Externe Festplattengehäuse im Test : EIO und HighPoint im Vergleich

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Externe Festplattengehäuse im Test: EIO und HighPoint im Vergleich

"Gute Idee", dachte sich der Geschäftsführer, "ich nehme die Daten mit nach Hause". Tja, aber wie nimmt man 12GB Daten mit, ohne mehrere CDs oder DVDs zu brennen? Na klar, eine externe Festplatte ist die Lösung. Für echte Mobilität sorgen die kleinen Gehäuse für 2,5" Festplatten, die meistens sogar ohne zusätzliche externe Stromversorgung auskommen, da die per USB Anschluss zur Verfügung gestellten 500mA für die auf geringen Stromverbrauch ausgelegten 2,5 Festplatten normalerweise völlig ausreichen. Auch im Bereich der Notebook Festplatten sind inzwischen 80GB Kapazität keine Seltenheit mehr. Wer noch mehr Kapazität benötigt, muss wohl oder übel auf die grösseren 3,5" Festplatten zurück greifen, hier sind auch 250GB kein Problem. Allerdings ist die Mobilität eingeschränkt, die externen 3,5" Gehäuse benötigen eine zusätzliche Stromversorgung, die Desktop Festplatten sind einfach zu leistungshungrig. Welche Lösung für wen die Richtige ist, wollen wir in unserem Test versuchen zu klären.

EIO USB 2.0 Hard Disk enclosure

Das aus dem Hause Innovision stammende externe Gehäuse für 2,5" Festplatten kommt im kleinen Retail-Karton. Zum Lieferumfang gehören ein 30cm langes Datenkabel, ein 80cm langes Stromversorgungskabel mit PS/2 Stecker, vier Schrauben, eine Treiber-CD sowie eine kleine bebilderte Anleitung und naturlich das Gehäuse selber.

Verpackung vorne
Verpackung vorne
Verpackung hinten
Verpackung hinten
Lieferumfang
Lieferumfang

Das Gehäuse selber besteht aus Kunststoff, hat zwei Anschlüsse für Daten und Strom sowie zwei LEDs auf der Oberseite, welche die Stromversorgung und den Datenverkehr signalisieren. Zusammen gehalten wird das Gehäuse von vier Schrauben, die an den Ecken des Gehäuses sitzen. Im Inneren sitzt eine kleine Platine, die für die Umsetzung der IDE Daten per USB 2.0 Bus an den PC sorgt. Die Platine selbst ist lose und kann daher recht einfach an die 2,5" Festplatte angeschlossen werden.

Bei den angeschlossenen Festplatten werden auch die U-DMA Modi 3 und 4 unterstützt, sprich 33 und 66MB/s Übertragungsrate. Natürlich kann das EIO Gehäuse auch an einen USB 1.1 Port angeschlossen werden, da die Datenraten dann nicht mehr als 12Mbit/s betragen können, das entspricht etwa 1,5 MB/s, macht das wenig Sinn. Am USB 2.0 Port werden Datenraten von maximal 480 Mbit/s , sprich 60 MB/s möglich, das sollte auch für aktuelle Festplatten reichen.

Gehäuse oben
Gehäuse oben
Gehäuse unten
Gehäuse unten
Rückseite
Rückseite
Geöffnet
Geöffnet
Elektronik
Elektronik

Auf der mitgelieferten CD finden sich Treiber für Windows 98SE, ME, 2000 und XP, sowie für Mac OS 9 und OS X. Von Windows XP Pro auf unserer Testplattform wurde das Laufwerk sofort als Wechseldatenträger erkannt und dem System zur Verfügung gestellt. Für Benutzer von Windows 98SE steht allerdings erst einmal die Installation der Treiber auf der Tagesordnung, danach sollte dem ungestörten Datenverschieben nichts mehr im Wege stehen.

Noch ein Wort zu den Kabeln: das Stromkabel ist mit rund 80cm ja noch ausreichend lang, wer allerdings keinen USB-Hub auf dem Tisch stehen hat, muß sich zum Anschliessen dann wohl doch nach unten an seinen Rechner begeben. Und selbst dann reicht das Kabel nicht aus, das EIO Gehäuse auf den Rechner zu legen, sondern nur auf den Boden (bei einem Chieftec CS-601 Tower). Abhilfe schafft hier ein USB-Verlängerungskabel, die es bei jedem PC-Händler um die Ecke gibt. Innovision sollte hier aber nachbessern und ein längeres Kabel beilegen.

Einzelteile
Einzelteile
Festplatte mit Elektronik
Festplatte mit Elektronik
Gehäuse geöffnet
Gehäuse geöffnet

Für einen Funktionstest stand uns eine bereits ältere IBM Notebookfestplatte vom Typ DKLA-22160 vom September 1998 zur Verfügung. Eine Messung der Datenübertragung macht damit natürlich keinen Sinn, daher haben wir hier darauf verzichtet. Die Inbetriebnahme funktioniert ohne Probleme, Windows XP erkennt die HDD einwandfrei, auch ohne Stromkabel war mit dieser Platte das Arbeiten möglich. Nach dem Einstecken des USB Kabels leuchtete die rote LED auf und die Festplatte nahm den Betrieb auf. Sicherheitshalber sollte man beim längeren Arbeiten jedoch die zusätzliche Stromversorgung anstecken, damit der USB-Bus nicht überlastet wird und es dadurch zu möglichen Datenverlusten kommt.

Der Einbau der Festplatte stellt auch keine Probleme dar, ist die Platine aufgesteckt, wird das Ganze im Inneren des Gehäuses gut festgeklemmt, wie die Bilder zeigen. An der rechten Seite befindet sich noch eine kleine "Nase", welche die Festplatte auch noch seitlich stabilisiert. Ist das Gehäuse geschlossen und zugeschraubt, kann sich die HDD im Gehäuse nicht mehr bewegen. Beim Zu- und Aufschrauben sollte man mit Sorgfalt vorgehen, da sonst schnell das Kunststoffgewinde beschädigt werden kann.

Gut festgeklemmt
Gut festgeklemmt
Die "Nase" gibt Halt
Die "Nase" gibt Halt

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