Umsatzprognose: Samsung setzt wie erwartet weniger Smartphones ab

Nicolas La Rocco 107 Kommentare
Umsatzprognose: Samsung setzt wie erwartet weniger Smartphones ab

Samsung hat eine Umsatzprognose für die Ende Juli erwarteten Geschäftszahlen des zweiten Quartals 2018 veröffentlicht. Demnach sind Umsatz und operativer Gewinn leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr und Vorquartal. Analysten zufolge soll das Smartphone-Geschäft schwächeln. Samsung hatte dies aber bereits prognostiziert.

Dass Samsungs Umsatz und operative Gewinn im zweiten Geschäftsquartal 2018 nicht an die Ergebnisse des letzten Jahres oder die vor drei Monaten heranreichen werden, ist anders als derzeit in den Medien kolportiert keine Überraschung für das Unternehmen. Schon zur Bekanntgabe des letzten Quartalsergebnisses Ende April hatte Samsung angekündigt, dass die Sparte IM (IT & Mobile Communications) im nächsten Quartal weniger erfolgreich abschneiden werde, da sich die aktuellen Flaggschiffe Galaxy S9 und S9+ voraussichtlich weniger oft verkaufen werden. Aus diesem Grund gesteigerte Marketing-Ausgaben würden den Gewinn ebenfalls reduzieren, hieß es vor drei Monaten. Mit dem Galaxy Note 9 dürfte es zudem wieder einen Schub geben.

Samsung geht für das zweite Finanzquartal 2018 von einem Umsatz in Höhe von 58 Billionen Südkoreanischen Won (KRW) aus, das entspricht nach aktuellem Wechselkurs umgerechnet 44,38 Milliarden Euro. Im letzten Quartal hatte der Umsatz noch bei 60,56 Billionen KRW gelegen. Vor einem Jahr waren es noch 61 Billionen KRW. Den operativen Gewinn beziffert Samsung für das aktuelle Quartal mit 14,8 Billionen KRW (11,32 Milliarden Euro). Dieses Ergebnis steht 15,64 Billionen KRW im ersten Quartal 2018 sowie 14,07 Billionen KRW vor einem Jahr gegenüber.

Speicher ist Samsungs Zugpferd

Analysten, wie sie unter anderem vom Korean Herald zitiert werden, gehen davon aus, dass erneut Samsungs Speicher-Sparte das Zugpferd des Konzerns sein wird. Offizielle Zahlen zur Verteilung von Umsatz und Gewinn nach Sparte liegen jedoch noch nicht vor. Ausgehend von den letzten offiziellen Quartalsberichten ist dies aber eine realistische Einschätzung.

Der Marktführer für Speicherlösungen werde in Zukunft jedoch zunehmend von chinesischen Anbietern unter Druck gesetzt, die dank staatlicher Unterstützung den Technologievorsprung von Samsung ausgleichen könnten, behaupten Analysten. Um nicht nur über ein starkes Standbein zu verfügen, versuche Samsung sich auch in den Bereichen künstliche Intelligenz und Automotive besser aufzustellen. Milliardeninvestitionen der Speicher-Sparte zeigen allerdings, dass Samsung hier klar die Marktführerschaft halten will.