Intel-AI-Beschleuniger mit Xe3P: Crescent Island braucht 20 LPDDR5X-Chips für 160 GByte
Intel ist beim AI-Zug mit reinen Beschleunigern abgehängt, also musste ein Notfallplan her. In Form von Crescent Island auf Xe3P-Basis soll der anscheinend aber nur Reste nutzen, denn 20 LPDDR5X-Chips zu nutzen um lediglich 160 GByte Kapazität zu ermöglichen geht heutzutage eigentlich mit viel weniger, Stichwort: SOCAMM2.
Mitte Oktober im letzten Jahr angekündigt war schon damals klar, dass es sich bei Crescent Island um so etwas wie einen Schnellschuss als Notfalllösung handeln muss, um beim Thema der reinen AI-Beschleuniger überhaupt noch ein Wort mitreden zu können. Seinerzeit war noch nicht so klar abzusehen, dass die CPU-Nachfrage wieder explodieren würde – hier hat Intel deutlich mehr zu bieten. Aber bis Intel Jaguar Shores als AI-Lösung kommt, dauert es eben noch.
Die Gerüchte über die Notfalllösung – Falcon Shores wurde zuvor gecancelt, ebenso Rialto Bridge und Ponte Vecchio war auch kein Erfolg – werden nun untermauert durch die Spezifikationen und den Aufbau von Crescent Island. Dass er 160 GByte LPDDR5X nutzen wird, war bereits bestätigt worden. Dass dies aber über 20 8-GByte-Chips passiert, ist neu. Gemunkelt wird in der Gerüchteküche dabei, dass es sich hierbei quasi um Überreste der gleichen Chips handelt, die eigentlich für Intel Lunar Lake gedacht waren – zwei davon auf einem Package bieten 16 GByte, mit denen Lunar Lake im Notebook und Mini-PC zumeist im Handel steht.
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— 结城安穗-YuuKi_AnS (@yuuki_ans) May 19, 2026
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LPDDR5X gibt es schon in viel größeren Chips
Dass LPDDR5X heutzutage eigentlich bereits in viel größeren Konfigurationen zur Verfügung steht, zeigen andere Lösungen wie SOCAMM2. Mit vier LPDDR5X-Chips werden hier 192 oder gar 256 GByte realisiert, ein Chip fasst entsprechend bereits 48 respektive 64 GByte. Die 160 GByte von Crescent Island wären so also mit nur vier Chips umsetzbar.
Doch warum überhaupt LPDDR5X? Während der Hersteller zwar die Effizienz bei einem AI-Beschleuniger dann in den Vordergrund rückt, hat es wohl eher logistische Gründe: HBM ist nicht mehr erhältlich, da de facto ausverkauft. Wer als Hersteller so spät die Party betritt, findet die besten Dinge nicht mehr vor. In dem Dilemma steckt nicht nur Intel, auch Qualcomms AI-Beschleuniger nutzt deshalb nur LPDDR5X.