5/9 850-Watt-Netzteile im Test : Sieben Modelle von 80 Plus Gold bis Titanium

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Elektrische Messungen

Im Folgenden sind die Testergebnisse in mehrere Untergruppen gegliedert. Zum einen wird die Effizienz anhand eines automatisierten Tests an einer kalibrierten Chroma-Teststation betrachtet und dabei auch auf Punkte wie die Spannungsregulation und Restwelligkeit eingegangen. Zum anderen wird die Lautstärke über Schalldruckpegelmessungen in einem Akustiklabor bewertet.

Die Details zu der Testmethodik, der eingesetzten Teststation, den Messungen und der Lautstärkemessung sind in einem gesonderten Artikel „So testet ComputerBase Netzteile“ zusammengefasst.

Für die Netzteile kamen während der Tests folgende selbstkalkulierten Lasten zum Einsatz. Einige Werte wurden zwecks einer einfacheren Darstellung gerundet, bei den Messungen kamen jedoch exakte Werte zum Einsatz.

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Die einzelnen Ergebnisse jeder Kategorie können anhand der Schaltflächen über den Diagrammen durchgeschaltet werden.

Effizienz

Die Wirkungsgrad-Zertifizierung reicht im Testfeld von 80 Plus Gold bis Titanium. Die Auszeichnung mit dem höchstwertigen Edelmetall gibt es derzeit nur für wenige Serien, weil die Kosten zur Umsetzung dieses Effizienzlevels sehr hoch sind. Das Strider Titanium ST80F-TI und das Leadex Titanium sollen diese Anforderungen erfüllen, mit 93,1 % verfehlt ersteres die Mindestanforderung von 94,0 % bei Halblast aber klar. Mit 93,6 % des Leadex Titanium müssen die Messtoleranzen voll ausgeschöpft werden, damit das Netzteil die Zertifizierung zu Recht trägt. Das Gleiche gilt für das 80-Plus-Platinum-zertifizierte Dark Power Pro 11, das bei Halblast unter diesen Bedingungen genauso knapp zur Spezifikation konform ist. Ein zweites Sample des Dark Power Pro 11 liegt mit einem Messwert von 91,9 % näher an den gewünschten 92,0 %.

Die Messung mit festen Lasten bestärkt den Unterschied zwischen den 80-Plus-Platinum- und Titanium-zertifizierten Netzteilen. Insbesondere bei niedrigen Lasten arbeiten letztere Probanden effizienter. Bei der 360-Watt-Last verringert sich der Vorsprung aber auf nur 0,4 bis 1,5 %. Bei höheren Lasten muss sich das Strider Titanium ST80F-TI sogar 80-Plus-Platinum-Netzteilen geschlagen geben. Das Toughpower DPS G Platinum 850W enttäuscht bei kleineren Lasten, hier kann selbst das LC8850III mit 80 Plus Gold bessere Werte vorweisen. Das V850 kann sich etwas vom LC8850III abheben und konkurriert sogar mit 80-Plus-Platinum-Netzteilen – bei höheren Lasten bleibt eine Differenz jedoch bestehen.

Wirkungsgrad im Idle sparsamer Systeme ohne dedizierte Grafikkarte

4 Einträge
Effizienz bei 230 Volt Eingangsspannung
Angaben in Prozent
  • Haswell C6/C7:
    • Thermaltake Toughpower DPS G Platinum 850W
      34,5
    • be quiet! P11 850W
      37,6
    • LC-Power LC8850III
      37,9
    • Cooler Master V850
      38,8
    • Xilence Performance A+ 530W
      39,3
    • Corsair HX850i
      40,0
    • Chieftec Force CPS-500S
      40,2
    • Aerocool Xpredator 500W
      40,8
    • be quiet! S8 500W
      44,0
    • Super Flower Leadex Titanium 850W
      49,6
    • Silverstone Strider Titanium ST80F-TI 800W
      52,6

Leistungsfaktorkorrektur (PFC)

Der Leistungsfaktor liegt dank aktiver PFC bei allen Netzteilen auf einem guten Niveau. Hier zeigen sich keine stärkeren Auffälligkeiten.

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