Quartalszahlen: LGs Premium-Smartphones verkaufen sich schlecht

Nicolas La Rocco 72 Kommentare
Quartalszahlen: LGs Premium-Smartphones verkaufen sich schlecht

LG Electronics hat die Geschäftszahlen für das zweite Geschäftsquartal 2017 vorgelegt und Einblicke in die Performance der vier Sparten des Konzerns gegeben. Einzig und allein LG Mobile generierte dabei einen niedrigeren Umsatz als vor einem Jahr. Wie das Unternehmen eingesteht, verkaufen sich die Premium-Smartphones nicht gut.

Das im Vergleich zum G5 (Test) deutlich bessere G6 (Test) sowie das hierzulande nicht offiziell erhältliche V20 konnten LGs Smartphone-Sparte nicht beflügeln. Laut Quartalsbericht liegt der Umsatz der Sparte bei 2,7 Billionen KRW (2,07 Milliarden Euro) und damit weit unter den vor einem Jahr erzielten 3,42 Billionen KRW. Der operative Verlust der Sparte beläuft sich auf 132,4 Milliarden KRW (101,35 Millionen Euro) und liegt damit auf dem fast gleichen Niveau des zweiten Quartals 2016.

Mit neuen Modellen soll alles besser werden

Das schlechte Abschneiden begründet LG Electronics mit höheren Komponentenkosten, die die Marge drücken, und schlechten Verkaufszahlen von Premium-Smartphones. Dazu zählen bei LG Mobile das G6, das V20 und vereinzelt vielleicht auch noch Restbestände des G5. Das zweite Quartal 2017 ist das erste, in das der Verkauf des G6 voll einfließt. Mit der neu eingeführten Q-Serie, dem G6+ und dem zur IFA erwarteten V30 will LG Electronics die Mobile-Sparte wieder stärken. Das sind allerdings Aussagen, die es seit Jahren ohne den erhofften Erfolg in den Quartalsberichten von LG Electronics zu lesen gibt.

In den Sparten Home Appliance & Air Solution, Home Entertainment sowie Vehicle Components gibt es jeweils ein Umsatzplus zu vermelden. Der Gesamtumsatz des Konzerns LG Electronics liegt im zweiten Quartal 2017 bei 14,55 Billionen KRW (+ 4 %), das sind nach aktuellem Kurs 11,14 Milliarden Euro. Der Nettogewinn beläuft sich aufgrund des allgemein besseren Abschneidens von drei von vier Sparten auf 514,9 Milliarden KRW (+ 92 %), das sind umgerechnet derzeit 394,16 Millionen Euro.