X399-Chipsatz: Mögliche Basis für Coffee Lake-X und Cannon Lake-X

Michael Günsch 48 Kommentare
X399-Chipsatz: Mögliche Basis für Coffee Lake-X und Cannon Lake-X

Manchmal ist es auch der Hersteller selbst, der Informationen zu unveröffentlichten Produkten durchsickern lässt. Die Release Notes zum neuen Rapid-Storage-Treiber von Intel bestätigen nicht nur den längst vermuteten Z390-Chipsatz, sondern nennen auch einen X399-Chipsatz als neue High-End-Plattform.

Die Informationen stehen in den öffentlich abrufbaren Release Notes (PDF) für die Software Rapid Storage Technology (RST) 16.0.2.1086. Und dies nicht erst seit gestern, denn das Dokument wurde angeblich zuletzt im Februar 2018 angepasst. Über einen Tweet fand es aber erst jetzt größere Beachtung.

Intels RST-Release-Notes verraten Z390 und X399
Intels RST-Release-Notes verraten Z390 und X399 (Bild: Intel)

Bis auf die Namen der Chipsätze und deren zugehörige Plattform liefert das Dokument allerdings keine Details. Der Name X399 überrascht, entspricht dieser doch dem Namen von AMDs High-End-Desktop-Chipsatz für Ryzen Threadripper (Test).

X399 bereits für Coffee Lake-X und Cannon Lake-X?

Für Verwirrung sorgt, dass der X399 einerseits Coffee Lake und Cannon Lake als Plattform zugeordnet wird und andererseits in einer Fußnote davon die Rede ist, dass lediglich Skylake-X (Test) unterstützt wird. Ersteres könnte als ein Hinweis auf kommende Coffee Lake-X oder Cannon Lake-X gewertet werden. Klar ist, dass es sich um Intels HEDT-Plattform handelt, die der Vorgänger X299 zusammen mit dem Sockel LGA2066 bildet. Dass beim Nachfolger der Sockel erhalten bleibt, ist zumindest wahrscheinlich.

Z390 nun auch von Intel bestätigt

Dass der Z390 bald den Modellen H370, B360 und Co. als neues Flaggschiff im Mainstream-Segment Gesellschaft leisten wird, ist längst ein offenes Geheimnis. Biostar hatte ein Handbuch bereits mit Z390 betitelt. Es wird erwartet, dass der Z390 den Marktstart einer Acht-Kern-CPU auf Basis der Coffee-Lake-Generation begleitet. Wie bei den anderen neuen 300er-Chipsätzen dürfte USB 3.1 nativ unterstützt werden, der ältere Z370 bietet dies noch nicht und ist nur ein aufgefrischter Z270.