Cybersicherheit: Daybreak ist OpenAIs Antwort auf Claude Mythos

Michael Schäfer
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Cybersicherheit: Daybreak ist OpenAIs Antwort auf Claude Mythos
Bild: OpenAI

Mit Claude Mythos schreckte Anthropic die KI/IT-Welt im April dieses Jahres auf. Zwar versuchte OpenAI mit GPT 5.4 Cyber schnell zu kontern, dennoch zog der Konkurrent weit davon. Mit der neuen Cyber-Sicherheitsinitiative Daybreak will das Unternehmen verlorenen Boden im Bereich Sicherheit nun wieder gutmachen.

Neue Werkzeuge für mehr Sicherheit bei Software

Mit Daybreak will OpenAI eine Plattform etablieren, die Schwachstellen aufspüren soll, bevor Kriminelle diese für eigene Zwecke ausnutzen können. Dafür kombiniert das Unternehmen GPT 5.5 für allgemeine Aufgaben mit GPT-5.5 Trusted Access for Cyber sowie dem im März vorgestellten KI-Agenten von Codex Security. Darüber hinaus soll GPT-5.5-Cyber einen Vorschauzugriff auf spezialisierte Workflows ermöglichen, darunter autorisiertes Red Teaming, Penetrationstests und kontrollierte Validierungen.

Mithilfe dieser Werkzeuge soll auf Basis eines Code-Beispiels zunächst ein Bedrohungsmodell erstellt werden, das potenzielle Angriffspfade identifiziert und mögliche Schwachstellen sichtbar macht. Im nächsten Schritt soll anschließend die Erkennung besonders risikobehafteten Codes automatisiert werden. Für die Cyber-Abwehr verspricht sich OpenAI von der Plattform ein früheres Erkennen von Risiken, das zugleich schnelleres Handeln ermöglichen soll. Parallel dazu soll Daybreak helfen, Software bereits von Grund auf widerstandsfähiger zu entwickeln.

Cyber-Abwehr beginnt laut OpenAI bereits früher

Grundsätzlich vertritt OpenAI die Ansicht, dass erfolgreiche Cyber-Abwehr nicht allein aus dem Finden und Schließen von Schwachstellen bestehen sollte, sondern bereits während der Entwicklung tief in Software integriert werden müsse. Daybreak umfasst deshalb zusätzlich spezialisierte Cyber-Modelle. Unternehmen und Organisationen sollen dadurch schneller von der Erkennung eines Problems zur tatsächlichen Behebung gelangen.

OpenAI will Boden auf Anthropic gutmachen

Ob Daybreak eine ähnliche Resonanz wie damals Claude Mythos hervorrufen kann, bleibt abzuwarten. Im April hatte unter anderem Mozilla berichtet, dass die Zusammenarbeit mit Anthropic im Bereich Cyber-Sicherheit beim Browser Firefox zur Entdeckung von 271 teils schwerwiegenden Schwachstellen geführt habe. Damit hat der direkte Konkurrent die Messlatte für OpenAI erneut wieder ein Stück höher gelegt.

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