Wochenrückblick: AMD Ryzen 3 und das Warten auf Threadripper

Frank Hüber 5 Kommentare
Wochenrückblick: AMD Ryzen 3 und das Warten auf Threadripper

Diese Woche galt wieder einmal: Wo AMD Ryzen draufsteht, sind Leser drin. An der Spitze der Charts der Tests und Berichte der vergangenen Woche konnte sich der Testbericht zu den neuen Ryzen-3-CPUs in Form von Ryzen 3 1200 und 1300X an die Spitze setzen, bei den News hingegen neue Informationen zu Threadripper.

Im Test des Ryzen 3 1200 und 1300X müssen sich diese gegen Intels Dual-Core-i3-CPUs mit SMT in Form des Core i3-7100 und i3-7350K behaupten, was beiden Ryzen 3 gut gelingt. Erneut zeigt sich, dass es jedoch je nach Anwendung deutliche Unterschiede geben kann und mal die AMD-Prozessoren 20 Prozent schneller sind als die jeweilige Intel-CPU und umgekehrt. Gegenüber dem Intel Core i3-7350K punktet der Ryzen 3 1300X nicht nur mit einem niedrigeren Preis von 135 Euro (UVP), sondern auch mit vier vollwertigen Kernen. Je nach Anwendungsgebiet lassen die Ryzen 3 jedoch eine iGPU vermissen, die die Core i3 wiederum bieten.

Insgesamt hinterlässt der Ryzen 3 1300X den besten Eindruck, da der Ryzen 3 1200 zu sehr mit seinem niedrigen Takt zu kämpfen hat – ein Umstand, der sich in dieser Form bereits beim Ryzen 5 1400 zeigte. Aus diesem Grund hat der Ryzen 5 1400 mit Veröffentlichung des schneller taktenden Ryzen 3 1300X auch einen schweren Stand, da er von der SMT-Unterstützung, die Ryzen 3 nicht bietet, aufgrund des niedrigen Taktes nicht ausreichend profitieren kann.

An zweiter Stelle liegt der Test zu Apples iMac mit 27 Zoll und 5K-Display. Der neue iMac überzeugt insbesondere durch das ausgewogene All-in-One-Konzept, bei dem Apple dank gut abgestimmter Komponenten eine kompakte Bauweise im Display realisiert, ohne Abstriche bei Leistung und Lautstärke hervorzurufen. Nicht nur das atemberaubende 5K-Display macht den iMac so zu einer soliden Arbeitsmaschine. Abstriche müssen aufgrund dieser Bauweise aber bei der Erweiterbarkeit und Aufrüstbarkeit in Kauf genommen werden. Selbst eine Höhenverstellung des Displays ist nicht möglich.

Auch bei den News liegt AMD in den Charts ganz vorn, sogar im Doppelpack. An erster Stelle liegt die Meldung zur Kompatibilität bestehender CPU-Kühler für den Sockel TR4 für AMDs Threadripper-Prozessoren. Der neue Sockel macht in den meisten Fällen auch neue CPU-Kühler erforderlich, da vorhandene Modelle sich nicht ohne zusätzliches Equipment auf dem Sockel montieren lassen und eine zu kleine Auflagefläche bieten. Anders als beim AM4-Sockel weist der TR4 nämlich trapezförmig angeordnete Schraublöcher für den CPU-Kühler auf. Aufgrund des größeren Sockels fallen auch die Bodenplatten geplanter CPU-Kühler für den Sockel TR4 deutlich größer aus.

An zweiter Stelle liegt die Meldung zu AMDs Quartalszahlen für das zweite Quartal 2017, in dem AMD ein deutliches Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr ausweisen konnte. Grund hierfür ist neben dem Start der Ryzen-CPUs auch die hohe Nachfrage nach aktuellen Grafikkarten zum Minen von Kryptowährungen. Auch für das dritte Quartal, in das nicht nur der Start von Threadripper fällt, sondern auch der Grafikkartenserie AMD Radeon RX Vega, erwartet AMD im Vergleich zum Vorjahr ein deutliches Umsatzplus.

Mit diesem Lesestoff im Gepäck wünscht die Redaktion einen erholsamen Sonntag!