Für iPhone & iPad: Apple iOS 11.3 mit Leistungsverwaltung freigegeben

Peter Bellmann 85 Kommentare
Für iPhone & iPad: Apple iOS 11.3 mit Leistungsverwaltung freigegeben
Bild: Apple

Nach sechs Beta-Versionen hat Apple die finale Version von iOS 11.3 veröffentlicht. Am Mittwoch gab es das Update bereits für das neue Apple iPad 9,7 (2018), ab sofort auch für alle anderen iPhone und iPad mit iOS 11. Es enthält neben der neuen Leistungsverwaltung auch angepasste Administratoren-Funktionen und neue Emoji.

Leistungsverwaltung und Neues beim Datenschutz

Bei iOS 11.3 hat Apple besonders viel Wert auf ein überarbeitetes Akku- und Leistungsmanagement gesetzt. Geplant war das nicht. Apple musste aber reagieren, als bekannt wurde, dass ältere iPhones ihre Spitzenleistung drosseln, sollte der Akku bereits zu sehr gealtert sein. Apple erklärte, durch diese Maßnahme einen stabileren Betrieb dieser Geräte gewährleisten zu können, weil Spitzenlasten mit hohen Anforderungen an den Akku diesen nicht mehr überfordern könnten. Dass Apple dem Anwender hierbei aber keine Wahl ließ, stieß dennoch weltweit auf Ablehnung.

In iOS 11.3 erhalten Nutzer jetzt Informationen über den Zustand des eingebauten Akkus und können die Anpassung der Leistung auch abschalten. Seit Anfang Februar war diese Funktion in der Beta verfügbar. Die Funktion selbst ist allerdings auch in der finalen Version von iOS 11.3 noch als Beta gekennzeichnet.

Neu sind auch erweiterte Informationen zur Verwendung personenbezogner Daten, wann immer eine App sie verwenden will. Apple kommt hier der europäischen Datenschutz-Grundverordnung nach, die am 25. Mai 2018 in der EU in Kraft tritt.

Auch für verspielte Nutzer hält iOS 11.3 einige Neuerungen parat. Die vier neuen Animoji sowie die überarbeitete Augmented-Reality-Umgebung wurden von Apple dabei bereits zur Ankündigung von iOS 11.3 genannt.

Neue Business-Funktionen

Nicht nur für Privatanwender hält das Update auf iOS 11.3 Neues bereit, auch für Unternehmen, die unter Umständen eine große Flotte von Apple-Geräten betreuen müssen, bietet die neue Version Vorteile. Administratoren können nun nicht nur die Position der Apps und Ordner auf dem Bildschirm festlegen, mit iOS 11.3 schließt diese Funktion auch „Webclips“, auf dem Homescreen abgelegte Verknüpfungen zu Websites, mit ein. Auch die Bluetooth-Schnittstelle lässt sich jetzt von Administratoren komplett deaktivieren. Sollte sich während der Einrichtung eines neuen iPads ein anderes iOS-Produkt in der Nähe befinden, kann nun auch die automatische Einrichtung durch eine manuelle ersetzt werden. Vorerst exklusiv in den USA verfügbar ist der (iMessage) Business Chat, über den Anwender – wie beispielsweise im Facebook Messenger – mit Unternehmen in Kontakt treten können.

Weitere Neuerungen für Unternehmen sind:

  • Systemupdates lassen sich jetzt um bis zu 90 Tage hinauszögern
  • Direkt von Apple stammende gelöschte Apps lassen sich nun reaktivieren
  • Aktivierung der Gültigkeit einer FaceID-Authentifizierung via Mobile Device Management (MDM)
  • Freigabe-Zwang bei Verbindung via USB-Kabel lässt sich mit MDM aussetzen

Zusätzlich zu diesen Neuerungen gibt es auch noch Updates für den Bildungsbereich, die Kursleitern und Lehrern die Arbeit mit ihren Klassen erleichtern sollen. Die kompletten Release Notes sind online verfügbar.