Skylake-X-Mainboard: Gigabyte bringt Designare EX auch mit X299-Chipsatz

Frank Meyer 10 Kommentare
Skylake-X-Mainboard: Gigabyte bringt Designare EX auch mit X299-Chipsatz
Bild: Gigabyte

Gigabyte hat mit dem X299 Designare EX die Mainboard-Produktfamilie um einen Ableger mit Sockel LGA2066 und der Unterstützung für Intels HEDT-Prozessoren der Core-X-Familie (Test) ausgebaut. Die typisch umfangreiche Ausstattung der High-End-Platinen wird mit je zweimal USB 3.1 über Typ C, Dual-LAN und Thunderbolt 3 geboten.

Designare EX mit X299-Chipsatz für Intels Core-X-CPUs

Genau wie das von Gigabyte im Oktober enthüllte Pendant für AMDs aktuelle High-End-Prozessoren der Threadripper-Familie ist der Neuzugang mit X299-Chipsatz im Premium-Segment angesiedelt. So sind neben den für die aktuelle HEDT-Plattform von Intel üblichen acht DIMM-Slots für Arbeitsspeicher und fünf PCIe-x16-Steckplätzen erneut drei voll angebundene M.2-Aufnahmen (einmal 110 mm, zweimal 80 mm) für PCIe-SSDs prägnante Gleichstellungsmerkmale zwischen dem X399 Designare EX und dem Gigabyte X299 Designare EX. Darüber hinaus werden in den PCIe-Aufnahmen wie gewohnt drei Grafikkarten auch im Verbund unterstützt. Für alle M.2-Slots sind passive Kühlkörper vorhanden.

Zwei Video-Eingänge über DisplayPort

Ebenfalls auf Augenhöhe sind bei beiden Mainboards der HEDT-Klasse im klassischen ATX-Formfaktor von Gigabyte die Netzwerklösungen ausgeführt, welche laut Datenblatt mit zweimal LAN (Intel) und einem auf der Platine verbauten WLAN-ac-Modul mit Bluetooth 4.2 umgesetzt sind. USB 3.1 (Gen2) mit 10 Gbit/s und der Unterstützung des Thunderbolt-3-Protokolls wird beim X299 Designare EX gleich zweifach über Typ-C-Buchsen am I/O-Panel geboten.

Gigabyte X299 Designare EX

Für das Durchschleifen zu den Frontanschlüssen ist zusätzlich ein interner Header für USB 3.1 vorhanden. Weitere USB-Ports über Typ-A-Stecker nach dem USB-3.0- und -2.0-Standard stehen ebenfalls für externe Peripherie bereit. Als Audiolösung kommt auch beim Gigabyte X299 Designare EX Realteks aktueller Oberklasse-Chip (ALC1220) mit bis zu acht Kanälen zum Einsatz. Untypisch für die Klasse bietet der neue Core-X-Unterbau von Gigabyte zwei DisplayPort-Eingänge.

Silber dominiert, Beleuchtung via RGB-LEDs und LED-Header möglich

Bei der optischen Ausrichtung macht Gigabyte beim X299 Designare EX keine Experimente und lässt klar über die Farbgebung in Silber und die Gestaltung der Kühlkörper die Zugehörigkeit zur Produktfamilie erkennen. Wie beim Pendant mit X399-Chipsatz wird eine stabilisierende Backplate geboten, wie man sie auch von Grafikkarten kennt. Für die individuelle Akzentuierung bietet das X299 Designare EX neben den üblichen auf der Platine verlöteten RGB-LEDs auch zusätzliche Header zum Anschluss weiterer LED-Leuchtstreifen. Die Steuerung der Lichteffekte kann so bequem über die Software des Herstellers erfolgen. Für die Überwachung der Temperaturen des Systems werden neben den klassischen auf dem PCB verlöteten Sensoren zusätzliche Sensoren über zwei Anschlüsse unterstützt.

Wann Gigabyte plant, das X299 Designare EX in den Handel zu bringen, ist bislang nicht bekannt. Der Preis des High-End-Modells soll nach Angaben des Herstellers bei circa 500 Euro liegen.