AMD Ryzen: Dual-Rank-Speicher ist preislich die beste Wahl

Max Doll 94 Kommentare
AMD Ryzen: Dual-Rank-Speicher ist preislich die beste Wahl

Der richtige RAM für AMDs Ryzen 5 (Test) und Ryzen 7 (Test) ist noch ein halbes Mysterium, die möglichen Taktraten hängen vom Kit, Speicherchips und der Bauform ab. Obwohl die CPUs aber grundsätzlich von hohem Speichertakt profitieren, sind solche RAMs nicht die einzige Möglichkeit, Leistung aus dem Prozessor zu kitzeln.

Bei AMDs Ryzen-Prozessoren hängt der Speichertakt zunächst von der Anzahl der genutzten Module und der Bauform ab: Zwei Module erlauben regulär einen höheren Takt als vier Module, Single Rank ermöglicht mehr Megahertz als Dual Rank. Rückschlüsse auf die Geschwindigkeit lässt, wie ein Test von Golem zeigt, die Anzahl der Megahertz aber nur bedingt zu.

Obwohl die höchsten Taktraten mit Single-Rank-Modulen möglich sind, handelt es sich nicht um die beste Lösung, Ryzen zu beschleunigen. Dual-Rank-Module mit zwei 64-Bit-Datenblöcken sind, das zeigen die Benchmarks der Seite, bei gleichem Takt von 2.667 MHz und bei gleichen Latenzen (CL 16) über sieben Spiele zwischen 4 und 11,9 Prozent schneller als Single-Rank-RAMs, sofern ein CPU-Limit vorliegt.

Der Rückstand auf Single-Rank-Module mit 3.200 MHz Taktfrequenz und scharfen Timings (CL 14) liegt laut den Benchmarks bei durchschnittlich nur drei Prozent. Wenn der Speicher im Rahmen der jeweiligen offiziellen Freigaben von AMD betrieben werde, sei Dual-Rank-DDR4-2.400 zudem schneller als Single-Rank-DDR4-2.666. Ein ähnliches Bild haben bereits ältere Prozessoren von AMD, etwa die Kaveri-Modelle, gezeigt.

Dual Rank als preiswerteste Lösung

Günstiger und schneller RAM für Ryzen ist demnach ein Dual-Rank-Kit mit Taktraten ab 2.400 MHz. In Anbetracht des Leistungsvorsprungs auch gegenüber höher taktenden und teureren Single-Rank-Speicherkits lohnt der Aufpreis für hohe Frequenzen nur für absolute Enthusiasten. Wie viele Ranks ein Speichermodul besitzt, lässt sich von außen allerdings nicht erkennen, die meisten Hersteller verzichten zudem auf eine Kennzeichnung. Abhilfe schaffen Community-geführte Speicherlisten, ein Blick in Tools wie CPU-Z, die den Aufbau auslesen können oder Filteroption im ComputerBase-Preisvergleich.