Wochenrückblick: UHD-Xbox-Konsole vor Pascal-Ti-Lückenfüller

Volker Rißka 35 Kommentare
Wochenrückblick: UHD-Xbox-Konsole vor Pascal-Ti-Lückenfüller

Die 44. Woche 2017 hat den wichtigsten Hardware-Start in diesem Herbst für den Massenmarkt im Gepäck: Die Xbox One X. Der Konkurrent von Microsoft zur PlayStation 4 Pro kommt mit deutlich schnellerer Hardware in den Handel, die Spiele schneller laufen und/oder schöner aussehen lassen.

6 TFLOPS für UHD und HDR

Die Xbox One X vervierfacht nicht nur die Grafikleistung der Xbox One, sondern auch die Auflösung – Spiele werden künftig deshalb in UHD statt FHD gespielt. Die GPU-Rechenleistung der Xbox One X liegt bei 6 TFLOPS, die Xbox One kommt auf 1,31, die PlayStation 4 Pro (Test) auf 4,2 und die PlayStation 4 auf 1,84 TFLOPS. Im Test überzeugte ComputerBase vor allem die Kombination der Xbox One X mit einem UHD-Fernseher und HDR. Die Grafikqualität angepasster Spiele profitiert teils deutlich.

Doch einen Haken gibt es: Zwischen der Xbox One und Xbox One X liegen preislich deutlichere Unterschiede. Die Xbox One S ist derzeit bereits für rund 200 Euro erhältlich, die Xbox One X kostet zum Start hingegen 499 Euro – das 2,5-fache. Wer einen UHD-Fernseher besitzt, der im besten Fall auch noch HDR unterstützt, und bislang keine Xbox One sein Eigentum nennt, sollte trotzdem zur Xbox One X greifen. Für den Rest heißt es abwarten auf leicht angepasste Preise und zusätzliche Inhalte, die von der neuen Konsole auch profitieren.

Für die GTX 1070 Ti bleibt nur Platz 4

Wenig Interesse für den Start einer neuen Grafikkarte fand die neue GeForce GTX 1070 Ti. Dem Umstand geschuldet, dass vorab bereits alle Spezifikationen preisgegeben dazu den Karten aber künstliche Fesseln verpasst wurden, kühlte sich das Interesse binnen einer Woche seit der Enthüllung am 26. Oktober 2017 merklich ab – und war seinerzeit schon nicht riesig.

Die Pascal-Grafiklösung ist dabei alles andere als schlecht und landet genau da wo sie hin soll, hohe Preise der Partnerkarten zu Beginn verhageln das Bild aber. Geht es nach der UVP, passt es hingegen. Denn für 469 Euro reiht sich die GeForce GTX 1070 Ti perfekt in Nvidias Pascal-Portfolio ein. Zu diesem Preis ist das Preis-Leistung-Verhältnis gleich gut wie bei der GeForce GTX 1070 und der GeForce GTX 1080. Der Kunde hat also die Qual der Wahl, eine besonders vorteilhafte Entscheidung gibt es nicht.

Wenn die Schnäppchen-Jäger Schlange stehen

Intels 110-Prozent-Aktion hat bei den aktuellen Meldungen viel Interesse hervorgerufen. Der Hersteller hat Kunden mit einer ungewöhnlichen Aktion von den Vorteilen moderner 2-in-1-PCs überzeugen wollen. Wer bei ausgewählten Händlern ein qualifiziertes Gerät erstand, sollte für den Fall, dass er es zurück gibt, bis zu 110 Prozent des Kaufpreises erhalten. Doch die Aktion ist aus dem Ruder gelaufen.

Tausende haben mitgemacht – und der Dienstleister dafür ist überfordert, was sich von nicht versandten Eingangsbestätigungen trotz laut Paketverfolgung zugestellter Ware bis hin zu teilweise über einen Monat andauernden Prüfverfahren, für die Intel in der Aktion keine maximale Dauer genannt hat, zeigt. Selbst die Zustellung des Versandaufklebers kann bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen.

Mit diesem Lesestoff im Gepäck wünscht die Redaktion einen erholsamen Sonntag!