ihm, sie so "runter zu machen". Ihr solltet nicht genauso reagieren könnt es aber ohne Probleme.
 
@TE
Ich würde dir raten, dich obgleich deiner "Funktionen" nicht zu wichtig zu nehmen und bei jedem Furz als Verfechter der Gerechtigkeit aufzutreten. Was hier gelaufen ist, mag zwar nicht die feine englische Art gewesen sein (sofern man das aufgrund deiner vermutlich nicht ganz objektiven Beschreibung überhaupt einschätzen kann...), aber es ist leider etwas ganz normales im Bildungssystem oder weiter gefasst auch in unserer Gesellschaft. Wer schlechte Leistungen bringt, wird nunmal nicht mit Lob überhäuft. Damit umgehen zu können sollte man lernen. Wenn sich hier überhaupt jemand beschweren dürfte, dann die Schülerin selber und nicht du. Nimm dich lieber ein bißchen zurück.
 
Zuletzt bearbeitet:
comlex

Übereinstimmung! Aber … Wenn die Schülerin ein derart mieses Referat abgibt, missachtet Sie dann nicht den Lehrer, das Fach und den Unterricht? Rechtschreibfehler in einem Handout sind ein Zeichen von Geringschätzung, denn die hätte man vermeiden können.
Darf der Lehrer, der auch nur ein Mensch ist, nicht auch mal menschlich reagieren. Auch wenn es vielleicht hart erscheint?

Wieso sollte er das dürfen? Wieso darf der Schüler nicht Mensch sein und ihn ignorieren oder oder oder? Wieso hat der Lehrer den schleichenden Verdacht, dass der Schüler das nicht tun würde?

Woher willst Du denn wissen, ob die Schülerin „traumatisch belastet“ wurde. Spekulationen helfen hier sicherlich nicht zur Klärung der Situation.

Woher ich das wissen will? (Erste Zweifel am Psychologiestudium) Weil starker Stress
- und davon gehe ich aus laut Bericht - bleibende Strukturen im Hirn hinterläßt und sogar das Immunsystem blockiert (Immunsystem(einfach formuliert) hat Rezeptoren, an denen Adrenalin andocken kann), sofern über längere Zeit vorhanden. Ich gehe doch davon aus, dass der Lehrer die Schülerin stets hart rannimmt, da er(Lehrer) nicht unauffällig gewesen ist und der Threadersteller nicht aus einer Mücke einen Elefanten machen würde, sondern eine eskalierende Situation schildert!


Jeder Beitrag, auch schon deine Meinung über mein Beitrag ist eine Spekulation.

Du scheinst den Lehrer ja gut zu kennen. Ich für meinen Teil habe bislang nur wenig über ihn gelesen.
Oder hast Du schon ein vorgefertigte Meinung über Lehrer? Schlechte Erfahrungen gemacht, die jetzt auf andere Situationen übertragen werden?

Ach weißt du, ich will den Lehrer nicht kennen. Mich hat nur sein Verhalten in dem Fall interessiert und das war unadäquat. Die Erfahrung zeigt, dass Menschen, die ausgeglichen sind zu soetwas nicht greifen und eher friedliche Methoden bevorzugen. Eher Menschen, die nicht wissen, dass der Stress, den sie verursachen auch auf ihre eigene Gesundheit überschwappt, neigen dazu. Er ist zumindest kein Mensch ohne größere Probleme.

Da bin ich ganz Deiner Meinung. Das Schulsystem ist in weiten Teilen mangelhaft. Der Lehrer allerdings nur ein kleines Rad in dem System und in der Regel eher Opfer als Täter.

Das kann sein und ist auch sicherlich sehr schön gewesen für Dich. Allerdings kann man das sicherlich nicht auf alles übertragen.
Alle meinen, weil sie jahrelang auf der einen Seite im Schulsystem gestanden haben, könnten sie die andere Seite beurteilen. Das ist ganz bestimmt nicht so. Aber eigentlich nur symptomatisch für unsere neunmalkluge Gesellschaft. Jeder hält sich für besser als die anderen. Wie sind eben alle Superstars.
Als in der Schule noch geschlagen (was hoffentlich nie wieder kommen wird) wurde, waren derartige Probleme gar nicht bekannt. Die Schüler haben viel gelernt – weil sie mussten. Heute muss alles Spaß machen und Freude bereiten. Den Effekt sieht man doch deutlich in der Gesellschaft.

