Windows 10 Download : Media Creation Tool für manuelle Upgrades und ISOs

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Windows 10 Download: Media Creation Tool für manuelle Upgrades und ISOs
Bild: Microsoft

Microsoft hat mit der Verteilung der Daten für die Bereitstellung des Windows-10-Upgrades am 29. Juli begonnen. Nutzer mit Windows 7 SP1 oder Windows 8.1 Update, die das kostenlose Upgrade im Vorfeld reserviert haben, erhalten nach und nach die für das Update erforderlichen Dateien, auch wenn sie kein Windows Insider sind.

Der Download erfolgt dabei weitestgehend im Hintergrund, ohne dass der Nutzer viel davon mitbekommt. Lediglich die normale Anzeige, die über das Herunterladen von Updates informiert, ist in der Taskleiste sichtbar.

Die finale Version, die beim Upgrade installiert wird, soll die Build-Nummer 10240.16405.150725-1815.th1 tragen. Zusätzlich wird noch während des Upgrades ein knapp 500 MB großer Day-One-Patch (KB3074683) installiert, der nach der Installation über ein Gigabyte auf der Festplatte einnimmt.

Insgesamt nimmt Windows 10 auf der Festplatte vor dem Day-One-Patch rund 17 Gigabyte ein und ist damit ein ganzes Stück genügsamer als Windows 8.1 oder Windows 7 SP1. Bei der Neuinstallationsdauer von einem USB-3.0-Stick auf eine SSD benötigt die neue Windows-Version auf dem Testrechner in der ComputerBase-Redaktion rund achteinhalb Minuten und ist damit zwar schneller als Windows 7 SP1, benötigt aber rund eine Minute mehr als Windows 8.1.

Alle wichtigen Informationen rund um das Upgrade sowie weitere Details zu Windows 10 hat die Redaktion im Artikel „Windows 10: Alle Details von Hardware-Bindung bis Update-Pflicht“ zusammengefasst.

Dauer Installation Belegter Speicherplatz
Windows 7 SP1 9:30 35,1 GB
Windows 8.1 7:30 23,8 GB
Windows 10 8:30 17,1 GB
Installationsdauer gerundet auf halbe Minuten

Update 29.07.2015 08:50 Uhr  Forum »

Seit den frühen Morgenstunden können erste Anwender das zuvor heruntergeladene Upgrade auch installieren. Parallel hat Microsoft das Media Creation Tool in einer 32- und 64-Bit-Version bereitgestellt. Es erlaubt nicht nur das direkte Upgrade auf Windows 10, sondern auch den Download der ISO-Dateien für Windows 10 Home und Pro in den normalen und den N-Versionen sowie das direkte Erstellen eines bootfähigen USB-Sticks. Beim Herunterladen der ISO respektive dem Erstellen eines bootfähigen USB-Sticks stehen verschiedene Sprachversionen zur Auswahl. Zudem hat der Nutzer die Wahl, ob er ein reines 32- oder 64-Bit-Installationsmedium herunterladen möchte oder ein kombiniertes.

Das Media Creation Tool funktioniert allerdings nur unter Windows 7, 8(.1) oder 10. Wer die offizielle Download-Seite mit einem anderen Betriebssystem wie zum Beispiel einer älteren Windows-Version, Linux oder OS X besucht, bekommt daher statt des Media Creation Tools direkt Download-Links zu den ISO-Abbildern für Windows 10 angeboten. Nutzer einer aktuellen Windows-Version, die statt des Umwegs über das Media Creation Tool lieber direkt eine ISO-Datei herunterladen möchten, können durch Ändern des von ihrem Browser übermittelten User Agent ebenfalls auf die Seite für ISO-Downloads gelangen.

Windows 10 Download-Website
Windows 10 Download-Website
Windows 10 Download-Website (ISO-Datei)
Windows 10 Download-Website (ISO-Datei)
Betriebssystem Download
Windows 10 Media Creation Tool
Windows 8(.1)
Windows 7
Windows Vista oder älter ISO-Abbilder
Linux
OS X

Wichtig: Wer eine saubere Neuinstallation machen möchte, muss zunächst das installierte Windows 7 oder Windows 8.1 auf Windows 10 upgraden und dann in einem zweiten Schritt Windows 10 nochmal neu installieren. Die Aktivierung von Windows 10 erfolgt daraufhin ohne Eingabe eines Keys auf Basis der wiedererkannten Hardware.

