Star Wars: Battlefront 2: Details zu Mikrotransaktionen

Max Doll 68 Kommentare
Star Wars: Battlefront 2: Details zu Mikrotransaktionen
Bild: EA

Electronic Arts hat dem YouTube-Kanal BattlefrontUpdates einen ersten Einblick in die Funktionsweise des für Star Wars: Battlefront 2 angedachten Mikrotransaktionssystems gewährt. Kern des Konzepts sind, wie derzeit üblich, Beutekisten, deren Inhalte zufällig zugeteilt werden.

Die gegenwärtigen Informationen stammen aus einer Version des Spiels für die EA Play auf der E3 2017 und werden mit dem Hinweis vorgestellt, dass sich das System noch ändern könne. Im Kern will Electronic Arts Fähigkeitskarten, sogenannte „Star Cards“, für Charaktere und Klassen zufällig in Beuteboxen verteilen. Diese Kisten können gegen Credits oder gegen echtes Geld gekauft werden – soviel war schon zum Zeitpunkt der Spielemesse klar. Im Gegenzug will EA neue Maps und weitere Inhalte kostenlos veröffentlichen.

Wie Ingame-Währung verdient werden kann, wird nun ausgeführt: Credits erhalten Spieler durch beendete Matches, für den täglichen Login sowie aus Kisten. Laut BattlefrontUpdates wird es zudem „wahrscheinlich“ noch weitere Verdienstmöglichkeiten geben. Denkbar sind tägliche Herausforderungen, mit denen sich die Mechanik noch stärker an Free-to-Play-Systeme anlehnen würde.

Kritische Worte fallen in dem von EA unterstützten Video allerdings nicht, stattdessen werden die positive Seiten des Systems hervorgehoben, darunter die vielen Verdienstmöglichkeiten, die allerdings schnell in Arbeit ausarten können, sowie das Glücksgefühl beim Erhalten einer besonders seltenen Karte. Wesentliche Fragen, vor allem nach dem durchschnittlichen Einkommen pro Stunde, der Anzahl der Karten und den „Gewinnchancen“ werden ausgeklammert oder lassen sich noch nicht beantworten.

Seltener ist besser

Kisten können neben Star Cards auch Credits sowie Crafting-Teile enthalten, die Seltenheit der Kiste beziehungsweise ihr Preis beeinflusst dabei die Qualität der Inhalte. Karten sind in fünf Seltenheitsstufen enthalten. Je seltener eine Karte ist, desto größer fällt der gewährte Bonus aus. „Saber Defense“ für Darth Maul reduziert beispielsweise den erhaltenen Schaden während des Wirbelangriffs um 30, 40, 50 oder bei „epischer“ Seltenheit um 60 Prozent.

Außerdem gibt es „legendäre“ Karten. Diese seien, so der Kanal, selbst mit erhöhten Dropchancen und größerem Credit-Einkommen der gespielten Version selten und fügen der epischen Qualitätsstufe einen Bonuseffekt hinzu, der bei normalen Karten nicht einsehbar ist. Die Sentry-Karte, die für einen begrenzten Zeitraum einen schweren Blaster spendiert, geht in dieser Stufe etwa mit einer Schadensreduzierung um 5 Prozent für die Dauer des Effekts einher.

Crafting

Während legendäre Karten nur in Kisten gefunden werden können, lassen sich alle übrigen Seltenheitsstufen gezielt kaufen. Hier kommen die Crafting-Teile ins Spiel, mit denen Karten auf eine höhere Stufe verbessert werden können. Gegenwärtig kostet das Upgrade von „gewöhnlicher“ auf „ungewöhnliche“ Qualität 40, der Sprung auf die nächste Stufe 120 und die Verbesserung einer „seltenen“ auf eine „epische“ Karte 400 Teile. Eine im Video geöffnete Kiste enthielt 20 Teile, doppelte Karten werden automatisch umgewandelt. Ob eine doppelte Karte genug Teile einspielt, um eine andere auf ihre Seltenheitsstufe zu verbessern, ist unklar. Der Sprung auf seltene und epische Karten wird allerdings eine Zeit dauern.

EA selbst versprach schon zur Vorstellung des Spiels, dass zahlende Kunden keinen Vorteil gewinnen würden und das Ausgeben von Geld nur Zeit sparen würde. Das erscheint nun noch fraglicher als zuvor, weil bessere Karten zumindest kleine Vorteile einbringen. Entscheidend ist damit nicht mehr ausschließlich das Können eines Spielers. Wie stark sich das System auswirkt, wird aber in erster Linie vom praktischen Einkommen, den Dropchancen und der Anzahl der Karten abhängen. Eine vollständige Beurteilung ist damit erst zum Verkaufsstart möglich.