OK das lese dir bitte noch mal durch. (Psychologiestudium, ahja)

Schule ist politisch vollkommen uninteressant, weil gesellschaftlich uninteressant in der Nichtleistungsgesellschaft.

Ach bist du nicht ein Teil der Gesellschaft? Ist die Politik nicht gesellschaftlicher Großvertreter? Bzw. Wer hat denn die Lobby sitzen? Die Nichtleistungsgesellschaft? Wer drückt komische Schulinhalte durch? Oh Gott, denke doch mal nach

Jetzt wieder den schwarzen Peter den Lehrern zuzuschieben bedeutet nur von sich selbst ablenken zu wollen.

Wieso, ich stelle mich dem Problem und das sehr sachlich.

Unsinn, Lernen soll aufs Leben vorbereiten und das Leben macht auch nicht immer nur Spaß. Damit müssen Schüler frühzeitig leben lernen.
Schön, wenn es Spaß macht. Es ist aber sicherlich kein Muss.

OK, an diesem Punkt beginne ich an der Aussage mit Psychologiestudium stark zu zweifeln.
Positive Emotionen untertützen den Lernprozess ungemein. Die Friss oder Stirb Methode hilft insoweit, dass die Leute nicht selbtsbewußt, sondern reihengleich werden. Sie werden zu Speichelleckern und ängstlich. Wir wollen doch aber kreative Charaktere in einer Gesellschaft, in der jeder Fritz toll und reich leben will, muss ja Innovation da sein.


Da stimme ich Dir zu. Es fehlt sicherlich an Zwischenmenschlichkeit und Sozialisation. Aber daran sind nicht Lehrer oder Schule schuld. Das ist die Gesellschaft und insbesondere die Familien. Hier muss angesetzt werden. Erziehungsrecht ist Erziehungspflicht. Aber das ist den meisten Eltern leider zu anstrengend. Denn es muss ja alles Spaß machen.

OK alle Muttis ab zum Psychologiestudium, anstatt soetwas an der Schule zu lehren!
Wie utopisch von dir.


Man, man, man …
Ich habe seit langem (Studium mit Anteilen aus der Psychologie) nicht mehr so ein pseudopsychologisches Klischeegelaber gelesen. Woher weißt Du, dass der Lehrer sich selbst hasst? Woher willst Du denn wissen, dass er unzufrieden ist?

geht mir genauso!:rolleyes:


Es müsste besser Ausgebildet werden. Das stimmt vollkommen. Die Auswahl, die später stattfindet könnte auch gewissenhafter sein. Aber leider werden häufig nicht die guten Lehrer eingestellt, sondern die, die die besten Noten haben. Aber das ist fast überall so.
Jetzt zum Schluss kommt ja tatsächlich noch ein wenig sinnvolles. Leider bleibt dafür im deutschen Schulsystem keine Zeit. Das ist Massenabfertigung mit pädagogischer Druckbetankung. Da kann der Lehrer aber nichts dafür. Der ist das kleinste Licht im System. Die meisten Lehrer würden sofort anders unterrichten, wenn sie könnten und dürften.

Doch er kann sehr viel dafür. Keine Zeit mit Romanen verschwenden und psychologische Literatur lesen. (kann auch Spaß machen). Ein Mensch, der entdeckt hat, dass es neben allen Romanen auch noch Sachbücher, die gut geschrieben sind, gibt, vergisst die Romane schnell. Aber Gehirn ausmachen ist in der Gesellschaft inn.

Ich habe mal mit einem Fachlehrer einer Oberstufe gesprochen. Der hatte unglaubliche 300 Schüler in seinem Fach zu betreuen. Am Ende des Schuljahres beschwerten sich die Schüler darüber, dass der „faule“ Lehrer immer noch nicht alle Namen sofort parat hatte.