Eine Anleitung zum späteren Erstellen eines bootfähigen USB-Sticks aus der ISO liefert der Artikel „Windows 10: Alle Details von Hardware-Bindung bis Update-Pflicht“. Bei allen Anwendern, die bereits über die Daten verfügen, gelingt das aber noch nicht. Weitere Informationen und Hilfestellungen liefern zahlreiche Beiträge der Leser im Kommentar-Thread zu dieser Meldung.

Update 30.07.2015 14:32 Uhr  Forum »

Inzwischen sind über DreamSpark Premium Schlüssel für Windows 10 Pro verfügbar. Studenten, deren Universitäten an dem Programm teilnehmen, können die Produktschlüssel für das neue Betriebssystem über die gewohnten Wege erhalten und damit auch solche Systeme aktivieren, bei denen Windows 10 Pro mit Hilfe des Media Creation Tools frisch installiert wurde.

Die ComputerBase-Redaktion dankt Rick7221 für den Hinweis zu diesem Update!

Update 30.07.2015 14:50 Uhr  Forum »

Anwender, die Windows 7 oder Windows 8.1 auf einem Rechner erfolgreich auf ein aktiviertes Windows 10 geupgradet haben, dieses Windows 10 dann aber auf einem anderen Rechner einsetzen wollen, sind bisher nicht in der Lage, das System zu aktivieren. ComputerBase hat das Szenario nachgestellt und Microsofts Hotline zur telefonischen Aktivierung kontaktiert. Die Hotline teilt mit: „Die Aktivierung von Windows 10 auf einem anderen Rechner als dem, der zuvor geupgradet wurde, ist derzeit noch nicht möglich.“ Dem Support fehlten zurzeit noch „die erforderlichen Tools“, wann sie verfügbar sind, steht nicht fest. „Vielleicht in einer Woche“, heißt es.

Eine neue FAQ von Microsoft zu Aktivierungsproblemen bestätigt das und gibt darüber hinaus Auskunft: Es ist das Laufwerk, das die Information „Dieser PC wurde bereits erfolgreich geupgradet“, trägt.

Wenn Sie die Festplatte formatiert oder ersetzt haben, können Sie keinen Product Key für das Update auf Windows 10 verwenden. Sie müssen die vorherige Version von Windows installieren und anschließend Windows 10 erneut installieren.

Microsoft

Das bedeutet im Umkehrschluss allerdings nicht, dass die Lizenz mit dem Laufwerk auf einen anderen Rechner übertragen werden kann. In diesem Fall bittet Windows 10 erneut um Aktivierung, die online verweigert wird. Die Hotline kann aus dem oben genannten Grund nicht weiterhelfen.

Fazit: Eine Upgrade-Lizenz von Windows 10 kann aktuell weder auf einem anderen Rechner mit einem anderen Mainboard, noch auf demselben PC mit getauschtem Laufwerk zur direkten Installation von Windows 10 genutzt werden. Es muss immer zwingend der Weg über die Basislizenz und deren Upgrade gegangen werden. In Zukunft soll es aber gehen, das hat Microsoft wiederholt bestätigt.

Probleme bei der Aktivierung nach dem initialen Upgrade oder einer anschließenden direkten Installation auf demselben unveränderten Rechner sollten hingegen in der Regel mit etwas Geduld von selbst verschwinden; vorausgesetzt, die Formatierung der Festplatte erfolgt erst im Setup von Windows 10 selbst.

Update 31.07.2015 06:56 Uhr  Forum »

Zahlreiche Rückmeldungen von Lesern zeigen, dass Microsofts Aussage, die Festplatte dürfe vor einer direkten Installation von Windows 10 auf einem vorher geupgradeten Rechner nicht formatiert oder gewechselt werden, nicht oder zumindest nicht immer zutrifft. ComputerBase hat den Konzern erneut um Klarstellung gebeten.

Downloads

  • Windows 10

    4,2 Sterne

    Mit den ISO-Dateien von Windows 10 lassen sich bootfähige USB-Sticks zur Installation erstellen.

    • Version ISO Build 14393 Deutsch
    • Version ISO Build 14965 Insider Preview Deutsch
    • Version ISO Build 10586 Update 2 Deutsch
  • Windows 10 Media Creation Tool

    4,6 Sterne

    Das Windows 10 Media Creation Tool erstellt bootfähige USB-Sticks zur Installation von Windows 10.

    • Version Build 14393.0 Deutsch