3/3 Ashes of the Singularity : DirectX-12-Benchmarks mit Grafikkarten von AMD und Nvidia

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Benchmarks auf einer A10-7870K-APU

Die bisherigen Tests sind mit einem schnellen Core i7-4770K durchgeführt worden. Doch was passiert bei einem deutlich langsameren AMD A10-7870K? Vor allem bei langsamen CPUs hat DirectX 11 massive Schwächen, bei denen DirectX 12 Vorteile bringen soll.

Auf einem A10-7870K lässt sich erahnen, dass bei der DirectX-12-API sowohl die Radeon R9 Fury X als auch die GeForce GTX 980 Ti völlig CPU-limitiert sind. Denn beide 3D-Beschleuniger arbeiten nicht nur gleich schnell, sondern können sich auch kaum von deutlich langsameren Modellen absetzen. Die Radeon R9 Fury X liegt in diesem Szenario minimal vor der Nvidia-Konkurrenz. Dasselbe gilt im Duell Radeon R9 280X gegen GeForce GTX 770. Unter der alten DirectX-11-API haben die GeForce-Produkte dagegen klar die Nase vorn.

Ein erstes Fazit zur Windows-10-API

Mit Ashes of the Singularity ist das erste DirectX-12-Spiel da. Windows 10 ist zwar noch neu, das Spiel noch nicht fertig und auch die Grafikkartentreiber benötigen noch weiteren Feinschliff. Dennoch handelt es sich um einen ersten Eindruck der mit Windows 10 eingeführten API. Und das Ergebnis ist durchaus interessant.

Denn während AMD-Grafikkarten massiv von DirectX 12 profitieren, laufen Nvidia-Beschleuniger oft gar langsamer als mit DirectX 11. Dabei lässt sich schnell ein System erkennen: Gibt es in einer Testszene viele Draw Calls beziehungsweise limitiert auf einem GeForce-System die DirectX-11-API, ist DirectX 12 schneller. Gibt es aber nicht so viele Draw Calls und je schneller die CPU ist, desto mehr holt DirectX 11 auf und ist häufig gar schneller als DirectX 12. Im Idealfall, wenn die Anzahl der Draw Calls in DirectX 11 nicht limitiert, sollten DirectX 11 und DirectX 12 in diesem Fall jedoch annähernd gleich schnell sein. Nvidias Grafikkarten sind in DirectX 12 jedoch wie gesagt häufig deutlich langsamer als in DirectX 11.

DirectX 12 vs. DirectX 11 – Ashes of the Singularity

Warum dies so ist, kann nur spekuliert werden. Laut Nvidia ist das Problem in der frühen Version des Spiels zu suchen, während der Spieleentwickler dies dementiert und das Problem eher beim Treiber und fehlenden Optimierungen vermutet. Die Wahrheit liegt möglicherweise irgendwo dazwischen. Nvidia beteuert wiederholt, dass sich die eigene GPU-Architektur sowie die Treiber sehr gut für DirectX 12 eignen sollen.

Aber wie auch immer, der erste Eindruck von DirectX 12 fällt zu Gunsten von AMD aus. Selbst wenn man die Draw-Call-Schwäche der Radeon-Produkte unter DirectX 11 ignoriert (weswegen Nvidia dort massiv schneller ist und der Sprung zu DirectX 12 derart groß ausfällt), ist schnell ersichtlich, dass AMD-Grafikkarten beim aktuellen Softwarestand mehr aus DirectX 12 in dem Strategiespiel herausholen können.

Auch wenn es sich nur um einen Ersteindruck handelt, zeigt Ashes of the Singularity wohin die Grafikentwicklung gehen wird. So viele Objekte und Partikel auf dem Bildschirm hat man bis jetzt noch nicht gesehen. Den Entwickler wird es also ermöglicht, deutlich lebendigere und interessantere Welten zu schaffen – ein für Spieler in jedem Fall erstrebenswertes Unterfangen.

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