Ach und deine Aussage ist entgegen meiner repräsentativ? Bzw. was willst du mir damit sagen? Soll ein Lehrer hart durchgreifen, weil er von 300 Schülern überrollt wird? Oder was genau willst du eigentlich?

Sag mal das ging ganz schön in die Hose mein Freund!


Das kennen wir doch alle! Mal schnell ins Forum gucken, um einen, der etwas schlauer wirkt, gehörig verzweifeln zu lassen. Reagier dich woanders ab.

Soweit mein Kommentar zu Deinem Beitrag.
Gruß

Soweit meiner
 
Zuletzt bearbeitet:
Schon erstaunlich Soryan, wie sehr ich mit fast jedem einzelnen deiner Punkte ein Problem habe. In meinen Augen ist das nichts weiter als heiße Luft die du da von dir gibst. Man kann das "Problem", was wir hier haben (wir sind von der Situation des TE ja schon ein Stück weit weg gegangen in Richtung Grundsatzdiskussion, weil wir was anderes ja garnicht machen können, ohne Details zu kennen) nicht auf ein paar Klischees, ein wenig Sarkasmus und einige kluge Sprüche runterbrechen.

In einer Sache stimme ich dir jedoch zu, eigene Einzelerfahrungen aus unserer Schulzeit sind nicht gerade geeignet, einen Sachverhalt zu klären, der auf dem Level auf dem du dich bewegst die ganze BRD betrifft und sogar darüber hinaus, wird sind da ja nicht alleine.
 
Ahja. Dann hoffe ich mal begründet. Ansonsten wäre das etwas unklug. Die Aussage mit heißer Luft sagt einfach, wie wenig von all der psychologischen Forschung in der Gesellschaft angekommen ist. Du kannst aber ruhig nach anderen Beiträgen von mir suchen, eventuell fügt sich ja ein Bild.

Eine Grundsatzdiskussion ist es nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vermutlich genau so begründet wie dein Erguss:rolleyes:
Ich neige nur dazu, meine Pseudokenntnisse in Psychologie nicht auf Leute anzuwenden die ich nicht kenne und das dann auch noch rauszuposaunen. Solltest du vielleicht auch mal in Erwägung ziehen.
 
doch tust du. Indem du mir nur Pseudokenntnisse unterstellst, ohne mich zu kennen. Vor allem kann man nach den meisten Aussagen von mir auch noch googeln,
aber naja die eigene Meinung auch unbegründet zählt wohl mehr.

Adrenalin Stress Immunsystem Gesundheit

Lernenprozess Spass

etc......

Ich glaube mich ganz gut und fundiert in Psychologie auszukennen. Sollte dies stimmen und der Lehrer ständig Stress verbreiten, dann hat er ein Problem. Kein Mensch würde grundlos
so ein schweres Thema ins Forum posten, das ist nur ein Satz einer langen Geschichte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Soryan schrieb:
doch tust du. Indem du mir nur Pseudokenntnisse unterstellst, ohne mich zu kennen. Vor allem kann man nach den meisten Aussagen von mir auch noch googeln,

Nein. Das geht nichtmal unbedingt gegen deine Person und nur weil Google es ausspuckt heißt das nicht, das ich damit einverstanden bin.

Soryan schrieb:
Kein Mensch würde grundlos so ein schweres Thema ins Forum posten, das ist nur ein Satz einer langen Geschichte.

Ich glaube, es wäre sogar wesentlich spannender anhand dieses Thread auf den psychologischen Zustand des TE zu spekulieren anstatt mit den Problemen oder Nicht-Problemen dieses Lehrers, dessen Verhalten ich aus meiner Sicht viel besser verstehen kann als jenes des TE.
 
DunklerRabe: Nein. Das geht nichtmal unbedingt gegen deine Person und nur weil Google es ausspuckt heißt das nicht, das ich damit einverstanden bin.

Dann ist deine Aussage semantisch falsch oder zumindest grammatisch falsch ausgerichtet.


