Shelly Pro Sensor Add-on: Zubehörmodul macht Shelly-Pro-Geräte zum Sensor-Hub

Philipp Ernicke
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Shelly Pro Sensor Add-on: Zubehörmodul macht Shelly-Pro-Geräte zum Sensor-Hub
Bild: Shelly

Shelly erweitert sein Pro-Portfolio um ein neues Zubehörmodul für anspruchsvollere Automatisierungen: Das Shelly Pro Sensor Add-on ist ab sofort im Shelly-Shop verfügbar und richtet sich vor allem an Nutzer, die Shelly-Pro-Geräte nicht nur zum Schalten und Messen, sondern auch als zentrale Sensoreinheit einsetzen möchten.

Technisch handelt es sich um ein galvanisch getrenntes DIN-Schienen-Add-on für kompatible Shelly-Pro-Geräte. Damit bleibt Shelly seiner Pro-Linie treu, die sich besonders für Verteilerkästen, gewerbliche Installationen und semi-professionelle Smart-Home-Projekte eignet. Das Modul erlaubt den Anschluss unterschiedlicher Sensortypen, darunter DS18B20- und DHT22-Sensoren, 0–10-Volt-Analogsensoren, ±15-Volt-Digitaleingänge sowie potenzialfreie Kontakte. Shelly beschreibt das Gerät als Schnittstelle, mit der sich ein Pro-Gerät zu einem Multi-Sensor-Hub für Überwachung und Automatisierung ausbauen lässt.

Shelly Pro Sensor Add-on
Shelly Pro Sensor Add-on (Bild: Shelly)

Vielfältige Einsatzszenarien

Interessant ist das Add-on vor allem deshalb, weil Shelly damit eine Lücke zwischen klassischer Aktorik und datenbasierter Automatisierung schließt. Während ein Shelly Pro 1, Pro 2 oder Pro 4PM typischerweise Relais- und Messfunktionen übernimmt, kann das Sensor Add-on zusätzliche Umwelt- oder Zustandsdaten liefern. Dadurch lassen sich Automationen nicht mehr nur zeit- oder App-gesteuert auslösen, sondern anhand realer Messwerte. Shelly nennt als Beispiele unter anderem Landwirtschaft, Lagerüberwachung, Solarparks und Fabrikautomation. In diesen Szenarien können etwa Temperatur-, Feuchte-, Licht-, Wind- oder Kontaktsensoren eingebunden werden.

Ein mögliches Einsatzszenario ist ein Technikraum oder kleines Lager. Dort könnte ein Shelly-Pro-Gerät im Verteilerkasten bereits Lüfter, Entfeuchter oder Warnleuchten steuern. Mit dem neuen Sensor Add-on ließen sich zusätzlich Temperatur- und Luftfeuchtesensoren anschließen. Steigt die Luftfeuchtigkeit über einen definierten Grenzwert, aktiviert Shelly automatisch einen Entfeuchter oder sendet eine Benachrichtigung. Wird gleichzeitig eine kritische Temperatur erreicht, kann ein Lüfter zugeschaltet oder ein Alarm ausgelöst werden. In einem gewerblichen Lager könnten solche Automationen helfen, empfindliche Waren, Elektronik oder Werkzeuge besser vor Feuchtigkeit und Überhitzung zu schützen.

In Verbindung mit geeigneten Sensoren kann ein Shelly-Pro-System etwa Bewässerungspumpen anhand von Bodenfeuchte steuern, Wetterdaten für Markisen- oder Beschattungslogik nutzen oder Umgebungswerte in einem Solarpark erfassen. Shelly selbst beschreibt für das Add-on unter anderem „Precision Agriculture & Remote Irrigation“, „Smart Environmental Monitoring in Warehouses“ und „Solar Park Environmental Monitoring“ als typische Anwendungsfelder.

Sensorzentrale im Schaltschrank

Für Smart-Home-Enthusiasten dürfte das Shelly Pro Sensor Add-on vor allem dann spannend sein, wenn Installationen zentral im Schaltschrank aufgebaut werden. Statt viele einzelne Funksensoren im Gebäude zu verteilen, können Sensorleitungen an einer Stelle zusammengeführt und in Automationen eingebunden werden. Die galvanische Trennung ist dabei besonders in gemischten Installationen ein Pluspunkt, da sie angeschlossene Komponenten besser voneinander entkoppeln kann.

Mit dem Shelly Pro Sensor Add-on erweitert der Hersteller seine Pro-Serie um ein Zubehör, das weniger spektakulär wirkt als ein neuer Schaltaktor, in der Praxis aber deutlich mehr Flexibilität schaffen kann. Wer bereits Shelly-Pro-Komponenten nutzt und seine Automationen stärker an reale Messwerte koppeln möchte, bekommt damit eine kompakte Sensor-Schnittstelle für die DIN-Schiene.

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