Schalter entdeckt: Windows 11 wird für Advanced Performance Extensions gerüstet

Michael Günsch
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Schalter entdeckt: Windows 11 wird für Advanced Performance Extensions gerüstet
Bild: Intel

In einer Insider-Version von Windows 11 wurde ein neuer Schalter entdeckt. Mit diesem lassen sich die Advanced Performance Extensions (APX) aktivieren. Dabei handelt es sich um eine x86-Befehlssatzerweiterung für mehr Leistung. Aber erst Intel Nova Lake und Diamond Rapids werden sie nächstes Jahr einführen.

Den besagten Schalter hat „Xeno“ im vor wenigen Tagen veröffentlichten Windows 11 Insider Experimental (Future Platforms) Preview Build 29695.1001 entdeckt. In den Release Notes von Microsoft wird die neue Option, die sich in Developer-Menüs befindet, nicht erwähnt.

Allerdings ist sie vorerst auch ohne Funktion, sofern man nicht bereits über ein Vorserienexemplar von den besagten Intel-Prozessoren verfügt. „Lass Windows APX für eine bessere Leistung verwenden“ lautet die Beschreibung der neuen Option. Wird die Einstellung aktiviert, erscheint der Hinweis, dass APX erst nach einem Neustart angeschaltet wird. Doch im Falle von „Xeno“ passiert gar nichts, denn ein mit APX kompatibles System ist nicht vorhanden.

Das verbirgt sich hinter APX

Die von Intel schon im Juli 2023 vorgestellten Advanced Performance Extensions (APX) sollen die Leistung von x86-Prozessoren bei allgemeinen Aufgaben steigern. Dafür wird die Zahl der sogenannten General-Purpose Register (GPR), frei übersetzt Allzweck-Register, von bisher 16 auf 32 verdoppelt. Diesen August hat Intel eine ausführliche Dokumentation zur Befehlssatzerweiterung APX für x86-CPUs veröffentlicht. Die Schlüsselmerkmale lauten wie folgt:

  • 16 additional general-purpose registers (GPRs) R16–R31, also referred to as Extended GPRs (EGPRs)
  • Three-operand instruction formats with a new data destination (NDD) register for many integer instructions
  • Conditional ISA improvements: New conditional load, store and compare instructions, combined with an option for the compiler to suppress the status flags writes of common instructions
  • Optimized register state save/restore operations
  • A new 64-bit absolute direct jump instruction
Intel

Intel verspricht weniger Load- und Store-Operationen bei mit APX kompiliertem Code sowie schnellere und effizientere Zugriffe auf die Register. „Die Erweiterungen bieten effiziente Leistungssteigerungen bei einer Vielzahl von Arbeitslasten, ohne die Siliziumfläche oder den Stromverbrauch des Kerns deutlich zu erhöhen“, heißt es in der Einführung.

Was APX in der Praxis für Vorteile bringt, wird sich erst später zeigen. Zumindest rüsten sich auch schon andere Software-Anbieter: Das Tool AIDA64 hat sogar bereits im April einen „APX optimized SHA3 benchmark for next-gen architectures“ erhalten.

In einem Bericht von Neowin zu diesem Thema heißt es zudem, dass der APX-Schalter potenziell erst mit Windows 11 27H2 seinen Weg ins reguläre Windows 11 finden wird. Demnach könnte es durchaus noch ein ganzes Jahr dauern.

APX kommt erst mit Nova Lake und Diamond Rapids

Wie der zuletzt im August aktualisierten GNU Compiler Collection (GCC) zu entnehmen ist, wird APX sowohl von Intel Nova Lake als auch von Intel Diamond Rapids unterstützt. Bei Nova Lake handelt es sich um die neue Client-CPU-Familie, die nächstes Jahr für Desktop-PCs und Notebooks erscheint. Mit Diamond Rapids ist wiederum die kommende Xeon-Generation für Server gemeint, die auch 2027 erscheinen soll.

Bei den x86-CPUs von AMD gibt es bisher noch keine Hinweise auf APX-Support. Die GCC-Liste führt APX auch bei Zen 6 nicht auf, zumal dies schon bekannt geworden wäre, schließlich hat AMD die Server-Ableger der Zen-6-Architektur in Form von Venice schon in den Markt entlassen. Daher ist frühestens mit Zen 7, im Server unter dem Namen Florence, ab dem Jahr 2028 mit APX-Support zu rechnen.

Downloads

  • Windows 11 ISO Download

    3,9 Sterne

    Mit den ISO-Dateien von Windows 11 lassen sich bootfähige Installationsmedien erstellen.

    • Version 26H2 (Build 26300.9457) Deutsch
  • Windows 11 Media Creation Tool Download

    4,7 Sterne

    Das Windows 11 Media Creation Tool erstellt bootfähige USB-Sticks oder updatet Windows 10 auf 11.

    • Version 26H2 (Build 26300.9711) Deutsch
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