Aber auf eine einfach Ebene reduziert.

Ein Lehrer baut auf seine Rechte und generiert seine Autorität daraus. Wenn also Lehrer,
Lehrer sein will und Noten geben darf, hat die Schülerin das Recht und der Lehrer die Pflicht (Schülerrechte)
die Noten nur ihr mitzuteilen, sonst kann man auch auf seine Autorität pfeifen. Das Verhältnis ist eher dann unrechtens.

Er hat seine Pflicht verletzt. Die Schülerin in der Oberstufe hat hingegen keine Pflicht, eine Leistung zu bringen.
Rein formal hat der Lehrer schon versagt. Man kann ihn deswegen zumindest beim Schulamt belasten!
Dazu kommen eben alle wahrscheinlichen Szenarien wieso.

Wäre interessant zu erfahren, ob der Lehrer oft solchen Stress verbreitet!DunklerRabe
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer hat denn behauptet, dass Lernen Spaß macht /-en soll?

Niemand.

Lernen ist Arbeit. Und die macht nunmal nicht immer Spaß. Manchmal muss man sich einfach mal hinsetzen und was machen, wozu man vielleicht keine Lust hat. Das nennt sich Leben.

Das geht mir in meinem Studium genauso: Lernen ist Arbeit und beileibe nicht immer nur pures Vergnügen.

Das Leben ist nun mal kein Vergnügungspark.

EM-Felder kann ich nicht einfach so verstehen, wenn ein Prof. mit "neuen Lehrmethoden" daherkommt und alles "bildlich und spielerisch" vermittel will
Lachhaft. Sowas lernt man, indem man die Übungen oft rechnet und da können einem "neue Lehrmethoden" nur bedingt helfen. Und es macht beileibe keinen Spaß. Trotzdem muss ich da durch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Erst einmal vielen Dank für die rege Beteiligung! :)

Wäre ich mir unsicher, hätte ich das gar nicht Angesprochen beim Lehrer und bereuen tue ich das auch nicht. Ich bin eigentlich das volle Arbeitstier, eine derartige Panne wie ich sie mir mit dem zu spät kommen geleistet habe ist auch inakzeptabel, dafür hab ich auch gerade gestanden, das steht hier ja gar nicht zur Diskussion (neben einem Gespräch mit dem betroffenem Lehrer wurde ich auch noch von meiner Klassenlehrerin darauf angesprochen).

Auch dass das Leben kein Ponyhof ist, weiß ich nicht erst seit gestern. Nach einer Ausbildung und diversen Praktika ist mir durchaus bewusst, dass man sich weder Chef noch Kollegen aussuchen kann und sich auch zu fügen hat, selbst wenn es manchmal aufstößt und der Peitschenhieb saumäßig weh tut.
Normalerweise halte ich auch die Füße still, weil die Kommentare vom Lehrer bzgl. Faulheit und Co. ja nicht von je her sind, er sich aber auch allgemein recht viel raus nimmt wo keiner was sagt, mich mit eingeschlossen. Allerdings finde ich dass man sowas wie das richtige präsentieren in der Schule lernt und am Ende auch entsprechend beherrschen sollte, wenn ich alles kann brauch ich nicht zur Schule, sondern kann direkt an die Uni.

Die hier als pädagogische Maßnahme angesprochene Aktion war meiner Meinung einfach fehl am Platz, weil keines der anderen vorgetragenen Referate ein ähnliches Schicksal ereilte, das beinhaltet auch die öffentliche Zensuren vergabe. Auch sagte ich in keinem Wort, dass die Anmerkung des Lehrers bzgl. der Rechtschreibfehler nachvollziehbar war (es waren so ziemlich genau 3 Rechtschreibfehler, bei ca. 350 Wörtern akzeptabel m. M. nach).

Desweiteren spiegelt sich die Einstellung des Lehrers in den Schülern wieder: wenn das Inhaltsverzeichnis eines Heftes kopiert wird, was gleichzeitig die Referat Themen darstellen soll, halte ich das für mindestens genauso faul wie die von ihm angeprangerten Schüler.

