Zuverlässiges Mesh System

Xor-Osiris

Ensign
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Dez. 2009
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Hey,

ein großes Haus aus en 80ern, ohne Netzwerkverkabelung oder Leerrohren erhält Glasfaser. Bisher stand der DSL-Router im EG, weitere Repeater gab es nicht. Das WLAN war also sehr eingeschränkt im Haus nutzbar.
Jetzt kommt die Glasfaser im Heizungskeller rein. Die Glasfaser soll im Keller terminieren und der Router dort hinterlegt werden. Da es keine Ethernet Verkabelung gibt muss alles über Repeater weitergeleitet werden, maximal sollten denke ich 2 Hops ausreichen um in die entlegenste Ecke zu kommen.

Das WLAN muss nicht schnell sein (1 x 4k Netflix reicht), aber sehr stabil. WLAN Störungen aus der Nachbarschaft sollte es kaum geben.

Habt ihr eine Empfehlung preislich unterhalb der Netgear Orbi?
(Hat z.B. jemand Erfahrungen mit TP-Link Deco gesammelt?)
 
Nutze persönlich die TP-Link Deco X50.
Diese aber im AP-Modus und per LAN verbunden.

Testweise auch mal nur per WLAN getestet, lief alles echt reibungslos.

Haus ist aus 1962 mit entsprechend dicken Stahl-Beton Decken/Wänden.
 
Hab nen Asus RT-AX88U + 3x ZenWifi AX Mini
als Mesh only ganz gut.

90m² Haus um 1950+ mit Steinmauer

Sicherheitshalber aber mit verkabelung (überputz mit Kabelklemmen)
Fallback is immer noch 5Ghz mesh
RT-AX88u <eth> mini1 <eth> mini2 <5GHz> mini3
[WZ] <-> [KÜ] <-> [BÜ] <-> [Werk]
 
Zuletzt bearbeitet:
Schau dir mal DLAN Adapter mit integriertem WLAN an.
 
Nice joke, aber 1 April war doch schon. :evillol:

@Xor-Osiris stabil kann jedes WLAN sein, 100% Garantie gibt es natürlich nie, am besten irgendeine bekannte Marke und dann als AP betreiben, das ist die mit Abstand stabilste Variante.
Bei der Aufstellung drauf achten dass relevante Räume mit guten 5 GHz Signal abgedeckt sind, dann sollte eigentlich alles gut laufen.
 
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Xor-Osiris schrieb:
Jetzt kommt die Glasfaser im Heizungskeller rein. Die Glasfaser soll im Keller terminieren und der Router dort hinterlegt werden. Da es keine Ethernet Verkabelung gibt muss alles über Repeater weitergeleitet werden, maximal sollten denke ich 2 Hops ausreichen um in die entlegenste Ecke zu kommen.
Das kannst Du nur ausprobieren, liegt weniger am eingesetzten System, sondern an den baulichen Gegebenheiten.
In meinem Haus komme ich z.B. mit WLAN problemlos durch die Decken, aber fast nicht durch die tragende Wand in der Mitte mit allen Heizungs- und Wasserrohren drin.
Ich kann mich 1m Luftlinie vom Router entfernt auf die andere Seite dieser Wand stellen, und habe nur noch -80db Signalstärke, was für WLAN die untere Grenze ist.

Am besten irgendeinen beliebigen vorhandenen WLAN Router an den gedachten Platz im Keller stellen und mit einer WLAN Mess-App auf dem Smartphone durchs Haus laufen und messen. Dafür muss der Router garnicht mit dem Internet verbunden sein. Die AVM Fritz App WLAN eignet sich unter anderem dafür.
 
