iMac Pro: Teardown zeigt SSD-RAID und theoretische Aufrüstbarkeit

Mahir Kulalic 70 Kommentare
iMac Pro: Teardown zeigt SSD-RAID und theoretische Aufrüstbarkeit
Bild: Other World Computing

Der Apple-Händler Other World Computing hat das Basismodell des Apple iMac Pro auseinandergebaut und dokumentiert. Der Teardown zeigt nicht nur den Zusammenbau auf engstem Raum, sondern auch eine theoretische Aufrüstbarkeit und ein SSD-RAID im potenten All-In-One.

Aus zwei SSDs mach eine

Die Basiskonfiguration des iMac Pro besitzt laut Apple eine 1-TByte-SSD, der Auseinanderbau von OWC zeigt aber den Einsatz von zwei SSDs mit je 512 GByte Speicher, die demzufolge per RAID zu einen Volumen zusammengefasst werden. Die Speichermodule sind zudem mit Stickern versehen, die vor der Demontage mit dem Schraubenzieher durchstochen werden müssen. Darüber hinaus gibt der Teardown auch Einblick auf die RAM-Module, die im iMac Pro – anders als in anderen 27-Zoll-iMacs – nicht für den Endverbraucher wechselbar sind. Die vier Module der Basiskonfiguration stammen von SK Hynix und bieten je acht Gigabyte Arbeitsspeicher.

Die Module können in der Theorie per Hand gewechselt werden, denn verbaut sind sie wie auch die SSDs, die CPU und die GPU unter der Glasscheibe und hinter dem Logicboard. Um die Komponenten zu erreichen muss demzufolge nicht nur die ringsherum festgeklebte Glasscheibe mitsamt Displayeinheit abgenommen und abgeklemmt, sondern auch das Logicboard ausgebaut werden. Im zugehörigen Video zum Teardown vermutet OWC, dass möglicherweise auch die CPU wechselbar ist, diese Theorie aber erst noch weiteren Tests unterzogen werden müsse. Eine Option zum Einsenden des iMac Pro, um den Arbeitsspeicher gewechselt zu bekommen, solle hingegen definitiv angeboten werden.

Je zwei Heatpipes und Wärmeleitpaste für CPU und GPU

Weiteren Einblick liefert der Auseinanderbau auch in Bezug auf die beiden großen Lautsprecher, die das Logicboard umranden, sowie die Kühllösung mit einem großen mittigen Kühlkörper mit zwei Lüftern, Wärmeleitpaste auf CPU und GPU sowie jeweils zwei Heatpipes. Auch der Kühlkörper war mit den gleichen Stickern wie die SSDs versehen.

Update 03.01.2018 11:55 Uhr

Mittlerweile hat auch iFixit den iMac Pro in seine Einzelteile zerlegt und dabei selbst vor der Ummantelung der beiden SSDs nicht Halt gemacht. Dabei fiel auf, dass beide Laufwerke nur NAND-Speicher aber keinen Controller auf dem PCB tragen. Den vermutet iFixit im Co-Prozessor Apple T2, der auch den abgeschotteten Bereich Secure Enclave enthält und den Boot-Prozess absichert. Dass die SSDs im iMac Pro durch Modelle von Drittanbietern ersetzt werden können, ist damit extrem unwahrscheinlich.

SSDs ohne Controller auf dem PCB
SSDs ohne Controller auf dem PCB (Bild: iFixit)

Für die CPU und auch den RAM bestätigt iFixit hingegen die Möglichkeit des Wechsels durch den Anwender – vorausgesetzt, er traut sich an das Öffnen des Systems heran. Dabei wird in jedem Fall das Klebeband zwischen Display-Einheit und Gehäuse zerstört und muss ersetzt werden, damit beide Einheiten nach dem Eingriff wieder sicher verbunden werden können. In Summe erhält der iMac Pro deshalb nur drei von zehn Punkten auf der Skala von iFixit.