Chris: Assistent fürs Auto hört auf Sprache und Gesten

Frank Hüber 31 Kommentare
Chris: Assistent fürs Auto hört auf Sprache und Gesten

Der Sprachassistent Chris soll Autofahrer unterstützen und die Hände vom Smartphone nehmen, dass verspricht der Hersteller German Autolabs zur IFA 2018. Die smarte Hardware kann in jedem Auto nachgerüstet werden und wird wie ein Navi an der Scheibe befestigt.

Die Kopplung mit dem Smartphone des Fahrers erfolgt dabei über Bluetooth 4.2 (LE). Der proaktive Sprachassistent unterstützt eine Gestensteuerung und zeigt die Informationen auf einem 2,1 Zoll großen TFT-Display an, das in einem Aluminium-Ring mit einem Durchmesser von 9 cm eingefasst ist. Insgesamt fünf Mikrofone im Inneren des 250 Gramm schweren Geräts warten auf die Befehle des Fahrers, ein Lautsprecher sorgt umgekehrt für die Sprachausgabe von Chris. Die Akkulaufzeit beziffert das Unternehmen auf eine Stunde im Betrieb und eine Woche im Stand-by-Modus. Einen Touchscreen bietet der Assistent bewusst nicht, damit der Fahrer gar nicht erst dazu verleitet wird, während der Fahrt diesen zu nutzen.

Chris meldet sich und wartet nicht nur

Proaktiv bedeutet, dass Chris anders als beispielsweise Siri sich etwa bei eingehenden Nachrichten automatisch zu Wort meldet, den Nutzer fragt, ob diese vorgelesen werden soll und nicht nur auf dem Smartphone eine Benachrichtigung anzeigt. Neben einer vollwertigen Freisprecheinrichtung, der kabellosen Musikwiedergabe vom Handy, der sprachgestützten Navigation mit Karten aus über 100 Ländern, die regelmäßig kostenlos aktualisiert werden, können so auch während der Fahrt Nachrichten (SMS und WhatsApp) gesendet werden.

HERE Maps für die Navigation

Bei der Navigationssoftware setzt German Autolabs auf HERE, das ursprünglich von Nokia für die hauseigenen Smartphones entwickelt wurde, und nicht etwa auf die eigenen Navigationsdienste des verbundenen Smartphones wie Google Maps oder Apple Karten. Eine Internetverbindung benötigt der Sprachassistent Chris selbst nicht zwingend, für eine volle Funktionalität, wie das Telefonieren und Verschicken von Nachrichten, ist sie aber erforderlich.

Der Fahrer kann sich mit Chris auf Deutsch oder Englisch unterhalten und Chris ist, da er mit dem Smartphone und nicht mit dem Auto gekoppelt wird, unabhängig vom Fahrzeugtyp und -alter einsetzbar. Voraussetzung ist jedoch ein Smartphone ab Android 4.4 oder iOS 10. Zum Aufladen des Akkus wird entweder eine 12-Volt-Steckdose oder ein USB-Anschluss benötigt.

Vorbestellungen für 299,99 Euro

Chris kostet 299,99 Euro. Im Lieferumfang sind neben dem Assistenten selbst eine Saugnapfhalterung, sechs Kabelhalter, ein Micro-USB-Kabel, ein 12-Volt-Dual-USB-Ladegerät und eine Schnellstartanleitung enthalten. Der Sprachassistent kann bereits vorbestellt werden, die Auslieferung soll im September erfolgen.