Intel Xeon SP: Mit Cascade Lake-SP zu 30 TByte RAM im 2U-System

Volker Rißka 13 Kommentare
Intel Xeon SP: Mit Cascade Lake-SP zu 30 TByte RAM im 2U-System

Intels Optane-Technologie ist bekanntlich nicht nur für SSDs, sondern auch für RAM angedacht. Das hat insbesondere für Server einen sehr positiven Effekt. Statt „nur“ 768 GByte oder 1,5 TByte pro Prozessorsockel wie bei den aktuellen Skylake-SP zu unterstützen, werden es in Zukunft mit Cascade Lake-SP bis zu 3,84 TByte RAM sein.

Wenngleich viele der Variablen bereits bekannt waren, ist es nun auch offiziell. Dank der neuen Speichermodule auf Basis von 3D XPoint mit bis zu 512 GByte Kapazität pro Modul, Codename Apache Pass, werden Intels kommende Server-Systeme mit deutlich mehr RAM ausgerüstet werden können als bisher. Die Hintergrund für die krumme Zahl von 3,84 TByte RAM pro Sockel ist die Vermischung aber auch Limitierung der Speichertechniken.

Optane Memory und DDR4 wird gemischt

Ausgewählte Prozessoren der neuen Generation Cascade Lake-SP werden die Hälfte ihrer Speicherslots mit den neuen Optane-Speicherriegeln befüllen können. Da das Sechs-Kanal-Speicherinterface und auch der Dual-Channel-Modus je Kanal bleiben, werden auch in Zukunft zwölf Speicherbänke für einen Xeon SP die Norm sein. Sechs Optane-Speicherriegel mit 512 GByte finden in den normalen DDR4-Bänken ihren Platz und ergeben so bereits 3.072 GByte RAM, auf die übrigen RAM-Slots wird klassischer DDR4-Speicher in aktueller Modulgröße von 128 GByte verteilt. Pro Sockel ergeben sich 3,84 TByte, das klassische Xeon-System ist ein Dual-Sockel-Server mit dann bis zu 7,68 TByte. Mit entsprechender Skalierbarkeit der Systeme auf bis zu acht Sockel werden, wie bereits von QuantaPlex für den T42D-2U aufgeführt, 30 TByte RAM in einem 2U-System möglich.

Cascade-Lake-Memory-Support
Cascade-Lake-Memory-Support (Bild: STH)

Intel würde mit dem Kniff auch die Lücke zu AMD schließen können, die beim maximalen Speicherausbau auch dank des Acht-Kanal-Speicherinterfaces der Epyc-Prozessoren in Front liegen. Bisher unbekannt ist aber, wie beispielsweise die Übergabe der Daten vom klassischen DDR4-Speicher in den Optane-Speicher und zurück erfolgt und mit welchen Latenzen dies alles geschieht. Denn am Ende ist Kapazität nicht immer alles.