Also die einzig Möglichkeit, halbwegs gutes WLAN in alle Ecken zu bekommen ist in deinem Fall, sofern LAN-Kabel verlegen keine Option ist, mit hochwertigen DLan Adaptern zu arbeiten, was bei Glasfaser ja unproblematisch sein sollte. Die magic 2 von devolo sollten es aber schon sein. Teuer aber sehr gut. Nur mit Repeatern aus dem Keller wird das alles eher ne lahme Krücke. Ich habe mit den DLan Repeatern bei meinen Schwiegereltern sehr gute Erfahrungen gemacht
 
Schau, dass alle APs via Kabel verbunden sind. Mesh via Kabel ist meist sehr zuverlässig. Via WLAN ist es etwas glüvkssache
 
Xor-Osiris schrieb:
Da es keine Ethernet Verkabelung gibt muss alles über Repeater weitergeleitet werden, maximal sollten denke ich 2 Hops ausreichen um in die entlegenste Ecke zu kommen.
Glaube mir, das ist der falsche Lösungsansatz.

Da es aktuell keine Ethernet Verkabelung gibt, muss ich ein paar Kabel verlegen, um an wichtige Punkte einen Access Point anzuschliessen, damit ich überall gutes WLAN habe.

so, jetzt passt das.
 
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Meiner Meinung nach gibt es stabiles WLAN nur mittels über LAN angeschlossene APs. LAN verlegen, gerade im Eigenheim geht immer, man muss nur wollen. Wir haben 2* Speedhome Wlan Im Einsatz für 200qm über 3 Etagen und im Gegensatz zu den Fritz-Dingern können die auch Mesh Master…
 
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Xor-Osiris schrieb:
Da es keine Ethernet Verkabelung gibt muss alles über Repeater weitergeleitet werden,
Warum nicht an ein paar zentrale Stellen LAN legen und Access Points für WLAN nehmen? Ja ist einmal etwas Arbeit, aber es lohnt sich! Ich habs in unserem Haus aus den 70igern vor 15 Jahren so gemacht und keine Tag bereut.
 
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Tilak71 schrieb:
Meiner Meinung nach gibt es stabiles WLAN nur mittels über LAN angeschlossene APs.
Das sehe ich keineswegs so. WLAN über Repeater kann genauso stabil sein, wie WLAN generell.

Man muss es richtig machen, man muss realistische Erwartungshaltungen an den möglichen Datendurchsatz haben, und ja es geht auch nicht in jeder baulichen Situation.

Zum Datendurchsatz: Wenn das Ziel ist, mit einer Gigabit (oder gar höher) LAN Verbindung zu konkurrieren, hat man keinen Chance. Die Bandbreite eines 50MBit DSL Anschlusses per WLAN auszunutzen ist relativ leicht, 100MBit geht in der Regel auch noch, bei 250MBit wird es in der Tat anspruchsvoller.
WLAN bis "in den letzten Winkel" hängt auch davon ab, was man dort erwartet. Möchte ich nur meine Messenger Nachrichten noch lesen können, oder einen UHD Stream schauen?

Natürlich ist Gigabit Ethernet besser, und ja, es hilft zumindest LAN an strategische Punkte zu legen, aber es ist nicht immer realistisch.
Ich würde WLAN im allgemeinen Powerline vorziehen, aber auch das kann im Einzelfall anders sein.

Wenn man aber WLAN Repeater so positioniert, das sie noch eine stabile Verbindung zum Router/AP haben, dann ist die Verbindung über den Repeater nicht "instabiler" als eine direkte Verbindung. Wenn man Triband Repeater mit dediziertem Uplink nimmt, hat man auch nicht das Problem das sich der Nettodurchsatz durch den Repeater halbiert.

Tilak71 schrieb:
LAN verlegen, gerade im Eigenheim geht immer, man muss nur wollen.
Auch "nicht wollen" ist ein valides Argument. Ich verstehe nicht, warum es in diesem Forum so schwer ist, den Willen von Fragestellern mal zu akzeptieren. Ja es ist ok, im Sinne der "ganzheitlichen" Beratung auf bessere Alternativen hinzuweisen, aber pauschal die Vorstellungen eines Themenerstellers verwerfen sollte man nur, wenn sie wirklich unrealistisch sind.

