Texas Instruments: Neuer CEO muss nach sechs Wochen schon wieder gehen

Michael Günsch 21 Kommentare
Texas Instruments: Neuer CEO muss nach sechs Wochen schon wieder gehen
Bild: Texas Instruments

Dieser Sommer ist von Führungswechseln bei großen Technikunternehmen aus den USA geprägt. Nachdem im Juni die Chefs von Intel und Rambus gehen mussten, ist nun der Boss von Texas Instruments an der Reihe: Brian Crutcher werden Verstöße gegen den Verhaltenskodex des Unternehmens vorgeworfen, sein Rücktritt ist die Folge.

Brian Crutcher war keine sieben Wochen CEO

Lange währte die Regentschaft von Brian Crutcher an der Spitze von Texas Instruments nun wirklich nicht, denn der ehemalige Chief Operating Officer hatte erst am 1. Juni das Amt des Chief Executive Officer angetreten. Keine sieben Wochen später folgte jetzt der offenbar unfreiwillige Rücktritt. Denn das Unternehmen lässt verlauten, dass Crutcher gegen den Verhaltenskodex des Unternehmens verstoßen habe. Von einem persönlichen Fehlverhalten, das nicht mit den ethischen Grundsätzen und Grundwerten des Unternehmens im Einklang stehe, ist die Rede. Mit seinen Aufgaben der Unternehmensführung habe der nicht näher erläuterte Vorfall dagegen nichts zu tun.

Brian Crutcher hatte 22 Jahre lang bei Texas Instruments gearbeitet und war im Januar als Ablösung von Rich Templeton auserkoren worden, der die Firma 14 Jahre lang geführt hatte. Jetzt übernimmt Templeton wieder das Ruder als Firmenboss, und zwar nicht nur für den Übergang, denn auf der Suche nach einem neuen CEO sei das Unternehmen nicht.

Parallel dazu hat der Halbleiterhersteller mit Hauptsitz im texanischen Dallas die Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Der Umsatz ist im Jahresvergleich um neun Prozent auf 4,02 Milliarden US-Dollar gestiegen.

Der dritte IT-CEO-Abgang in einem Monat

Es ist ein Sommer der entlassenen respektive zum Rücktritt gezwungenen IT-Spitzen. Erst am 21. Juni wurde der Abtritt von Intel-CEO Brian Krzanich verkündet, dem eine „frühere einvernehmliche Beziehung“ zu einem anderen Intel-Mitarbeiter zum Verhängnis wurde, zumindest lautet so die offizielle Begründung. Nur eine Woche später war mit Ron Black der CEO von Rambus aufgrund eines „Vorfalls“, welcher nicht mit der Leitung des Unternehmens in Verbindung stehen soll, entlassen worden.