Auch wenn man mich hier als Person mit totalem Realitätsverlust hinstellt, die keine Freunde hat (was Paradox ist, weil ich so wohl kaum in die Gremien gewählt worden wäre ^^) und meint sich über Details aufzuregen, fand ich mein Verhalten korrekt. Zumal ich das mit dem Sensibel so nicht auf mir sitzen ließ und halt meine Sicht der Dinge schilderte, sonst hätte ich auch die Fresse gehalten.
Das man im Leben hier und da mal den ein oder anderen Klatscher weg stecken muss ist richtig, dass es auch in der Schule mal sein muss ist ebenfalls richtig, wenn aber der Lehrer seinen Frust an einem Schüler / einer Schülerin auslässt, und nichts anderes ist hier passiert, ist das so ohne weiteres nicht hinnehmbar. Im Berufsleben würde man als Arbeitnehmer auch irgendwann eine neue Stelle suchen, unabhängig davon wie einfach oder schwer sich das gestalten mag, denn alles andere wäre Selbstzerstörung.

Ich denke, ich habe die Situation nicht ausführlich genug geschildert und wohl auch zu mild, alles in allem ist die Diskussion für mich aber recht ernüchternd. Eine Gesellschaft in der Mobbing zum Alltag gehört, ist dazu verdammt, kranke Geister zu schaffen. Depressionen und Amokläufe werden hier gefördert, nicht verhindert. Traurig sowas.
 
Sorry, was du jetzt sagst ist lächerlich :D
Anfangs hatte ich das nicht für so tragisch empfunden, aber was jetzt kommt, DAS ist wirklich Realitätsverlust. Das hat nichts Mobbing zu tun, was zum Alltag gehören würde, es hat nichts mit dem Frust des Lehrers zu tun usw. usw. usw. Kann es sein, dass du dich jetzt hauptsächlich persönlich angegriffen fühlst? Von wegen "das lass ich nicht auf mir sitzen"...
Alles nur Vermutungen, die ich eben vermeiden wollte, naja...
Für mich wirkt es aber so, als wenn hier aus der Mücke der Elefant gemacht wird.
Auch so Sätze wie "Allerdings finde ich dass man sowas wie das richtige präsentieren in der Schule lernt und am Ende auch entsprechend beherrschen sollte, wenn ich alles kann brauch ich nicht zur Schule, sondern kann direkt an die Uni." zeugen von dem leichten Realitätsverlust, denn das trifft einfach mal überhaupt nicht zu. Ich könnte es jetzt ausführen, aber es scheint mir so, als ob du von deiner eigentlich Auffassung sowieso nicht abrückst.
 
Nebenbei:

Les dir mal deinen Satz noch mal durch. Läßt weit blicken in deine Person.

Lernen ist Arbeit. Und die macht nunmal nicht immer Spaß. Manchmal muss man sich einfach mal hinsetzen und was machen, wozu man vielleicht keine Lust hat. Das nennt sich Leben.

Man hat also auf das Leben keine Lust. Bist du mit deinem Studium auch wirklich glücklich und stehst du auch jeden Tag auf und sagst dir, ich freue mich, studieren zu dürfen?

Das würdest du, wenn dir das was du tust, Spass macht. Nebenbei macht es dir ja gerade keinen Spass, wenn du nicht den Dreh raus hast, bzw. ein Gehirnbereich stimuliert wird, der dir unswichtig scheint. Spass macht es, wenn es gut erklärt wird, weil man schnell den Dreh raushaben kann und die Schwelle zur Frustration nicht überschritten wird. Weiss man aber, dass man lange sitzen muss, läuft was schief oder man hat starke Defizite, die aufzuholen sind.

Jedenfalls hatte ich wohl mit der Vermutung recht, dass der Lehrer wohl ein Problem hat.
Alles was man tut ist ein Ausruck der psychologischen Verfassung. Auch ein Ausraster wegen Kleinigkeiten zeigt dann vor allem, dass man nicht mal Kleinigkeiten verarbeiten kann, ohne auszubrechen.
 
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