Ich selber habe auch ein "teilverkabeltes" Eigenheim. Netzwerkkabel wurden - teilweise im Rahmen anderer Renovierungsarbeiten - überall da gelegt, wo es mit vertretbarem Aufwand und ohne optische Beeinträchtigung möglich war. D.h. bei mir in Wohnbereichen unter Putz / hinter Fußleiste / oder ähnlich. Sichtbare Kabelkanäle wären ein no-go. Wände aufschlitzen ist kein Problem, aber nur, wenn man den Raum gerade eh kernsaniert...

Und das führte nun dazu, dass ich ausgerechnet in dem Raum der seit 2020 als mein Home Office Büro dient, kein Netzwerkkabel habe und WLAN über einen Repeater bereitgestellt wird. iperf Messungen ergeben 180MBit. Nicht toll, wenn ich größere Dateien von/zu meinem NAS kopieren wollte, aber völlig ausreichend um meinen VDSL100/40 Anschluss zu 100% auszulasten.

Würde ich Repeater/Router durch 4x4 WIFI6 taugliche Geräte ersetzen (zur Zeit ist es 2x2 WIFI5) bekäme ich vielleicht noch den doppelten Durchsatz hin. Aber mehr geht nicht, auch klar. Aber zur Zeit nicht relevant.

Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen:
Xor-Osiris schrieb:
Bisher stand der DSL-Router im EG, weitere Repeater gab es nicht. Das WLAN war also sehr eingeschränkt im Haus nutzbar.

D.h, egal ob (Teil-)Verkabelung oder nicht, mit einem einzigen AP ist das Haus sowieso nicht abzudecken.
Du musst also in jedem Fall entsprechende Hardware kaufen. Insofern verlierst Du nichts, wenn Du im Repeater Modus anfängst, und bei Bedarf, wenn die Leute hier mit ihren Bedenken vollumfänglich recht haben, kannst Du immer noch überlegen wie Du Kabel legst.

Bezüglich Auswahl des Mesh-Systems: Da kannst Du wirklich das nehmen, was Dir vom Preis/Features/Skilllevel (auch da gibt es Unterschiede...) am sympathischsten ist. Wie da System in Deiner baulichen Situation performt, kann Dir sowieso niemand hier sagen.

Xor-Osiris schrieb:
Jetzt kommt die Glasfaser im Heizungskeller rein. Die Glasfaser soll im Keller terminieren und der Router dort hinterlegt werden.
Heißt dass, der Router muss in den Heizungskeller, oder irgendwo in den Keller. Es würde sicher die Chancen erhöhen, wenn man wenigstens im Keller Flexibilität hätte wo man den Router hinstellt, weil gerade der Heizungskeller ist oft der WLAN-technisch der blödeste Platz den man sich vorstellen kann. Und im Keller kann man die Kabel ja wirklich meist Aufputz legen.
 
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Glasfaser kommt bei mir auch im Keller rein, wird aber per Netzwerkkabel zumindest zentral ins EG gelegt, dort steht dann auch der Router.. Überall guten WLAN Empfang ohne Repeater etc.
Würde dir was ähnliches empfehlen, ansonsten haste nur Probleme.
 
Grundsätzlich schon richtig, aber das
|Maulwurf| schrieb:
Überall guten WLAN Empfang ohne Repeater etc.
trifft beim TE laut seinem Eingangspost ja schon mit dem heutigen Routerstandort im EG nicht zu. Denn leider ist jedes Haus anders, siehe meinem Beitrag oben.
 
Vielen vielen dank euch allen für die angeregte Diskussion!

Ich habe auf Grund eurer Anregungen beschlossen tatsächlich erst einmal DLAN auszuprobieren, da ich bei ebay 3 Adapter für 60€ schießen konnte. Da ist der finanzielle Verlust gering und sie lassen sich denke ich auch weiterverkaufen.

Sollte das dann nicht reichen werde ich wirklich mal versuchen Kabel zu verlegen, zumindest über die Kellertreppe käme ich Aufputz (wie schon Tom schrieb ist das im Keller ja egal) bis zum Boden des ersten Geschosses. Vtl. kann ich von dort mit einem Flachkabel LAN an der Wand entlang unter dem Packet unterbringen.
Dann gibts bestimmt auch schon Wifi 7 mit Reichweitenoptimierung.
 
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