4/5 Samsung Galaxy A3 & A5 (2016) im Test : Aufgebohrte Mittelklasse zum selbstbewussten Preis

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Kameras fürs Tageslicht

Samsung Galaxy A3 und A5 (2016) im Test
Samsung Galaxy A3 und A5 (2016) im Test

Samsungs Galaxy A3 und A5 werden mit einer nahezu identischen Kameraausstattung ausgeliefert. So findet sich in beiden Smartphones ein rückwärtiger 13-Megapixel-Sensor mit einer lichtstarken f/1.9-Optik sowie ein LED-Blitz wieder. Die Frontkamera weist dieselbe Lichtstärke auf, bietet dafür lediglich eine Auflösung von 8 Megapixel.

Die volle Auflösung der Kameras wird im Bildformat 4:3 ausgeschöpft. Andere Formate haben eine Reduzierung der maximalen Pixelanzahl von 4.128 × 3.096 Bildpunkten zur Folge. Im Gegensatz zum Galaxy A3 ist das A5 mit einen optischen Bildstabilisator ausgestattet, was bei Dunkelheit oder beim Aufnehmen von Videos Vorteile bietet.

Mit einer befriedigenden und sich gleichmäßig über das gesamte Foto erstreckenden Bildschärfe können Samsungs Galaxy A3 und A5 bei Tageslicht Pluspunkte einfahren. Je nach Stärke der Gegenlichtsituation hat das Objektiv mit leichter chromatischer Aberration zu kämpfen, wie beispielsweise der 100-Prozent-Ansicht des Bildes 33 zu entnehmen ist. Im Alltag fällt dies jedoch kaum ins Gewicht.

Kamera-App
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Der Weißabgleich und die Farbwiedergabe sämtlicher Aufnahmen ist grundsätzlich gut. Allerdings fallen in den Farbverläufen, besonders am Himmel, krisselige statt glatte Übergänge störend auf. Weiterhin ist wie bei vielen anderen Smartphones zu bemängeln, dass die Belichtungsmessung hinsichtlich des Himmels, also dem hellsten Bereich im Bild, zwar gut funktioniert und dieser nicht überbelichtet wird, dunkle Bildpartien geraten im Umkehrzug jedoch zu dunkel und werden vom Galaxy A3 sowie A5 nicht nachträglich aufgehellt (Bild 25). Wird die Belichtungsmessung hingegen von Hand auf den dunklen Vordergrund gelegt, ist der Himmel wie auf der Aufnahme 29 zu erkennen überbelichtet. Kompromisse aus beidem vollziehen die Smartphones nicht.

Fotos in Innenräumen mit künstlicher Beleuchtung nehmen A3 und A5 Empfindlichkeiten von ISO 250 bis ISO 400 auf. Verglichen mit anderen Smartphones derselben Preisklasse gehen Schärfe und Dynamikumfang hier etwas schneller in die Knie.

Samsung Galaxy A3 & A5 (2016) im Test – Kamera

Bei Dunkelheit sind leichte Unterschiede zwischen dem Galaxy A3 und A5 zu erkennen. Während Aufnahmen mit dem A3 aufgrund des fehlenden optischen Bildstabilisators hin und wieder leicht verwackeln, liefert das Galaxy A5 dank seines optischen Bildstabilisators gelegentlich die schärferen Aufnahmen. Ansonsten sind brauchbare Nachtaufnahmen mit beiden Smartphones gut möglich, auch wenn aufgrund der erhöhten Empfindlichkeit ein hohes Bildrauschen in Kauf genommen werden muss.

Die verbauten LED-Blitze können keine Wunder bewirken und leuchten aufgrund ihrer geringen Leuchtkraft wenn überhaupt nur Motive in einer Distanz von gut ein bis zwei Meter relativ gleichmäßig aus.

Schnittstellen ohne Überraschungen

Beim Schnittstellenumfang zeigen sich beide Smartphones umfangreich, wie bei der restlichen Ausstattung hat das A5 aber einen Vorzug erhalten. LTE gibt es im Downstream mit bis zu 150 Mbit/s im kleinen Modell und 300 Mbit/s im großen Bruder, der Upstream ist mit 50 Mbit/s identisch. NFC, A-GPS, ANT+ und Bluetooth 4.1 bieten ebenfalls beide Geräte. Zudem verfügen beide über WLAN nach n-Standard. Der 16 GB messende Nutzerspeicher kann per microSD-Karte um bis zu 128 GB erweitert werden.

Telefonie und Internet wurden im O2-Netz im Ruhrgebiet und in Düsseldorf getestet. Die A-Reihe zeigt sich als zuverlässiger Begleiter ohne außerplanmäßige Verbindungsabbrüche. Die Lautstärke und Klarheit bei Telefonaten sowie die Ortung per GPS im Modus für höchste Genauigkeit geben keinen Grund zur Klage.

Lange Laufzeiten und schnell geladen

Im Galaxy A3 verbaut Samsung einen Akku mit 2.300 mAh, dem A5 spendiert der Hersteller 2.900 mAh. Die Energiespeicher sind fest verbaut – auch hier orientiert sich Samsung am Galaxy S6. Das Galaxy A5 verfügt zudem über eine Schnellladefunktion, das passende Netzteil mit 2 Ampere Ausgangsleistung legt der Hersteller dem Lieferumfang bei. Nach einer halben Stunde ist das Smartphone zu rund 40 Prozent aufgeladen, eine vollständige Aufladung dauert knapp eineinhalb Stunden. Obwohl das A3 ohne schnelles Aufladen beworben wird, sorgt auch hier das beigelegte Netzteil mit einer Leistung von 1,5 Ampere für einen zügigen Ladevorgang. Nach 30 Minuten stehen etwa 40 Prozent auf der Uhr, die vollständige Ladung ist nach rund 100 Minuten erreicht.

Im Alttag können beide Smartphones mit guten Laufzeiten überzeugen. Einen Tag schaffen die Modelle auch bei dauerhaft aktiviertem LTE, WLAN und regelmäßigem Websurfen und Messaging problemlos. Bei gemäßigter Nutzung sind eineinhalb oder zwei Tage möglich. Im Video-Dauertest können beide Smartphones gute Werte abliefern: Das kleinere A3 bringt es auf knapp über neun Stunden, beim A5 stehen fast zehn Stunden auf der Uhr. Auch im PCMark können beide Smartphones mit Werten von über neun Stunden überzeugen.

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